Bachelorarbeit, 2012
56 Seiten, Note: 2,5
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Methodisches Vorgehen und Aufbau der Arbeit
1.2.1 Literaturanalyse
1.2.2 Experteninterviews
2 Begriffsklärung
2.1 Erlebnis
2.2 Inszenierung
2.3 Kulturhistorische Museen
2.4 Erlebnisorientierte Museen
2.5 Zielgruppe
2.6 Besucherorientierung im Museum
2.7 Familie
2.8 Weitere Begriffe
3 Erlebnisorientierung in der Freizeit
3.1 Merkmale von Erlebniswelten
3.2 Erfolgsfaktoren von Erlebniswelten
3.3 Übertragbarkeit auf kulturhistorische Museen
3.3.1 Inhalt und Struktur
3.3.2 Raum und Ästhetik
3.3.3 Didaktik
3.3.4 Grenzen und Möglichkeiten
3.3.5 Wirkung und Bedeutung
3.3.6 Beispiele
4 Familienorientierung in der Freizeit
4.1 Ansprüche an familienorientierter Kultureinrichtungen
4.2 Merkmale und Erfolgsfaktoren von Kindermuseen
4.3 Übertragbarkeit auf kulturhistorische Museen
4.3.1 Inhalt und Struktur
4.3.2 Raum und Ästhetik
4.3.3 Didaktik
4.3.4 Grenzen und Möglichkeiten
4.3.5 Wirkung und Bedeutung
4.3.6 Beispiele
5 Handlungsempfehlungen
5.1 Für das konkrete Beispiel
5.1.1 Langfristig
5.1.2 Mittelfristig
5.2 Für kulturhistorische Museen
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, Möglichkeiten zu untersuchen, wie kulturhistorische Museen durch die Adaption erlebnis- und zielgruppenorientierter Strategien ihre Vermittlungsarbeit verbessern können. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die praktische Umsetzbarkeit: Wie kann aus einem klassischen Museum ein unterhaltsamer Freizeitort werden, der den Lerneffekt intensiviert, ohne den Bildungsauftrag zu vernachlässigen?
3.3.1 Inhalt und Struktur
In diesem Teilkapitel soll es neben Vorschlägen für die inhaltliche Umsetzung kulturhistorischer Ausstellungen auch um die Struktur und das Zusatzangebot des Museums gehen. Ein besonderes Merkmal von Erlebniswelten ist beispielsweise die Kombination aus Kultur, Konsum und Gastronomie. Dementsprechend „ist […] es bereits aus kommerziellen Überlegungen nicht mehr möglich […], ein Museum als reinen Ausstellungsort zu konzipieren. Museumsshop und Café sind heute ein ‚Muss‘. Hier spiegelt sich die Meinung, dass die klassischen Aufgaben ‚Ausstellen‘ und ‚Vermitteln‘ die Institution Museum nicht mehr alleine tragen, sondern dass sie durch Zugabe kommerzieller Elemente ergänzt werden müssen“ (Bäumler 2007: 48).
Zur inhaltlichen Umsetzung empfiehlt Kirchberg zum Beispiel ein weiteres Element von Erlebniswelten, das „Theming“ (ebd. 2005: 80). Thematisierung hilft beim Verstehen und Lernen, wie Brinkmann und Nahrstedt betonen, und entspricht so den Absichten eines Museums: „Durch ein thematisches Lernen als weitere Ebene der Lernpyramide könnte ein nacherlebendes Verstehen und ein Interesse an vertiefender Beschäftigung mit einem Lerngegenstand (Naturwissenschaft, Länder, Kulturen, Tierschutz) gefördert werden. Hier, so scheint es, wird die emotionale Anregung in Erlebniswelten besonders lernrelevant, kann grundlegend für die Interessenentwicklung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen sein“ (ebd. 2002: 26; vgl. auch Abb. 39 im Anhang). Dies bedeutet auch, aktiv Interesse bei den Besuchern zu wecken, wie durch das Schaffen von Bezügen zwischen den Inhalten und dem Leben der Besucher bzw. der Gegenwart (vgl. Urban 1999: 94; Borchert 2001: 121; Ruhmöller 2005: 126; Kaiser 2006: 119; Experte III: passim).
1 Einleitung: Die Einleitung begründet die Relevanz der Untersuchung durch die Notwendigkeit einer stärkeren Besucherorientierung und formuliert das Ziel, Elemente für ein erlebnisorientiertes historisches Museum herauszuarbeiten.
2 Begriffsklärung: Dieses Kapitel definiert zentrale Begriffe wie Erlebnis, Inszenierung, Museum und Familie, die als theoretisches Fundament für die weiteren Analysen dienen.
3 Erlebnisorientierung in der Freizeit: Hier werden die Merkmale und Erfolgsfaktoren von Erlebniswelten analysiert und deren Potenzial zur Übertragung auf kulturhistorische Museen kritisch geprüft.
4 Familienorientierung in der Freizeit: Das Kapitel widmet sich der Familie als Zielgruppe, analysiert Kindermuseen als Vorbild und untersucht die Übertragbarkeit dieser familienfreundlichen Konzepte auf kulturhistorische Einrichtungen.
5 Handlungsempfehlungen: Aufbauend auf den Analysen werden konkrete Empfehlungen für die Museumspraxis gegeben, unterteilt in kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit, Bildung und Unterhaltung als sich gegenseitig ergänzende Faktoren im Museumsbereich zu begreifen.
Erlebnisorientierung, Besucherorientierung, kulturhistorisches Museum, Wissensvermittlung, Familienorientierung, Museumspädagogik, Inszenierung, Erlebniswelt, informelles Lernen, Kindermuseum, Besuchereinbindung, Handlungsorientierung, Edutainment, Ausstellungsgestaltung, interaktive Exponate
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Transformation klassischer kulturhistorischer Museen in erlebnisorientierte Lernorte, um eine zeitgemäße Vermittlungsarbeit für verschiedene Zielgruppen, insbesondere Familien, zu ermöglichen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Bedeutung von Erlebnisorientierung und Inszenierung, die Analyse von Kindermuseen sowie die Integration dieser Konzepte in historische Museen.
Das Ziel ist es, konkrete Merkmale und Strategien zu identifizieren, die es Museen ermöglichen, ihre Inhalte ansprechender zu präsentieren und den Museumsbesuch zu einer nachhaltigen Erfahrung für den Besucher zu machen.
Die Basis der Arbeit bildet eine ausführliche Literaturanalyse zum aktuellen Forschungsstand der Museumsgestaltung. Ergänzt wird diese durch Experteninterviews, um fundierte Erkenntnisse für die Handlungsempfehlungen zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine Untersuchung von Erlebniswelten und deren Übertragbarkeit, eine detaillierte Analyse der Familienorientierung anhand von Kindermuseen sowie abschließende Handlungsempfehlungen für die Praxis.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch Begriffe wie Erlebnisorientierung, Besucherorientierung, Museumspädagogik, Wissensvermittlung und Inszenierung charakterisieren.
Die Arbeit argumentiert, dass Museen durch familienorientierte Angebote nicht nur neue Zielgruppen erschließen können, sondern auch die Qualität der Vermittlung steigern, da Familien gemeinsame Lern- und Erlebnissituationen suchen, die zur Attraktivität der Institution beitragen.
Interaktive Elemente oder Hands-on-Exponate spielen eine entscheidende Rolle, um Besucher aktiv einzubinden, die Anschaulichkeit zu erhöhen und das "begreifbare" Lernen zu fördern, wobei sie idealerweise die Vermittlung unterstützen, ohne die Originale in den Hintergrund zu drängen.
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