Magisterarbeit, 2012
152 Seiten, Note: Ausgezeichnet
0.0 Einleitung
0.1 Ausgangspunkt und Problemstellung
0.2 Methodik der Arbeit
0.3 Zielsetzungen der Arbeit
0.4 Aufbau und Strukturierung der Arbeit
Erstes Kapitel: Deutsche Orientalistik (historischer Überblick)
1. Zum Begriff "Orientalistik"
2. Orientalistik und Orientalismus
3. Anfänge der (deutschen) Orientalistik
4. Entstehung der Arabistik und Islamkunde in Deutschland
5. Die Methoden der deutschen Orientalisten seit dem 19. Jahrhundert
Zweites Kapitel: Rudi Paret und sein Buch "Mohammed und der Koran"
0. Ein einleitendes Wort
1. Rudi Paret
1.1 Seine Biographie
1.2. Seine Werke
1.2.1. Monographien
1.2.2. Aufsätze und wissenschaftliche Beiträge
1.3. Parets Koranübersetzung
1.4. Das Buch "Mohammed und der Koran"
2. Zur Methode Parets in seinem Buch "Mohammed und der Koran" - Historisch-Kritische Methode
2.1. Zu den Begriffen: Methode, Methodik, Methodologie und Historismus
2.1.1. Methode
2.1.2. Methodik
2.1.3 Methodologie
2.1.4. Historismus
2.2. Historisch-kritische Methode
2.2.1. Begriffsbestimmung
2.2.2. Entstehungsgeschichte
2.2.3. Die Leistungen der historisch-kritischen Methode
2.2.4. Die historisch-kritische Methode – kritisch betrachtet
2.2.4.1. Aus christlicher Sicht
2.2.4.2. Aus islamischer Sicht
2.2.5. Anfänge der historisch-kritischen Erforschung Mohammeds
Drittes Kapitel: Zur Person Mohammeds im Buch "Mohammed und der Koran" (Analyse und Kritik)
1.0. Zum allgemeinen Bild des Propheten Mohammed bei den Orientalisten
1.1. Zu den Quellen über das Leben Mohammeds
2. Zur Person des Propheten Mohammed im Buch "Mohammed und der Koran"
2.1. Jüdische und christliche Einflüsse
2.2. Die Entwicklung der Gottes Vorstellung
2.3. Die Wahrhaftigkeit des Propheten
2.4. Der Krieg als Mittel zum Zweck
2.5. Politische Morde
2.6. Mohammed und die Frauen
2.6.1. Mohammeds Heirat mit Ḫadīğa
2.6.2. Die Polygamie Mohammeds
2.6.3 Mohammeds Heirat mit Zainab Bint Ğaḥš
2.7. Mohammed, der Theokrat
Die vorliegende Arbeit untersucht die methodische Herangehensweise deutscher Orientalisten am Beispiel von Rudi Parets Werk „Mohammed und der Koran“. Das primäre Ziel ist eine kritische Analyse, wie die historisch-kritische Methode auf die Person und das Leben des Propheten angewandt wird und inwieweit dabei subjektive oder vorgefasste Meinungen in die wissenschaftliche Forschung einfließen.
2. Zur Methode Parets in seinem Buch "Mohammed und der Koran" - Historisch-kritische Methode
Bevor hier auf die Methode Parets in seinem Buch "Mohammed und der Koran" eingegangen wird, ist es notwendig, die Definitionen einiger Begriffe zu geben, die in diesem Zusammenhang von immenser Bedeutung sind. Durch diese Definitionen wird zudem klar, was in dieser Studie mit der Methodik der deutschen Orientalisten, am Beispiel Parets, gemeint ist. Die erstgenannten drei Begriffe werden oft als Synonyme betrachtet, weshalb in dieser kleinen Einführung in die Begrifflichkeiten verdeutlicht wird, wie man sie voneinander unterscheiden kann.
2.1.1. Methode
Der Begriff Methode stammt von dem griechischen Wort "méthodos" und bedeutet „Nachgehen“.
