Masterarbeit, 2012
73 Seiten, Note: 1,1
1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIEL UND AUFBAU DER ARBEIT
2. HISTORISCHES LERNEN AM BEGINN DES GESCHICHTSUNTERRICHTES
2.1 ZIELE DES GESCHICHTSUNTERRICHTES IN DER BERLINER GRUNDSCHULE
2.1.1 GESCHICHTSBEWUSSTSEIN
2.1.2 HISTORISCHES ERKENNTNISINTERESSE
2.1.3 KOMPETENZEN
2.2 SACHQUELLEN UND GEGENSTÄNDLICHE MEDIEN ALS BASIS DES GESCHICHTSUNTERRICHTS
3. DIE MITTELEUROPÄISCHE BRONZEZEIT
3.1 GRUNDZÜGE DER EPOCHE
3.2 DIE MITTELEUROPÄISCHE BRONZEZEIT IM SCHULCURRICULUM
3.2.1 STELLENWERT DER EPOCHE IN DEN LEHRPLÄNEN
3.2.2 STELLENWERT DER EPOCHE IN DEN SCHULBÜCHERN
3.2.3 STELLENWERT DER EPOCHE IN DIDAKTISCHEN PUBLIKATIONEN
4. QUALITATIVE STUDIE ZUR MITTELEUROPÄISCHEN BRONZEZEIT IN DER VORSTELLUNGSWELT VON GRUNDSCHÜLERN
4.1 METHODISCHE VORGEHENSWEISE
4.1.1 GRUPPENDISKUSSION
4.1.2 DURCHFÜHRUNG
4.1.3 AUFBEREITUNG UND AUSWERTUNG
4.1.4 BEWERTUNG DER AUSGEWÄHLTEN METHODE UND AUSBLICK FÜR WEITERE FORSCHUNGEN
4.2 ERGEBNISSE DER GRUPPENDISKUSSIONEN
4.2.1 DIE BRONZEZEIT IM GESCHICHTSBEWUSSTSEIN DER SCHÜLER
4.2.2 DAS SCHÜLERINTERESSE AN DER BRONZEZEIT
4.2.3 DIE KOMPETENZEN DER SCHÜLER
4.2.4 ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE
5. SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DEN UNTERRICHT
5.1 DAS DIDAKTISCHE POTENTIAL DES THEMAS BRONZEZEIT
5.2 MÖGLICHKEIT DER DIDAKTISCHEN UMSETZUNG
6. SCHLUSSBETRACHTUNG
Diese Masterarbeit untersucht das bisher kaum erforschte didaktische Potential der mitteleuropäischen Bronzezeit für den Geschichtsunterricht in der Grundschule, um Möglichkeiten aufzuzeigen, wie diese Epoche kompetenzorientiert und schülernah vermittelt werden kann.
Die mitteleuropäische Bronzezeit
Die symbolische Verknüpfung von Metallen und Zeitaltern ist spätestens seit der Antike eine beliebte Umschreibung von verschiedenen Stadien des Menschen. Bei Hesiod, Lukrez, Ovid, oder in der persischen Apokalypse Bahman Yasht finden sich goldene, silberne und eherne Zeitalter. Im 19. Jahrhundert avancierte diese Idee zu der Grundlage einer Wissenschaft. Der dänische Altertumsforscher Thomsen entwickelte 1836 das Dreiperiodensystem. Zeitgleich beschrieb Danneil in Deutschland die Abfolge von Stein-, Bronze- und Eisenzeit. Beide Forscher charakterisierten zum ersten Mal eine Epoche durch die Vergesellschaftung von Gräber, Waffen, Schmuck und Keramik. Sie haben damit den wissenschaftlichen Grundstein für die Archäologie gelegt. Die Bronzezeit als archäologische Epoche war „entdeckt“ und konnte in den letzten 200 Jahren immer umfassender und genauer beschrieben werden.
Die ersten für die Öffentlichkeit bemerkenswertesten Erforschungen geschahen am Ende des 19. Jahrhunderts im Mittelmeerraum, Schliemann entdeckte Troja und Mykene, Evans grub Knossos auf Kreta. Aber auch im mitteleuropäischen Raum erregten außergewöhnliche Funde, wie der Grabhügel von Leubingen (1877), oder die Goldhüte von Avanton (1844) und Schifferstadt (1835) immer wieder zumindest das regionale Interesse.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts mutierte die Archäologie mit dem Ansatz der ethischen Deutung von Kulturgruppen des Berliner Archäologen Kossinna zur „hervorragenden nationalen Wissenschaft“. Das NS-Regime nutzte die Theorie des nordischen Ursprungs der Germanen in der Bronzezeit, welche wissenschaftlich nicht haltbar ist, für die Verbreitung ihrer Ideologie. Dieses Erbe belastete nach dem Zweiten Weltkrieg lange die Wissenschaft. Die Aufarbeitung im größeren Umfang begann erst nach der „Wende“ und ist noch lange nicht abgeschlossen.
