Diplomarbeit, 2001
165 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen
3. Theoretische Grundlagen der Konfliktbearbeitung
3.1. Entstehung und Entwicklung von Konflikten
3.2. Mediation
3.3. Krisenprävention
3.4. Krisenmanagement
4. Konfliktbearbeitung durch die Europäische Union
4.1. Mediation
4.2. Krisenprävention
4.3. Krisenmanagement
5. Die Konfliktbearbeitung der EU im Sezessionsprozess Jugoslawiens an ausgewählten Fallbeispielen
5.1. Der Bürgerkrieg in Bosnien Herzegowina
5.2. Der Kosovo-Konflikt
5.3. Die Krise in der Ehemaligen Jugoslawischen Republik Mazedonien
6. Europäische Konfliktbearbeitung in der Analyse
6.1. Mediation
6.2. Krisenprävention
6.3. Krisenmanagement
7. Schlussbetrachtung
Die Diplomarbeit untersucht die Mechanismen der Europäischen Union zur Konfliktbearbeitung im Kontext des Zerfallsprozesses Jugoslawiens. Ziel ist es, die Entwicklung der EU von einem rein wirtschaftlich ausgerichteten Akteur hin zu einer Union mit aktiver Außen- und Sicherheitspolitik zu analysieren und deren Effektivität anhand konkreter Krisenherde zu bewerten.
3.1. Entstehung und Entwicklung von Konflikten
Grundlegend spricht man von einem Konflikt, wenn „zwischen zwei oder mehr Parteien – wobei es sich um Personen, Gruppen oder Staaten handeln kann – eine Situation eintritt, in der mindestens eine Partei einen Gegensatz in Bezug auf ihre Interessen, Bedürfnisse oder Ziele wahrnimmt und sich bei der Realisierung der selben durch die andere(n) Partei(en) beeinträchtigt fühlt“24.
In der wissenschaftlichen Verwendung stellt sich diese Definition als nicht hinreichend genug dar, da sie zwar den Kern eines Konfliktes beschreibt, jedoch nicht auf dessen Entstehung, seine Entwicklung, sowie auf seine Struktur- und Erscheinungsmerkmale eingeht. Daher ist es an dieser Stelle notwendig, ein differenzierteres Bild von Konflikten zu erarbeiten.
Unstrittig ist, dass Konflikte ein zentrales Element menschlicher Entwicklung sind, die sowohl destruktive wie auch kreative Potentiale freisetzen, ohne die es jedoch auch Stagnationen im Zivilisationsprozeß gegeben hätte. Eine erste Abstufung von Konflikten vollzieht man anhand der Austragungsart der Interessengegensätze25. Auf der einen Seite können Konflikte mit friedlichen Mitteln beigelegt werden, was mit Sicherheit die wünschenswertere Austragungsvariante darstellt. Auf der anderen Seite verlaufen Konflikte auch gewaltsam, was in der Regel dramatische Folgen nach sich zieht.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die globale Konfliktsituation nach dem Kalten Krieg und führt in die Problematik des Balkans als Brennpunkt ethnischer Spannungen ein.
2. Methodisch-didaktische Vorüberlegungen: Dieses Kapitel erläutert den analytischen Rahmen der Arbeit, der das EU-Handeln in einen konflikttheoretischen Kontext setzt.
3. Theoretische Grundlagen der Konfliktbearbeitung: Hier werden zentrale Begriffe wie Mediation, Krisenprävention und Krisenmanagement definiert und in ein Phasenmodell des Konfliktverlaufs integriert.
4. Konfliktbearbeitung durch die Europäische Union: Dieses Kapitel untersucht die Entwicklung und die strukturelle Verankerung der Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) der EU.
5. Die Konfliktbearbeitung der EU im Sezessionsprozess Jugoslawiens an ausgewählten Fallbeispielen: Eine detaillierte Analyse der EU-Interventionen in Bosnien-Herzegowina, dem Kosovo und Mazedonien.
6. Europäische Konfliktbearbeitung in der Analyse: Eine kritische Bewertung der Wirksamkeit der europäischen Instrumente sowie der strukturellen Fortschritte der Union.
7. Schlussbetrachtung: Zusammenfassung der Erkenntnisse und Einordnung der EU als Akteur in der globalen Sicherheitspolitik.
Europäische Union, Konfliktbearbeitung, Krisenmanagement, Krisenprävention, Mediation, Jugoslawien-Zerfall, Sicherheitspolitik, GASP, ethnopolitische Konflikte, Friedenskonsolidierung, Außenpolitik, Balkan, zivilisatorisches Hexagon, Konflikttransformation.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle der Europäischen Union als Akteur in der Krisen- und Konfliktbearbeitung, insbesondere während des Zerfallsprozesses Jugoslawiens.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Konfliktforschung sowie die Entwicklung europäischer Instrumente zur Krisenbewältigung, namentlich Mediation, Prävention und Management.
Es soll analysiert werden, wie die EU auf externe Krisen reagiert, welche Instrumente sie hierfür nutzt und ob sie diese erfolgreich zur Friedenssicherung einsetzen kann.
Die Arbeit nutzt eine konflikttheoretische Rahmung und eine fallbasierte Analyse (Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Mazedonien), gestützt auf Sekundärliteratur und Dokumentenanalyse.
Der Hauptteil analysiert die strukturelle Entwicklung der GASP und ihre praktische Anwendung in den genannten Fallbeispielen sowie die kritische Analyse der Wirksamkeit dieser Maßnahmen.
Schlüsselbegriffe sind Krisenprävention, Krisenmanagement, Mediation, Konflikttransformation und das zivilisatorische Hexagon.
Der Autor konstatiert ein weitgehendes Scheitern der frühen Bemühungen der EU und betont die Randposition, die die Union im Vergleich zur Kontaktgruppe und den USA innehatte.
Mazedonien wird als aktuellster Fall angeführt, in dem die EU erstmals eine führende Rolle einnimmt, wobei jedoch strukturelle Schwächen in der Umsetzung der Konfliktlösung deutlich werden.
Die Prävention setzt bereits bei der Verhinderung einer Eskalation an, während das Krisenmanagement (als reaktives Instrument) erst dann zum Einsatz kommt, wenn sich eine Krise bereits in der Zuspitzung befindet.
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