Im Duden Universalwörterbuch wird diesem Begriff die folgende Bedeutung zugeordnet:
"Me|tho|de die; -, -n [spätlat. methodus < griech. méthodos = Weg od. Gang einer Untersuchung, eigtl. = Weg zu etw. hin]:
1. auf einem Regelsystem aufbauendes Verfahren zur Erlangung von [wissenschaftlichen] Erkenntnissen od. praktischen Ergebnissen: eine technische M.; komplizierte -n; eine M. anwenden; nach einer M. arbeiten.
2. Art u. Weise eines Vorgehens: raue -n; eine sichere M.; ihre -n gefallen mir nicht; M. (Planmäßigkeit, sinnvolle Ordnung) in etw. bringen; (oft iron.:) nach bewährter M.;
- Methode haben (auf einem genauen Plan beruhen; durchdacht sein): sein Vorgehen hat M.84"
Einleitung: Es wird die Forschungsfrage dargelegt, die sich mit der kritischen Analyse der orientalistischen Behandlung der Prophetenbiografie befasst.
Erstes Kapitel: Deutsche Orientalistik (historischer Überblick): Dieses Kapitel bietet einen Abriss über die Entwicklung der Orientalistik in Deutschland, von den philologischen Anfängen bis hin zur Etablierung des Historismus und der Islamkunde als Disziplin.
Zweites Kapitel: Rudi Paret und sein Buch "Mohammed und der Koran": Hier wird die Biografie von Rudi Paret beleuchtet, seine Koran-Übersetzung analysiert und die theoretischen Grundlagen der historisch-kritischen Methode untersucht.
Drittes Kapitel: Zur Person Mohammeds im Buch "Mohammed und der Koran" (Analyse und Kritik): Das Kapitel bildet den Schwerpunkt der Arbeit und setzt sich detailliert mit Parets Analysen zu umstrittenen Aspekten des Prophetenlebens auseinander.
Orientalistik, Islamwissenschaft, Rudi Paret, Mohammed, Koran, historisch-kritische Methode, Historismus, Prophetenbiografie, Islamkritik, Methodenreflexion, Apologetik, Polemik, philologische Wissenschaft, Islamische Welt, Tradition.
Die Arbeit analysiert kritisch die wissenschaftliche Methodik deutscher Orientalisten bei der Erforschung der Person des Propheten Mohammed, fokussiert auf das Beispiel von Rudi Parets Werk.
Die Untersuchung umfasst die Geschichte der deutschen Orientalistik, die methodischen Grundlagen der historisch-kritischen Forschung und deren spezifische Anwendung auf die muslimische Überlieferung.
Das Ziel ist es, die wissenschaftliche Objektivität und die methodischen Eigenschaften der Orientalistik im Umgang mit der Person Mohammeds zu hinterfragen und die Perspektive muslimischer Wissenschaftler dazu in Kontrast zu setzen.
Die Arbeit nutzt deskriptive und analytische Methoden, ergänzt durch einen kritischen Ansatz, um die Argumentationen in Parets Werk zu untersuchen.
Im Hauptteil werden zentrale Kontroversen wie jüdisch-christliche Einflüsse, die Gottesvorstellung Mohammeds, politische Morde, das Verhältnis zu Frauen und der Krieg als Mittel zum Zweck im Kontext von Parets Buch diskutiert.
Orientalistik, historisch-kritische Methode, Prophetenbiografie, Islamkunde, Koranexegese und methodische Reflexion.
Der Autor erkennt Parets Bedeutung und dessen ernsthafte wissenschaftliche Haltung an, kritisiert jedoch eine selektive Handhabung von Überlieferungen und einen Mangel an Einbeziehung innerer muslimischer Perspektiven.
Weil sie das methodische Fundament der Orientalistik darstellt, jedoch von muslimischen Intellektuellen oft als unangemessen für die Erforschung des Islams und des Propheten abgelehnt oder zumindest hinterfragt wird.
Sie dienen als prominentes Fallbeispiel, anhand dessen die methodische Vorgehensweise Parets und die daraus resultierende Kritik der muslimischen Gelehrten (wie Haikal) beispielhaft analysiert wird.
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