Bachelorarbeit, 2013
82 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Der demografische Wandel
2.1.1 Erklärungen zur Begrifflichkeit
2.1.2 Bestimmungsfaktoren des demografischen Wandels
2.1.2.1 Die Fertilität
2.1.2.2 Die Mortalität
2.1.2.3 Die Migration
2.1.3 Prognose für die Zukunft
2.1.4 Auswirkungen auf die Situation in der Pflege
2.2 Die bisherige Generationenabfolge des stationären Altenwohnbaus
2.2.1 Die 1. Generation - Leitbild: Verwahranstalt
2.2.2 Die 2. Generation - Leitbild: Krankenhaus
2.2.3 Die 3. Generation - Leitbild: Wohnheim
2.2.4 Die 4. Generation - Leitbild: Familie
2.3 Eine neue Generation: „Pflege im Quartier“
2.3.1 Begriffserklärung und Zielvorstellung
2.3.2 Internationale Entwicklung
2.3.3 Nationale Entwicklung
2.3.4 Empfehlungen des KDA
2.3.4.1 Das KDA-Modell zur Lebensqualität
2.3.4.2 Die drei Grundprinzipien der 5. Generation
3. Zielstellung
4. Methodik
4.1 Studiendesign
4.2 Literaturrecherche
4.2.1 Einschlusskriterien
4.2.2 Beschreibung des Vorgehens
4.2.3 Informationsquellen und Suchstrategien
4.2.3.1 Recherche nach „Summaries“
4.2.3.2 Recherche nach „Syntheses“ und „Studies“
4.2.3.4 Recherche mittels Internet-Suchmaschine
4.2.3.5 Handsuche
4.3 Auswahl der Literatur
4.4 Datenextraktion
4.4.1 Auswahl der zu extrahierenden Literatur
4.4.2 Analysepunkte und Vorgehen
5. Ergebnisse
5.1 Ergebnisse der Literaturrecherche
5.1.1 Deskriptive Aufbereitung aufgenommener Quellen
5.1.2 Beschreibung extrahierter Literatur
5.2 Ergebnisse der Datenauswertung
5.2.1 Möglichkeiten der Alltagsgestaltung und Partizipation
5.2.2 Stärken
5.2.3 Problemfelder
6. Diskussion
6.1 Ergebnisdiskussion
6.2 Methodendiskussion
7. Fazit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Forschungsstand zum Wohnkonzept „Pflege im Quartier“ und dessen Potenzial als Lösungsansatz für die demografischen Herausforderungen der zukünftigen Altersversorgung. Durch eine systematische Übersichtsarbeit von 17 Modellprojekten wird analysiert, wie dieses Konzept zur Alltagsgestaltung und Partizipation älterer Menschen beitragen kann, sowie welche Stärken und Herausforderungen dabei bestehen.
2.3.4.1 Das KDA-Modell zur Lebensqualität
Ein alter Mensch besitzt andere Ansprüche und Bedürfnisse, als ein junger Mensch. Um diese These wissenschaftlich fundiert darzulegen, wurden in einer Forschungsarbeit von Jackie Brown, Ann Bowling und Terry Flynn eine Großzahl an Studien zusammengefasst, die diese Thematik untersuchten (vgl. Brown, Bowling & Flynn, 2004). Aus deren Ergebnissen entwickelte das KDA letztlich ein Modell zur Lebensqualität, welches auf der folgenden Seite in Abbildung 1 dargestellt wird. Das Modell setzt sich aus zwei Komponenten zusammen. Das „Ich“ als Zentrum sowie die Lebensbereiche, die sich darum gruppieren. Einzig das „Ich“ kann festlegen, welchen Stellenwert die einzelnen Lebensbereiche zugeschrieben bekommen, da im Laufe des Lebens verschiedene Schwankungen innerhalb der Prioritätensetzung bestehen. Zudem kann nur das „Ich“ bestimmen, wie zufrieden es ist und welche Möglichkeiten bestehen, die Zufriedenheit zu erhöhen (vgl. Michell-Auli & Sowinski, 2012a, S. 21).
