Magisterarbeit, 2003
143 Seiten, Note: 1,3
Die Arbeit analysiert den Zusammenhang zwischen Demokratie, Transformation und postkolonialer Entwicklung im südlichen Afrika. Dabei fokussiert sie auf das Beispiel Namibias, um das Konzept der strategischen Gruppen in einen konkreten Kontext zu übertragen.
Die Einleitung stellt den Ausgangspunkt der Arbeit dar und beleuchtet die Begriffslandschaft der Transformationsforschung. Sie betont die Bedeutung der Entwicklungssoziologie und der akteurtheoretischen Ansätze sowie die Problematik eurozentrischer Perspektiven in der Entwicklungstheorie.
Kapitel 2 beleuchtet verschiedene Ansätze der Transformationsforschung und fokussiert auf den Begriff der „strategischen Gruppe“. Es diskutiert sowohl systemtheoretische als auch akteurtheoretische Perspektiven und stellt die Konzepte von Elias und Schimank vor.
Kapitel 3 führt das Konzept der „strategischen Gruppen“ näher aus und untersucht die Eigenschaften und das strategische Handeln von Akteuren. Es analysiert auch die Kritik am Konzept und beleuchtet die Bedeutung der „Konfliktfähigkeit“ für die Bildung strategischer Gruppen.
Kapitel 4 konzentriert sich auf den Fall Namibia und zeichnet die Entstehung des Namibia-Konflikts sowie die verschiedenen Konfliktlösungsvorschläge nach. Es beschreibt auch die Transition vom autoritären zum demokratischen System in Namibia und beleuchtet die aktuelle Situation der Demokratie.
Kapitel 5 untersucht Namibia im Lichte des Konzepts der strategischen Gruppen und beleuchtet die Rolle der SWAPO sowie anderer strategischer Gruppen wie Staatsbeamte, das Militär und wirtschaftliche Unternehmer. Es analysiert die Handlungsmuster dieser Gruppen und die Einflüsse von Neopatrimonialismus, Klientelismus und ethnischen Faktoren.
Demokratisierung, Transformation, postkoloniale Entwicklung, Namibia, strategische Gruppen, Akteure, Handlungsmuster, Neopatrimonialismus, Klientelismus, ethnische Faktoren, SWAPO, Eliten, Konfliktfähigkeit, Südafrika, UN-Resolution 435, Transitionsverlauf, Entwicklungssoziologie, transformationsforschung
Strategische Gruppen sind Akteure (wie Eliten, Militär oder Beamte), die durch gemeinsames Handeln versuchen, Ressourcen zu kontrollieren und gesellschaftliche Veränderungen zu ihren Gunsten zu beeinflussen.
Die Transition in Namibia war kein idealtypischer Verlauf; sie war geprägt vom Namibia-Konflikt, der UN-Resolution 435 und dem Übergang von einem autoritären südafrikanischen System zur Unabhängigkeit.
Die SWAPO ist der Ausgangspunkt der politischen Elite Namibias und fungiert als dominierende strategische Gruppe, die den Staat und seine Ressourcen maßgeblich prägt.
Es beschreibt ein System, in dem formale staatliche Strukturen existieren, die tatsächliche Macht aber über informelle Patronage- und Klientelbeziehungen ausgeübt wird.
Politisierte Ethnizität wird oft von strategischen Gruppen genutzt, um Loyalitäten zu sichern und Machtansprüche innerhalb des postkolonialen Staates zu legitimieren.
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