Fachbuch, 2011
41 Seiten
I. Kapitel
1. Einleitung
2. Ambulante Wohngruppe
3. Wohnsituation
3.1. Hilfsmittelversorgung
3.2. Situative Kurzeinführung
4. Biografie der Klientin
5. Zugangseröffnung
6. Datenerhebung
6.1 Pflegediagnosen
6.1.1 Gefahr des Gesundheitsmanagementdefizits
6.1.2. Funktionale Urininkontinenz
6.1.3. Beschäftigungsdefizit
6.1.4. Selbstführsorgedefizit: Körperpflege, Grad I
6.1.5. Vereinsammungsgefahr
6.2. Barthel Index
7. Ausblick
II. Kapitel
1. Einleitung
2. Hilfeplanung und Serviceplanerstellung
3. Linking
4. Intervention – Durchführung
5. Monitoring
III. Kapitel
1. Einleitung
2. Abschlussgespräch
3. Evaluation Abschlussfragebogen
3.1. Qualitätskriterien
3.1.1. Ergebnisqualität
3.1.2. Prozessqualität
3.1.3. Strukturqualität
4. Ausblick
Diese Arbeit bietet eine praxisorientierte Einführung in das Case Management im Gesundheitswesen. Ziel ist es, den gesamten Prozess der Fallarbeit — von der Erstaufnahme über die Hilfeplanung und Intervention bis hin zur Evaluation — anhand konkreter Fallbeispiele zu veranschaulichen und wissenschaftlich fundiert darzulegen.
Erstgespräch
Im Erstgespräch habe ich die Klientin informiert. Sie hörte sehr interessiert zu und stellte auch vereinzelt Fragen. Unter dem Begriff Case Management konnte Sie sich nichts vorstellen. Dies lag daran, dass sie sich nicht erinnern konnte, den Begriff schon einmal gehört zu haben. Ein weiterer Grund für ihre Unkenntnis lag in den englischen Begrifflichkeiten. Das Problem der ersten terminologischen Aufklärung habe ich gleich gelöst und ihr anhand eines Beispiels mein mögliches Wirkungsspektrum erklärt. Bei dieser Erklärung habe ich großen Wert auf die Sinnerkennung durch die Klientin. für meine Arbeit gelegt. Im Kontext der Aufklärung der möglichen Klientin habe ich sie auch über die notwendige Zustimmung ihrer gesetzlichen Betreuerin informiert. Wir waren uns beide einig, dass ich mit dieser sprechen soll, da die Klientin an einem Case Management meinerseits interessiert ist. In diesem Zusammenhang habe ich ihr erklärt, dass ich in der Wohngruppe arbeite und ggf. in einen Interessenkonflikt zwischen dem Case Management und meinem Arbeitgeber kommen könnte. Für diesen Fall haben wir uns darauf geeinigt, über auftretende Probleme zu sprechen, wenn sie auftreten. Es wurde auch dargelegt, dass diese Art der Probleme nicht auftreten müssen sondern können.
Die zukünftige Klientin wurde auch über Möglichkeiten und Grenzen des möglichen Case Managements informiert. Diese sind nicht ganz fest gegeben und werden sich ggf. im Rahmen der Arbeit mit der Klientin erweitern oder verschieben. Möglichkeiten ergeben sich u.a. aus einer Erweiterung des sich um die Klientin befindenden Hilfenetzwerkes von Angeboten und Möglichkeiten. Wie diese genau aussehen wird sich im weiteren Verlauf der Zusammenarbeit mit der möglichen Klientin ergeben.
I. Kapitel: Beschreibung der Ausgangssituation einer Klientin in einer ambulanten Wohngruppe für Demenzkranke, inklusive Biografie, Datenerhebung und Ermittlung des individuellen Hilfebedarfs.
II. Kapitel: Dokumentation der Hilfeplanung für einen männlichen Klienten nach einem Schlaganfall, Erstellung des Serviceplans sowie die Durchführung der Interventionen.
III. Kapitel: Abschluss des Case-Management-Prozesses durch Evaluation der Ergebnisse, Reflexion der Zielerreichung und Durchführung eines Abschlussgesprächs.
Case Management, Altenpflege, Hilfeplanung, Serviceplan, Assessment, ICF, Barthel-Index, Pflegediagnose, Demenz, Schlaganfall, Evaluation, Pflegequalität, Gesundheitswesen, Fallarbeit, Soziale Arbeit.
Die Arbeit behandelt die praktische Anwendung von Case Management Prozessen bei hilfebedürftigen Personen im Gesundheitswesen, insbesondere im geriatrischen Kontext.
Zu den Schwerpunkten zählen die Ermittlung des Hilfebedarfs, die Erstellung systematischer Servicepläne, die Koordination von Dienstleistern sowie die Dokumentation und Evaluation von Maßnahmen.
Das Ziel ist die Erhaltung oder Verbesserung der Lebensqualität und Eigenständigkeit der Klienten durch eine zielgerichtete, koordinierte und bedarfsgerechte Unterstützung.
Der Autor nutzt anerkannte Instrumente wie das Bio-Psycho-Soziale-Modell (ICF), den Barthel-Index sowie Pflegediagnosen nach Gordon, kombiniert mit einer systematischen Prozessdokumentation.
Im Hauptteil werden zwei Fallbeispiele (eine Klientin mit Demenz und ein Klient nach Schlaganfall) durch die Phasen des Case Managements begleitet, von der Erstaufnahme über die Planung bis zur Evaluation.
Begriffe wie "Linking", "Monitoring", "Serviceplan", "Sozialanwaltschaftliche Funktion" und "Qualitätskriterien" sind essenziell für das Verständnis der angewandten Methodik.
Die Rollentrennung zwischen Case Manager und Pflegekraft ist entscheidend, um Interessenkonflikte zu vermeiden und eine professionelle Distanz zu wahren, während gleichzeitig eine effiziente Unterstützung erfolgt.
Angehörige, insbesondere gesetzliche Betreuer, sind essenzielle Partner im Prozess, da sie maßgeblich an der Finanzierung, Organisation und Umsetzung der geplanten Maßnahmen mitwirken.
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