Eine enorme Wichtigkeit innerhalb dieses Modells nimmt zusätzlich das Normalitätsprinzip ein. Normalisierung bedeutet dabei Selbstbestimmung, Autonomie und das Gefühl, eigenständig zu sein. Durch dieses Prinzip wird das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten gestärkt und die Bereitschaft zur Mitsprache und Entscheidungsfindung gefördert. Es gilt ebenfalls als wichtige Grundlage bei der Dementenbetreuung und soll dazu führen, dass sich demenziell Erkrankte an frühere Kompetenzen erinnern (vgl. Michell-Auli & Sowinski, 2012a, S. 22).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die demografische Problematik ein, thematisiert den Bedarf an neuen pflegerischen Ansätzen und stellt das Potenzial der „Pflege im Quartier“ als neue „Fünfte Generation“ der Altenpflege vor.
2. Theoretischer Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert den demografischen Wandel, die historische Abfolge stationärer Wohnformen und führt das KDA-Konzept der „Pflege im Quartier“ sowie dessen Grundprinzipien ein.
3. Zielstellung: Hier werden das Ziel der Arbeit, einen Forschungsüberblick zu geben, und die drei zentralen Teilfragen zu Partizipation, Stärken und Problemen des Konzepts dargelegt.
4. Methodik: Der Autor beschreibt das systematische Studiendesign, die Literaturrecherche nach dem 6-S-Modell sowie die Kriterien zur Auswahl und Datenextraktion der betrachteten Modellprojekte.
5. Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die deskriptive Aufbereitung der Literatur und wertet die Modellprojekte hinsichtlich ihrer Partizipationsangebote, Stärken und spezifischen Problemfelder aus.
6. Diskussion: Hier erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen sowie eine Reflexion der gewählten methodischen Vorgehensweise und ihrer Validität.
7. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Konzept innovative Ansätze bietet, jedoch erst durch die Überwindung von Hürden wie Finanzierung und Anschubfinanzierung marktfähig werden kann.
Pflege im Quartier, demografischer Wandel, Altenhilfe, Wohnkonzept, Lebensqualität, Partizipation, Quartiersmanagement, Nachbarschaftshilfe, stationäre Pflege, Prävention, Empowerment, Modellprojekte, Versorgungsstruktur, Selbstbestimmung, soziale Infrastruktur.
Die Arbeit untersucht das Wohnkonzept der „Pflege im Quartier“ als innovative Antwort auf die demografische Entwicklung in Deutschland.
Die Schwerpunkte liegen auf der Entwicklung von Altenpflegekonzepten, dem KDA-Lebensqualitätsmodell und der Evaluation von praktischen Modellprojekten der Quartierspflege.
Das Ziel ist es, das Potenzial der „Pflege im Quartier“ systematisch zu erschließen und zu klären, inwieweit dieses Konzept den Herausforderungen des demografischen Wandels begegnen kann.
Es wurde eine systematische Übersichtsarbeit durchgeführt, die sich methodisch am 6-S-Modell orientiert und 17 Evaluationsberichte von Modellprojekten analysiert.
Im Hauptteil werden neben dem theoretischen Rahmen die Möglichkeiten der Alltagsgestaltung, die spezifischen Stärken des Konzepts sowie auftretende Problemfelder wie Finanzierung und Akzeptanz detailliert dargelegt.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Pflege im Quartier, Quartiersmanagement, demografischer Wandel und Altenhilfe beschreiben.
Die Finanzierung wird als eines der größten Hindernisse identifiziert, da insbesondere Anschubfinanzierungen für die Konzept- und Analysephase oft fehlen.
Ehrenamtliches Engagement ist ein wesentlicher Baustein für die Nachhaltigkeit, stößt jedoch an Grenzen, wenn es nicht durch professionelle Koordination oder Mindestvergütung ergänzt wird.
Durch die Kombination aus permanenter Betreuungssicherheit und dem Erhalt der Autonomie im vertrauten Umfeld ermöglicht das Modell ein selbstbestimmtes Leben trotz Pflegebedürftigkeit.
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