Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten
1 Einleitung
2 Forschungsübersicht zu imaginäre Bibliotheken
3 Vorstellung der Primärliteratur
3.1 Privatbibliothek
3.2 Nationalbibliothek
3.3 Schulbibliothek
4 Ansprüche an eine Jugendbibliothek
4.1 Personalqualifikation
4.2 Attraktive Lage
4.3 Logik der Innenraumanordnung
4.4 Vermittlung angemessener Benutzungsgrundsätze
4.5 Multimediale, technisch aktuelle Bestandsausrichtung
4.6 Präsenz durch Veranstaltungen
4.7 Allgemeiner und spezieller Bildungsauftrag
4.8 Vielfältiger Kooperationspartner
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Darstellung imaginärer Bibliotheken in ausgewählten Werken der Jugendliteratur. Dabei wird analysiert, ob diese fiktiven Einrichtungen den arbeitstheoretischen Anforderungen realer moderner Jugendbibliotheken entsprechen oder von diesen in wesentlichen Aspekten abweichen.
4.1 Personalqualifikation
Erfolgreich kann ein Jugendbibliothekar nur dann sein, wenn er sich von tradierten Gedanken, zum Beispiel „sich vorrangig als Hüter der Buchkultur“39 zu verstehen, loslöst und seine Aufgabe als Vermittler von Medien- und Informationskompetenz und Förderer der Lesekompetenz wahrnimmt.40 Ganz im Gegensatz hierzu versteht sich Madame Pince (HP), die Schulbibliothekarin von Hogwarts, „Hüter[in] von Moral und Ordnung“.41 Vorrangig wedelt Madame Pince mit Staubfeudel (HP1, S. 217.) oder poliert in Leder gebundene Bücher. (HP2, S. 209.) „Rowling bestärkt hiermit das vorherrschende Bild und Vorurteil gegenüber Bibliothekaren“42, welches in der Beschreibung imaginärer Bibliotheken stereotypisch Verwendung findet.
Auch Elinor (TW) versteht sich als die Hüterin der Bücher und würde Meggie ohne zu zögern töten, sollte sie es wagen, bestimmte Bücher anzufassen. (TW1, S. 45.) Sie weiß sehr viel über Buchkunst und kann es nicht ertragen, wenn Bücher in irgendeiner Weise zu Schaden kommen. (TW1, S. 46f.) Bücher ersetzen ihr die Familie, die sie nie hatte und wollte, bis sie mit Meggie und deren Familie zusammen kommt. Danach vollzieht sich die Wandlung, sodass der Kontakt und Austausch mit Menschen eine vorrangige Bedeutung einnimmt. (TW3, Loc. 3165.)
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der imaginären Bibliotheken ein und stellt die Forschungsfrage, ob diese den aktuellen Anforderungen an eine moderne Jugendbibliothek gerecht werden.
2 Forschungsübersicht zu imaginäre Bibliotheken: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der imaginären Bibliothek und zeigt auf, dass diese in der Jugendliteratur bisher nur rudimentär untersucht wurde.
3 Vorstellung der Primärliteratur: Hier werden die untersuchten Werke in Kategorien wie Privat-, National- und Schulbibliothek unterteilt und die jeweiligen Bibliotheken kurz charakterisiert.
4 Ansprüche an eine Jugendbibliothek: Das umfangreichste Kapitel prüft verschiedene Aspekte – vom Personal über die Raumgestaltung bis hin zur Medienauswahl – anhand der literarischen Beispiele gegen die theoretischen Anforderungen.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass die untersuchten imaginären Bibliotheken in der Jugendliteratur eher antiquiert dargestellt sind und kaum den modernen Richtlinien für zeitgemäße Bibliotheksarbeit entsprechen.
Jugendliteratur, Jugendbibliothek, Bibliotheksarbeit, Primärliteratur, Harry Potter, Imaginary Library, Medienkompetenz, Leseförderung, Bibliothekspädagogik, Bestandsausrichtung, Personalqualifikation, Literaturwissenschaft, IFLA, Bibliotheksraum, Zamonien.
Die Arbeit analysiert, wie imaginäre Bibliotheken in populären Jugendbüchern wie Harry Potter oder Die Stadt der träumenden Bücher dargestellt werden und vergleicht diese mit den realen Anforderungen an moderne Jugendbibliotheken.
Die Schwerpunkte liegen auf Personal, räumlicher Gestaltung, Medienbestand, Benutzerregeln, Veranstaltungen sowie dem Bildungsauftrag und Kooperationen.
Es soll geprüft werden, ob die Gesamtdarstellung der fiktiven Bibliotheken den arbeitstheoretischen Grundlagen einer Jugendbibliothek entspricht oder davon abweicht.
Es erfolgt eine vergleichende Analyse zwischen primärliterarischen Beschreibungen und den offiziellen Richtlinien (z. B. IFLA/UNESCO) für die Bibliotheksarbeit mit Jugendlichen.
Der Hauptteil gliedert sich in acht Unterkapitel, die spezifische Qualitätsmerkmale von Bibliotheken (von der Lage bis zur Kooperation) anhand von Zitaten aus der Primärliteratur diskutieren.
Die wichtigsten Begriffe sind Jugendliteratur, Jugendbibliothek, Bibliotheksarbeit, Medienkompetenz und Literaturanalyse.
Die Schulbibliothek in Hogwarts dient als Beispiel für eine realitätsnah, aber oft streng und pädagogisch traditionell wirkende Bibliothek, die im starken Kontrast zu modernen Konzepten steht.
Die Buchlinge aus "Die Stadt der Träumenden Bücher" werden als interessante Kontrastfiguren betrachtet, da ihr Umgang mit der Bibliothek zwar idealistisch, aber architektonisch und organisatorisch oft eigenwillig ist.
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