1. EINLEITUNG: Die Arbeit identifiziert eine Lücke in der geschichtsdidaktischen Forschung zur Bronzezeit in der Grundschule und begründet die Relevanz einer explorativen, qualitativen Studie.
2. HISTORISCHES LERNEN AM BEGINN DES GESCHICHTSUNTERRICHTES: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des historischen Lernens, wie Geschichtsbewusstsein, Erkenntnisinteresse und Kompetenzorientierung, sowie die Bedeutung von Sachquellen als Unterrichtsmedium.
3. DIE MITTELEUROPÄISCHE BRONZEZEIT: Hier wird die fachwissenschaftliche Basis der Bronzezeit dargelegt und deren oft reduzierte, technikzentrierte Darstellung in Lehrplänen, Schulbüchern und didaktischen Publikationen kritisch hinterfragt.
4. QUALITATIVE STUDIE ZUR MITTELEUROPÄISCHEN BRONZEZEIT IN DER VORSTELLUNGSWELT VON GRUNDSCHÜLERN: Das Kernstück der Arbeit dokumentiert die empirische Untersuchung mittels Gruppendiskussionen, um die Vorstellungen, das Interesse und die Kompetenzen von Grundschülern im Umgang mit dem Thema Bronzezeit zu analysieren.
5. SCHLUSSFOLGERUNGEN FÜR DEN UNTERRICHT: Auf Basis der Ergebnisse wird das didaktische Potential der Bronzezeit hervorgehoben und ein exemplarischer didaktischer Umsetzungsweg anhand des Berliner Goldhutes skizziert.
6. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit endet mit einer zusammenfassenden Einschätzung, dass trotz der Bedeutung der Epoche für das historische Lernen eine stärkere Einbindung in die Lehrerausbildung und eine engere Zusammenarbeit von Schule und Archäologie notwendig ist.
Bronzezeit, Geschichtsbewusstsein, Grundschule, Archäologie, Sachquellen, historisches Lernen, Kompetenzorientierung, Gruppendiskussion, Ur- und Frühgeschichte, Geschichtsdidaktik, Schulbuchanalyse, Unterrichtsgestaltung, Goldkegel, Zeitkonzept, Schülerinteresse
Die Arbeit untersucht das didaktische Potential der mitteleuropäischen Bronzezeit für den Geschichtsunterricht in der Berliner Grundschule und wie dieses Thema schülernah vermittelt werden kann.
Die Schwerpunkte liegen auf dem historischen Lernen zu Beginn des Unterrichts, der Vermittlung durch archäologische Sachquellen, der fachwissenschaftlichen Einordnung der Bronzezeit sowie der Analyse des Schülerinteresses an dieser Epoche.
Ziel ist es, empirisch zu prüfen, wie die Bronzezeit im Geschichtsbewusstsein von Grundschülern verankert ist, welches Interesse sie dafür aufbringen und welche Kompetenzen durch die Auseinandersetzung mit dieser Epoche gefördert werden können.
Es wurde ein qualitativer, explorativer Forschungsansatz gewählt. Als zentrales Instrument dienten zwei Gruppendiskussionen mit Kindern der 5. Klasse, deren Ergebnisse nach der dokumentarischen Methode ausgewertet wurden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung des historischen Lernens, eine fachwissenschaftliche Darstellung der Bronzezeit, eine Analyse ihrer Stellung im aktuellen Schulcurriculum sowie die Durchführung und Auswertung der empirischen Studie.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören: Bronzezeit, Geschichtsbewusstsein, Sachquellen, historisches Lernen, Kompetenzorientierung, empirische qualitative Studie und fachdidaktische Analyse.
Die Studie zeigt, dass Schüler ein großes Interesse an „fremdartigen“ und rätselhaften Gegenständen haben, was ideal für die Anbahnung eines entdeckenden Lernprozesses und die Schulung der Fragekompetenz genutzt werden kann.
Die Autorin kritisiert, dass das Thema Bronzezeit oft zu stark auf reine Metallurgie reduziert und an den Rand der Lehrpläne gedrängt wird, wodurch wertvolle Chancen für interkulturelles Lernen und Kompetenzentwicklung ungenutzt bleiben.
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