Bachelorarbeit, 2013
51 Seiten, Note: 1,3
1. Industrieökonomische Betrachtung von Werbung
1.1.Relevanz der Thematik aus wissenschaftlicher und praktischer Perspektive
1.2.Aufbau der Arbeit zur Beantwortung der Forschungsfragen
2. Theoretische Grundlagen zur Werbung
2.1.Definition von Werbung
2.2.Ökonomische Sichtweisen von Werbung
2.2.1. Informative Perspektive
2.2.2. Suggestive Perspektive
2.2.3. Komplementäre Perspektive
3. Empirische Analysen zu allgemeinen Effekten von Werbung
3.1.Direkte Effekte
3.1.1. Auswirkung der Werbung auf den Umsatz
3.1.2. Skaleneffekte
3.2.Indirekte Effekte
3.2.1. Auswirkung auf die Konzentration
3.2.2. Auswirkung auf den Gewinn
3.2.3. Werbung als Markteintrittsbarriere
3.2.4. Auswirkung auf den Preis
3.2.5. Signalwirkung der Werbung
4. Theoretische Modelle zur Wirkung von Werbung auf die Nachfrage und das Marktergebnis
4.1.Zentrale Annahmen
4.2.Graphische und analytische Darstellung des Marktergebnisses mit Werbung
4.2.1. Eine positive Theorie: Das Dorfman-Steiner-Theorem
4.2.2. Eine normative Theorie nach Dixit und Norman
4.2.3. Wohlfahrtsanalyse nach Bester
4.2.3.1. Grundannahmen
4.2.3.2. Produktwerbung
4.2.3.3. Preiswerbung
4.2.3.4. Rabattwerbung
5. Fazit / Schlussbetrachtung
Das primäre Ziel dieser Bachelorarbeit ist die industrieökonomische Analyse der ökonomischen Rolle von Werbung. Dabei wird untersucht, wie Werbung den Markt und das Marktergebnis beeinflusst und welche theoretischen Modelle existieren, um die Auswirkungen von Werbung auf die Wohlfahrt fundiert zu bewerten.
4.2.1. Eine positive Theorie: Das Dorfman-Steiner-Theorem
Eine positive Theorie beschreibt die Welt, wie sie in Wirklichkeit ist, d.h. sie beschreibt in diesem Kontext, wie sich Konsumenten/Unternehmen tatsächlich verhalten (vgl. Thaler, 1980, S.39). Die folgende positive Theorie nach Dorfman und Steiner (1954) repräsentiert den Monopol-Fall, welcher als Vereinfachung für das grundlegende Verständnis der optimalen Werbeentscheidung dienen soll. Sie zählt zu den ersten formalen Theorien zur Werbebudget-Optimierung und gilt als Rahmenkonzept, mithilfe dessen weitere Theorien zum Thema der monopolitischen Werbeentscheidung entwickelt werden konnten (vgl. Bagwell, 2005, S.55).
Dorfman und Steiner betrachten in ihrem Modell ein Ein-Produkt-Unternehmen, welches das Ziel der Gewinnmaximierung verfolgt (vgl. Kistner, 1996, S.227). Werbung wird definiert als Ausgabe, die die Lage oder den Verlauf der Nachfragefunktion des Unternehmens beeinflusst. Sie spiegelt fixe Kosten wider, d.h. diese Kosten fallen unabhängig vom produzierten Output an. Das Unternehmen verfügt über alle entscheidungsrelevanten Informationen, d.h. sowohl Nachfrage- als auch Kostenfunktion sind bekannt (vgl. Behrens, 1996, S.217).
Das Unternehmen sieht sich nun mit zwei Entscheidungen konfrontiert: 1. Die Bestimmung des Preises für das Produkt und 2. Die Festlegung des Werbeetats mit dem Ziel der Gewinnmaximierung (vgl. Dorfman & Steiner, 1954, S.826). Daraus ergibt sich für die Nachfrage des Unternehmens eine Funktion des Preises und des Werbebudgets. P(q, w) stellt somit die Preis-Absatz-Funktion des Unternehmens dar, wobei q die Menge und w das Werbebudget bezeichnen (vgl. Tirole, 1995, S.224). Dorfman und Steiner stellen den Zusammenhang zwischen Menge pro Zeiteinheit q, Preis p und dem Werbebudget w wie folgt dar, wobei f (p, w) als stetig und differenzierbar angenommen wird:
1. Industrieökonomische Betrachtung von Werbung: Einführung in die ökonomische Relevanz von Werbung und Darstellung des Aufbaus der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen zur Werbung: Definition des Werbebegriffs und Vorstellung der informativen, suggestiven sowie komplementären Perspektiven.
3. Empirische Analysen zu allgemeinen Effekten von Werbung: Detaillierte Betrachtung direkter Effekte (Umsatz, Skaleneffekte) und indirekter Effekte (Konzentration, Gewinn, Markteintritt, Preis, Signalwirkung).
4. Theoretische Modelle zur Wirkung von Werbung auf die Nachfrage und das Marktergebnis: Formale Analyse anhand von Modellen wie Dorfman-Steiner, Dixit-Norman und Bester.
5. Fazit / Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Bewertung der ökonomischen Rolle von Werbung und Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf.
Industrieökonomik, Werbung, Werbebudget, Nachfragefunktion, Wohlfahrtsanalyse, Monopol, Preiselastizität, Skaleneffekte, Markteintrittsbarrieren, Dorfman-Steiner-Theorem, Dixit-Norman-Modell, Bester-Modell, Gewinnmaximierung, Signalwirkung, Konsumentenrente
Die Arbeit untersucht die ökonomische Wirkung von Werbung auf Märkte und Unternehmen aus industrieökonomischer Sicht.
Die Schwerpunkte liegen auf der Differenzierung von Werbeeffekten, der Modellierung von Werbebudgetentscheidungen und der wohlfahrtsökonomischen Bewertung von Werbestrategien.
Das Ziel ist es, wissenschaftlich fundierte Modelle vorzustellen und zu erläutern, wie sich Werbung auf das Marktergebnis und die Wohlfahrt auswirkt.
Es wird ein theoretisch-analytischer Ansatz verfolgt, der mikroökonomische Modellbildungen, wie das Dorfman-Steiner-Theorem und Wohlfahrtsanalysen nach Bester, mit empirischen Befunden verknüpft.
Im Hauptteil werden zentrale Annahmen definiert und verschiedene theoretische Modelle zur Nachfrage- und Markteffizienz unter dem Einfluss von Werbung mathematisch und graphisch hergeleitet.
Zu den Kernbegriffen gehören unter anderem Industrieökonomik, Werbebudgetierung, Marktkonzentration, Preiselastizität und Wohlfahrtsökonomik.
In der informativen Sichtweise hilft Werbung bei der Informationssuche und Marktransparenz, während sie in der suggestiven Sichtweise Präferenzen manipuliert und Markteintrittsbarrieren schafft.
Es bietet einen formalen Rahmen für Manager, um das optimale Verhältnis zwischen Preis und Werbeausgaben zur Gewinnmaximierung zu bestimmen.
Bester unterscheidet zwischen Produkt-, Preis- und Rabattwerbung und zeigt, dass diese unterschiedliche Auswirkungen auf Konsumenten- und Produzentenrente haben.
Wie durch Dixit und Norman dargelegt, kann ein übermäßiger Werbeeinsatz zu einer ineffizienten Ressourcenallokation führen, da die Kosten der Werbung den Wohlfahrtsgewinn aus höheren Umsätzen übersteigen können.
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