Bachelorarbeit, 2012
38 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
1.1 Forschungsstand
1.2 Quellenlage
2. Außenpolitische Lage und das Auswärtige Amt
2.1 Wandel und Reform des Auswärtigen Amtes
2.2 Die Botschafter in den USA
3. Die Reichswehr
3.1 Kontrolle durch die IMKK
3.2 Führungspersonen der Reichswehr
4. Verhältnis zwischen den USA und der Weimarer Republik
5. Deutsch-amerikanischer Militäraustausch
5.1 Der deutsch-sowjetische Militäraustausch im Vergleich
5.2 Maßgebliche Personen der Militärkooperationen
6. Kooperation oder Konflikt zwischen RW und AA?
7. Fazit
Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Auswärtigen Amt und der Reichswehr hinsichtlich des geheimen, informellen Militäraustauschs zwischen dem Deutschen Reich und den USA während der Weimarer Republik. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf das Ausmaß der Zusammenarbeit sowie die Interessenkonflikte zwischen den beiden staatlichen Institutionen in einer Zeit der außenpolitischen Revisionsbestrebungen.
3. Die Reichswehr
Vermutlich war keine Institution der neu entstandenen Republik einem so großen außen sowie innenpolitischen Interesse und einer Beobachtung ausgesetzt wie die Reichswehr. Zum einen liegt das an der durch Gewalt gegebenen Machtposition einer Armee und der ihr angehörenden hohen Anzahl an Menschen. Zum anderen verhielt es sich mit dem deutschen Militär besonders heikel, da die Tradition des Militarismus und der Mythos der Unbesiegbarkeit in großen Teilen der Gesellschaft tief verwurzelt waren. Es war schwer einzuschätzen, wie sich die führenden Militärs und die Masse an einfachen Soldaten den neuen Gegebenheiten der Republik und dem Status als Besiegte begegnen würden.
Die Bestimmungen der Alliierten, u.a. die radikale Reduzierung der Truppenstärke auf 100 000 Mann, hatten vielleicht für manche überraschend kaum einen bedrohenden und dauerhaften offiziellen Widerstand zur Folge. Die Reichswehr fungierte schließlich bei verschiedenen Putschversuchen als Stütze der Regierung bei der Wiederherstellung der Ordnung. Allerdings betrieb die Reichswehrführung eine eigenständige Schattenpolitik und blieb ihrem monarchisch geprägten Militarismus treu. Dies wurde u.a. bei einem Blick auf die Personalpolitik deutlich. So hatten die in der wilhelminischen Zeit so genannten ´erwünschten Kreise` für die Offizierslaufbahn der Adel, höhere Beamte und Gutsbesitzer weiterhin Bestand, da die Herkunft aus diesem Milieu als Garantie für gesellschaftlichen und ideologischen Zusammenhalt angesehen wurde.
1. Einleitung: Die Einleitung umreißt den zeitlichen und thematischen Rahmen der Untersuchung zur Außen- und Militärpolitik der Weimarer Republik unter besonderer Berücksichtigung des Militäraustauschs mit den USA.
2. Außenpolitische Lage und das Auswärtige Amt: Dieses Kapitel analysiert den Handlungsspielraum der deutschen Außenpolitik und die strukturelle Modernisierung des Auswärtigen Amtes in der schwierigen Nachkriegszeit.
3. Die Reichswehr: Hier werden die Rolle, die Personalstruktur und das konservative Selbstverständnis der Reichswehr sowie die Spannungen durch internationale Rüstungskontrollen untersucht.
4. Verhältnis zwischen den USA und der Weimarer Republik: Das Kapitel beleuchtet die wirtschaftlich geprägten, freundlicheren Beziehungen zu den USA im Vergleich zu den anderen westlichen Siegermächten.
5. Deutsch-amerikanischer Militäraustausch: Es werden die inoffiziellen, auf Informationsbeschaffung ausgerichteten militärischen Kontakte in die USA detailliert dargestellt und mit dem sowjetischen Austausch verglichen.
6. Kooperation oder Konflikt zwischen RW und AA?: Die Analyse befasst sich mit der wechselhaften Interaktion zwischen ziviler Diplomatie und militärischer "Schattenpolitik" bei der Umsetzung geheimer Rüstungsziele.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ambivalenz der institutionellen Zusammenarbeit zusammen und bewertet den Einfluss des Militarismus auf das Scheitern demokratischer Friedenspolitik.
Weimarer Republik, Reichswehr, Auswärtiges Amt, Militäraustausch, Geheimrüstung, Außenpolitik, Revisionismus, USA, Sowjetunion, Hans von Seeckt, Gustav Stresemann, Militarismus, Diplomatie, Rüstungskontrolle, Zwischenkriegszeit.
Die Arbeit untersucht das Verhältnis und die Zusammenarbeit zwischen dem Auswärtigen Amt und der Reichswehr in der Weimarer Republik, insbesondere im Kontext der geheimen militärischen Kontakte zu den USA.
Zentrale Themen sind die Außenpolitik der Ära Stresemann, die Rolle der Reichswehr bei der geheimen Wiederaufrüstung, das diplomatische Verhältnis zu den USA sowie die vergleichende Militärkooperation mit der Sowjetunion.
Ziel ist es, die Interessenkonflikte und Übereinstimmungen zwischen ziviler Diplomatie und militärischer Führung zu analysieren und zu klären, in welchem Ausmaß das Auswärtige Amt in die geheimen Militärkooperationen involviert war.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer breiten Auswertung von Quellen wie Aktenbeständen des Auswärtigen Amtes, dem Schriftverkehr von Militärs, Memoiren und zeitgenössischen Stellungnahmen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der strukturellen Bedingungen von Auswärtigem Amt und Reichswehr, das Verhältnis zu den USA, die Details der Offiziersreisen und militärischen Kontakte sowie die Analyse des Spannungsfeldes zwischen diesen Institutionen.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Weimarer Republik, Geheimrüstung, Militärdiplomatie, Revisionspolitik und die Rivalität bzw. Zusammenarbeit der Berliner Machteliten charakterisieren.
Die Reichswehr nutzte die Kontakte, um trotz der Beschränkungen des Versailler Vertrages technisches Wissen über moderne Kriegsführung, Luftfahrt und industrielle Mobilmachung zu erlangen.
Das Auswärtige Amt betrachtete die geheimen militärischen Aktivitäten oft mit Skepsis, da sie die offizielle, auf Verständigung ausgerichtete Außenpolitik gefährden konnten, leistete jedoch letztlich keinen dauerhaften Widerstand gegen die Rüstungspläne.
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