Bachelorarbeit, 2012
44 Seiten, Note: 1,7
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
2 Die theoretische Annäherung an den Begriff „Stadtmarketing“
2.1 Die Entwicklung des Stadtmarketings in Deutschland
2.1.1 Die Entwicklung des Stadtmarketings in Großbritannien
2.1.2 Die Entwicklung des Stadtmarketings in den USA
2.2 Der Stadtmarketingprozess
2.2.1 Die Konzeptphase
2.2.2 Die Konkretisierungsphase
2.2.3 Realisierungsphase
2.2.4 Das 10-K-Modell des Stadtmarketing
2.2.5 Abschließende Bemerkung zum Stadtmarketingprozess
2.3 Definition von Stadtmarketing
2.3.1 City Identity als bedeutender Faktor des Stadtmarketings und ihre Wirkung auf das Stadtimage
2.3.2 Zwischenfazit aus der Annäherung an den Begriff des Stadtmarketings
3 Der Stadtmarketingprozess in Münster
3.1 Die Entwicklung des Stadtmarketings in Münster
3.1.1 Der Eigenbetrieb Münster Marketing
3.1.2 Der Integrierte Stadtentwicklungs- und Stadtmarketing-Prozess Münster
3.2 Zwischenfazit aus der Untersuchung des Stadtmarketingprozesses in Münster
4 Die Fahrradstadt Münster zwischen Stadtmarketing und Stadtidentität
4.1 Die historische Entwicklung der Beziehung zur Leeze
4.1.2 Die Fahrradstadt Münster heute
4.1.3 Radverkehrsplanung in Münster für eine nachhaltige Mobilität
4.2 Das Selbstbild der Stadt Münster
4.2.1 Das Fremdbild der Stadt Münster
4.2.2 Folgerungen für den Stadtmarketingprozess aus dem Selbst- und Fremdbild
4.3 Kritik am Bild der Fahrradstadt Münster?
4.4 Stillstand oder Fortführung – Wie geht das Stadtmarketing mit der Identität der Fahrradstadt Münster um?
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch, wie das Image der "Fahrradstadt Münster" zwischen Stadtidentität und professionellem Stadtmarketing agiert. Dabei wird analysiert, inwieweit diese Identität historisch gewachsen ist oder durch gezielte Marketingmaßnahmen konstruiert wurde und wie sich der Stadtmarketingprozess in Münster kontinuierlich entwickelt.
4.1 Die historische Entwicklung der Beziehung zur Leeze
Seit dem 8.8.1888 besaß Münster einen öffentlichen Personennahverkehr. Am Anfang stand ein Pferdeomnibus, der 1902 durch die elektrische Straßenbahn abgelöst wurde. Ab 1925 wurde die elektrische Straßenbahn durch Autobusse ergänzt, um das Netz zu erweitern. Auf Grund der Zerstörungen im zweiten Weltkrieg wurde die Straßenbahn stillgelegt. Zwar wurde der Betrieb nach dem Wiederaufbau wiederaufgenommen, kam aber 1952 endgültig zum Erliegen. Die Straßenbahn wurde durch elektrisch betriebene Busse ersetzt. Auf Grund der geringen Flexibilität und der Schwierigkeit für Stadtplaner die Oberleitungen zu integrieren, wurde seit 1968 der gesamte ÖPNV mit Bussen bestritten.
1860 wurde in Frankreich das erste Fahrrad entwickelt. Die ersten Fahrräder besaßen eisenbeschlagene Reifen, bevor diese durch Vollgummi und anschließend durch Reifen mit Luftkissen ersetzt wurden. Am Anfang stand das Hochrad, welches 1885 durch das heute verbreitete Niederrad abgelöst wurde. Mit einem solchen Niederrad nahm der Münsteraner Fahrradhändler Knubel 1896 an den olympischen Spielen in Athen Teil. In den 1890ger Jahren wurde Fahrradfahren in Münster immer beliebter und zum Modesport, sowie zum gängigen Alltagsverkehrsmittel. Um die Jahrhundertwende entstanden Fahrradschulen am Alten Fischmarkt, dem Ludgeriplatz und am Schützenhof (Stadt Münster 1993, S. 61-65). Während dieses Zeitraums werden Fahrräder für jedermann erschwinglich (Abb. 7). Sie entwickeln sich sowohl in Münster, als auch in anderen Städten zu einem alltäglichen Verkehrsmittel.
1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Forschungsfrage, ob das Bild der Fahrradstadt Münster eine gewachsene Identität oder eine Marketingkonstruktion ist, und stellt den Aufbau der Arbeit vor.
2 Die theoretische Annäherung an den Begriff „Stadtmarketing“: Dieses Kapitel erläutert die Ursprünge des Stadtmarketings, den Prozessverlauf sowie die Bedeutung von Stadtidentität und Imagebildung.
3 Der Stadtmarketingprozess in Münster: Hier wird die Institutionalisierung des Stadtmarketings in Münster, insbesondere durch den Eigenbetrieb „Münster Marketing“ und das ISM-Konzept, detailliert beschrieben.
4 Die Fahrradstadt Münster zwischen Stadtmarketing und Stadtidentität: Das Hauptkapitel untersucht die Entwicklung der Fahrradidentität, die Verkehrsplanung und die Diskrepanzen zwischen Selbst- und Fremdbild sowie Kritikpunkte am Fahrradstadt-Image.
5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Münsters Stadtmarketing erfolgreich auf einer historisch gewachsenen Identität aufbaut und das Fahrrad als wesentliches Element der Stadtidentität stetig fortführt.
Stadtmarketing, Münster, Fahrradstadt, Stadtidentität, Stadtimage, Radverkehrsplanung, Münster Marketing, City Identity, Integriertes Stadtentwicklungs- und Stadtmarketingkonzept, Selbstbild, Fremdbild, Standortmarketing, Stadtentwicklung, Leeze, Nachhaltige Mobilität.
Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Untersuchung des Images der "Fahrradstadt Münster" im Spannungsfeld zwischen gelebter Stadtidentität und strategischem Stadtmarketing.
Die zentralen Felder sind die Theorie des Stadtmarketings, die institutionelle Umsetzung in Münster, die Rolle des Radverkehrs als Identitätsmerkmal sowie der Vergleich zwischen Selbst- und Fremdbild der Stadt.
Das primäre Ziel ist es, zu klären, wie kontinuierlich das Stadtmarketing am Bild der Fahrradstadt arbeitet und inwieweit diese Identität authentisch gewachsen oder aufgesetzt ist.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse theoretischer Konzepte in Kombination mit einer Fallstudie über Münster, gestützt auf Umfragen, empirische Daten und stadtentwicklungstheoretische Ansätze.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Stadtmarketing, die Untersuchung des Stadtmarketingprozesses in Münster sowie eine vertiefende Analyse der "Fahrradstadt"-Identität.
Wichtige Begriffe sind Stadtmarketing, Stadtidentität, Fahrradstadt, Münster, Imagebildung, Radverkehrsplanung und Standortprofilierung.
Sie kommt zu dem Schluss, dass die Kritik zwar berechtigt ist, eine autofreie Stadt jedoch utopisch wäre und Münster als Oberzentrum auf eine gute Erreichbarkeit durch PKWs angewiesen bleibt.
Es dient dazu, die zyklische und permanente Natur des Stadtmarketingprozesses zu verdeutlichen, der weit über die bloße Werbung hinausgeht und keine finalen Endpunkte kennt.
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