Bachelorarbeit, 2013
55 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Zentrale Fragestellung
1.2 Methodische Vorgehensweise
2 Von der Liebestätigkeit zur wissenschaftlichen Profession
2.1 Die europäische Aufklärung
2.2 Entwicklung der Sozialen Arbeit
3 Soziale Arbeit als Profession
3.1 Theorie der Postmoderne
3.2 Soziale Arbeit als postmoderne Profession nach Heiko Kleve
3.2.1 Paradoxien in der Sozialen Arbeit
3.2.2 Multifunktionalität der Sozialen Arbeit
4 Philosophische Sozialarbeit
4.1 Philosophie und Soziale Arbeit
4.1.1 Sinn wissenschaftlich betrachtet
4.1.2 „Glück und gelingendes Leben“
4.2 Philosophische Methoden in der Sozialen Arbeit
4.2.1 „Sokratische Gesprächsführung“
4.2.2 „Lösungsorientierte Beratung“
4.2.3 „MiniMax – Interventionen“
5 Schlussfolgerungen
6 Zusammenfassung
Die Arbeit untersucht die theoretische Fundierung und praktische Anwendung der Sozialen Arbeit als moderne Profession im Kontext einer postmodernen Gesellschaft. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob Soziale Arbeit angesichts gesellschaftlicher Komplexität und fehlender absoluter Eindeutigkeiten als Profession bestehen kann und welchen Beitrag sie zur Gestaltung eines gelingenden Lebens leisten kann.
3.2.1 Paradoxien in der Sozialen Arbeit
Die angedeuteten zweiseitigen, sich widersprechenden Probleme, welche die Soziale Arbeit durchziehen, werden im Folgenden anhand einer Auswahl dargestellt. Auch damit wird die Professionalität der Sozialen Arbeit im Umgang mit diesen Paradoxien erläutert.
Der Widerspruch von Ganzheit und Differenz scheint in der Sozialen Arbeit allgegenwärtig. Mit ganzheitlichem Blick wird in der Sozialen Arbeit versucht, die verschiedenen Problemlagen der unterschiedlichsten Adressaten offen, möglichst ohne Vorgaben und auf den Alltag bezogen einer Lösung zuzuführen. Das heißt, dass der sich als ganzheitlich begreifende professionelle Sozialarbeiter auf Sichtweisen, Umstände und Realitäten differenziert reagieren muss. Soziale Arbeit vermittelt zwischen den verwaltenden gesellschaftlichen Systemen und den Dispositionen und Möglichkeiten der Klienten. Somit ist eine Unterscheidung zwischen Ganzheit und Differenz ausgeschlossen, „... vielmehr wird offenbar: Ganzheit ist Vielheit und Differenz.“ Die Ganzheitlichkeit der Sozialen Arbeit liegt also darin, dass sie sich der verschiedensten Bezugssysteme bedienen muss und dabei gezwungen ist, die Grenzen der klassischen Professionen zu überwinden.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problemstellung ein und erläutert die methodische Vorgehensweise der Bachelorarbeit.
2 Von der Liebestätigkeit zur wissenschaftlichen Profession: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Sozialen Arbeit von religiös motivierter Almosenpflege bis zur heutigen professionellen Fachdisziplin nach.
3 Soziale Arbeit als Profession: Der Abschnitt beleuchtet die systemtheoretischen Grundlagen der Postmoderne und analysiert die Soziale Arbeit als "bescheidene Profession", die mit strukturellen Widersprüchen umgehen muss.
4 Philosophische Sozialarbeit: Hier wird die Bedeutung philosophischen Denkens für das Handeln in der Sozialen Arbeit diskutiert und Methoden der Gesprächsführung vorgestellt.
5 Schlussfolgerungen: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und bestätigt die Soziale Arbeit trotz ihrer strukturellen Komplexität als eigenständige Profession.
6 Zusammenfassung: Ein abschließender Überblick über die Kernthemen und die philosophische Ausrichtung der Arbeit.
Soziale Arbeit, Profession, Postmoderne, Systemtheorie, Philosophische Sozialarbeit, Sokratische Gesprächsführung, Lösungsorientierte Beratung, gelingendes Leben, Sinn, Multifunktionalität, Aufklärung, Professionelles Handeln, Ethik, Kommunikation, Paradoxien
Die Arbeit untersucht die Soziale Arbeit als eine eigenständige, wenn auch "bescheidene" Profession innerhalb einer komplexen, postmodernen Gesellschaft.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung des Berufsstandes, die systemtheoretische Verortung in der Postmoderne sowie die Integration philosophischer Methoden in die Beratungspraxis.
Die Autor fragt, ob die Soziale Arbeit eine Profession ist und welchen Beitrag sie zur Gestaltung eines gelingenden Lebens unter den Bedingungen einer postmodernen Gesellschaft leisten kann.
Die Arbeit nutzt systemtheoretische Ansätze, insbesondere die Konzepte nach Niklas Luhmann und Heiko Kleve, sowie philosophische Diskurse zur Sinnstiftung und Gesprächsführung.
Im Hauptteil liegt der Fokus auf der Analyse der "Paradoxien" der Sozialen Arbeit (z.B. Hilfe vs. Kontrolle) und der Erarbeitung spezifischer Methoden wie der Sokratischen Gesprächsführung.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Systemtheorie, Soziale Arbeit, Postmoderne und philosophische Methoden beschreiben.
Das Kontrollparadox beschreibt die Schwierigkeit, dass Sozialarbeiter Klienten gegenüber keine objektive Position einnehmen können, da sie kommunikativ verbunden bleiben und eine distanzierte Kontrolle dem Vertrauensverhältnis schaden würde.
Während der explikative Diskurs der Klärung und Konkretisierung von Begriffen dient, befasst sich der normative Diskurs mit ethisch-moralischen Entscheidungsfindungen im Leben des Klienten.
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