Diplomarbeit, 2010
61 Seiten
1. Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Grundlagen
2.1 Devisenmarkt und Wechselkurs
2.1.1 Funktionen des Devisenmarktes
2.1.2 Konzept des Wechselkurses
2.1.2.1 Kaufkraftparität und realer Wechselkurs
2.1.2.2 Effektiver Wechselkurs
2.1.2.3 Bestimmungsfaktoren von Wechselkursen
2.2 Wechselkurssysteme
2.2.1 Entwicklung der internationalen Wechselkurssysteme
2.2.2 Klassifikation von Wechselkurssystemen
2.2.3 Vorteile und Nachteile von festen und flexiblen Wechselkursen
2.3 Wechselkurspolitik
2.3.1 Kriterien für die Wahl eines Wechselkursregimes
2.3.2 Gründe für aktive Wechselkurspolitik
3. Die Wechselkurspolitik von China
3.1 Historische Entwicklung
3.1.1 (1953-1978)Fester Wechselkurs unter Zentralverwaltung
3.1.2 (1978-1993)Das Wechselkurssystem in der Wirtschaftsreform
3.2 Wechselkurspolitik seit 1994
3.2.1 1994-2005: Einheitliches „Managed Floating“
3.2.2 2005 bis heute: Der Währungskorb
3.3 Analyse der Entscheidung für die Wechselkurspolitik in China
3.3.1 Erfolgsfaktoren für die Wirtschaftsentwicklung
3.3.2 Neue Forderungen
3.3.2.1 Autonomie der Geldpolitik
3.3.2.2 Gleichgewicht der ökonomischen Entwicklung
3.3.2.3 Anwendung der Devisenreserven
4. Auseinandersetzungen über eine Aufwertung des RMB
4.1 Die Handelsungleichheit zwischen den USA und China
4.2 Ein Beispiel aus Japan
5. Fazit
Diese Arbeit analysiert die Entwicklung der chinesischen Wechselkurspolitik seit 1990 und untersucht deren Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung des Landes. Dabei wird insbesondere der internationale Druck zur Aufwertung des Renminbi (RMB) vor dem Hintergrund der Handelsungleichgewichte, vor allem gegenüber den USA, beleuchtet und die Zukunftsfähigkeit des aktuellen Regimes kritisch hinterfragt.
3.1 Historische Entwicklung
Seit der Gründung der People’s Bank of China (PBoC, Zentralbank von China) im Jahr 1948 erlebte das chinesische Wechselkurssystem drei wichtige Phasen: fester Wechselkurs, duale Wechselkursregime und teilweise flexibler Wechselkurs. Nach der Neugründung der Republik im Jahr 1949 war der Wechselkurs noch nicht einheitlich reguliert, weil die Preisniveaus im Inland unterschiedlich waren. Nach dem sowjetischen Vorbild erfuhr die Wirtschaftpolitik von China in der Zeit von 1949 bis 1952 einen Übergang zu einer streng Planwirtschaft. Im Jahr 1950 hat die PBoC den Wechselkurs einheitlich reguliert und private Devisengeschäfte per Gesetz verboten. Der Staat ersetzte die Rolle des Markts bei der Verteilung von Ressourcen und Investitionen, um eine schnellstmögliche Industrialisierung und höchstmögliches Wirtschaftswachstum zu erreichen. Der Wechselkurs des RMB wurde vollständig von der PBoC bestimmt.
1. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Aufstieg Chinas zur offenen Wirtschaft und definiert das Ziel, die Entwicklung der Wechselkurspolitik seit 1990 sowie deren Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung zu analysieren.
2. Grundlagen: Hier werden die theoretischen Fundamente zum Devisenmarkt, zu Wechselkurssystemen sowie zur Wechselkurspolitik gelegt, um ein Verständnis für die komplexen Mechanismen der Währungssteuerung zu schaffen.
3. Die Wechselkurspolitik von China: Das Hauptkapitel beschreibt die historische Transformation des chinesischen Systems von einer Planwirtschaft bis zum heutigen "Managed Floating" und analysiert die Gründe hinter diesen strategischen Entscheidungen.
4. Auseinandersetzungen über eine Aufwertung des RMB: Dieses Kapitel thematisiert den internationalen Druck auf China aufgrund von Handelsbilanzungleichgewichten, insbesondere im Verhältnis zu den USA, und zieht Lehren aus der historischen Entwicklung in Japan.
5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass China langfristig auf eine transparentere und flexiblere Wechselkurspolitik angewiesen ist, um schrittweise und stabil auf externe Schocks reagieren zu können.
Wechselkurspolitik, Renminbi, China, PBoC, Devisenreserven, Wechselkurssystem, Managed Floating, Handelsbilanz, Wirtschaftsentwicklung, Währungskorb, Kapitalverkehrskontrollen, Dollar, US-Handelsbilanzdefizit, Wirtschaftswachstum, Preisstabilität
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den Hintergründen der chinesischen Wechselkurspolitik seit 1990 und bewertet, wie diese die wirtschaftliche Entwicklung des Landes beeinflusst hat.
Die Arbeit behandelt die Grundlagen des Devisenmarktes, die Evolution chinesischer Wechselkurssysteme, die Handelsbeziehungen zwischen China und den USA sowie die Risiken einer rasanten Währungsaufwertung.
Die Untersuchung zielt darauf ab zu analysieren, wie sich die chinesische Wechselkurspolitik historisch gewandelt hat, welche Rolle sie für Chinas Wirtschaftswachstum spielte und wie die Zukunft der RMB-Politik gestaltet sein sollte.
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven und analytischen Literatur- sowie Datenanalyse, die wirtschaftstheoretische Konzepte (wie das "Impossible Trinity" Modell) mit empirischen Entwicklungen und statistischen Daten abgleicht.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die spezifische historische und gegenwärtige Ausgestaltung der Wechselkurspolitik Chinas sowie eine detaillierte Analyse der Handelskonflikte mit den USA.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Wechselkurspolitik, Renminbi, Handelsbilanz, Devisenreserven und Wirtschaftsentwicklung.
Japan dient als Fallbeispiel, um die Gefahren einer durch äußeren Druck erzwungenen, rasanten Aufwertung einer Währung aufzuzeigen und die Risiken für die wirtschaftliche Stabilität des eigenen Finanzsystems zu illustrieren.
Der Autor argumentiert, dass die hohen Devisenreserven zwar ein Zeichen für wirtschaftlichen Erfolg sind, jedoch auch ein Resultat einer unausgewogenen Entwicklung darstellen und aktiv diversifiziert werden müssen.
Nein, der Autor warnt eindringlich vor einer sofortigen, rasanten Aufwertung und plädiert stattdessen für einen schrittweisen Prozess, der dem Finanzsystem Zeit zur Anpassung lässt.
Der Autor sieht die USA und China in einem symbiotischen Verhältnis und betont, dass eine einseitige Aufwertung des RMB das strukturelle Handelsbilanzdefizit der USA nicht lösen wird, solange dort keine internen strukturellen Reformen stattfinden.
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