Diplomarbeit, 2013
76 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau
2 Krankenhausbetriebliche Grundlagen
2.1 Krankenhaus
2.2 System der deutschen Krankenhausversorgung
2.3 Krankenhausleistungen
2.4 Statistische Zahlen
2.5 Krankenhausträger
2.5.1 Öffentliche Krankenhäuser
2.5.2 Freigemeinnützige Krankenhäuser
2.5.3 Private Krankenhäuser
2.6 Betriebsführungsstruktur
2.7 Krankenhauspersonal
2.7.1 Ärztlicher Dienst
2.7.2 Pflegedienst
2.7.3 Wirtschafts- und Verwaltungsdienst
3 Mitarbeiterführung im Krankenhaus
3.1 Führung
3.2 Menschenbild
3.3 Verhaltenstheorie der Mitarbeiterführung
3.3.1 Eindimensionaler Führungsstil
3.3.2 Zweidimensionaler Führungsstil
3.3.3 Dreidimensionaler Führungsstil
4 Führungsstile bei Krankenhausträgern
4.1 Trägerspezifische Annahmen
4.2 Trägerunspezifische Annahmen
5 Schlussbetrachtung
Die Arbeit untersucht, welche Führungsstile bei unterschiedlichen Krankenhausträgern (öffentlich, freigemeinnützig, privat) angewendet werden und ob hierbei signifikante Unterschiede oder Gemeinsamkeiten existieren, wobei insbesondere der Einfluss der Trägerschaft auf die Personalführung beleuchtet wird.
2.5.1 Öffentliche Krankenhäuser
Krankenhäuser, die in öffentlich-rechtlicher Trägerschaft stehen, werden von Gebietskörperschaften, von Zusammenschlüssen solcher Körperschaften oder von sonstigen öffentlich-rechtlichen Vereinigungen betrieben oder unterhalten. Krankenhäuser, die sich im Eigentum einer öffentlich-rechtlichen Gebietskörperschaft befinden, können nach der föderalen Ebene als Krankenhäuser des Bundes, eines Landes oder einer/mehrerer Kommunen unterschieden werden. Der Bund unterhält die Bundeswehrkrankenhäuser. Auf Landesebene finden sich Universitätskliniken, Polizei- und Justizvollzugskrankenhäuser. Auf kommunaler Ebene stehen die städtischen Kliniken oder Zweckverbandskrankenhäuser. Als Beispiele für Einrichtungen in der Trägerschaft einer sonstigen öffentlich-rechtlichen Vereinigung lassen sich Krankenhäuser im Eigentum der Sozialversicherungsträger anführen, etwa Knappschaftskrankenhäuser.
Für die Gebietskörperschaften ist das Erbringen von Krankenhausleistungen eine öffentliche Aufgabe im Kontext der Daseinsvorsorge und dient dem Gemeinwohl. Gemäß den Krankenhausgesetzen der Länder fällt die Aufgabe der Krankenhausversorgung in den Pflichtbereich der kommunalen Gebietskörperschaften. In der Konsequenz werden öffentliche Krankenhäuser in großer Zahl von den Kommunen errichtet und unterhalten und unterstehen dabei der nach Art. 28 GG geschützten Selbstverwaltungsgarantie der Gemeinden. Das Subsidiaritätsprinzip verpflichtet die Gebietskörperschaften, nur dann ein Krankenhaus zu betreiben, wenn das Angebot der freigemeinnützigen oder privaten Krankenhäuser nicht ausreicht, eine flächendeckende und ausreichende Krankenversorgung zu gewährleisten.
1 Einleitung: Vorstellung der Ausgangssituation im Gesundheitswesen, der Zielsetzung der Arbeit sowie des geplanten Aufbaus.
2 Krankenhausbetriebliche Grundlagen: Definition des Krankenhauses, des Versorgungs- und Leistungssystems sowie Analyse der verschiedenen Krankenhausträger und des Krankenhauspersonals.
3 Mitarbeiterführung im Krankenhaus: Theoretische Auseinandersetzung mit Führungsbegriffen, Menschenbildern und verhaltenstheoretischen Führungsstilmodellen.
4 Führungsstile bei Krankenhausträgern: Kritische Untersuchung von trägerspezifischen und trägerunspezifischen Annahmen in Bezug auf die Führungspraxis.
5 Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Erkenntnisse der Arbeit und Plädoyer für weiterführende empirische Untersuchungen.
Krankenhaus, Krankenhausträger, Mitarbeiterführung, Führungsstil, Gesundheitswesen, Trägerschaft, öffentliche Krankenhäuser, freigemeinnützige Krankenhäuser, private Krankenhäuser, Führungstheorie, Krankenhausmanagement, Personalführung, Gesundheitsökonomie, Trägerschaftspluralität, Organisationsstruktur
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Trägerformen von Krankenhäusern und den jeweils praktizierten Führungsstilen.
Zentrale Themen sind die krankenhausbetrieblichen Rahmenbedingungen, die verschiedenen Trägermodelle (öffentlich, gemeinnützig, privat) und die verhaltenstheoretischen Ansätze der Führung.
Das Ziel ist es, Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Führungsverhalten bei unterschiedlichen Krankenhausträgern theoretisch herauszuarbeiten und zu analysieren.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse und der Anwendung bekannter Führungstheorien (z. B. Verhaltensgitter, 3-D-Programm) auf den spezifischen Kontext des Krankenhauses.
Der Hauptteil befasst sich mit den betrieblichen Grundlagen, der Personalschichtung im Krankenhaus, den verschiedenen Führungskonzepten sowie einer differenzierten Betrachtung der Trägereinflüsse auf die Führungspraxis.
Wichtige Begriffe sind Krankenhaus, Krankenhausträger, Mitarbeiterführung, Führungsstil, Trägerschaftspluralität und Krankenhausmanagement.
Die Trägerschaft beeinflusst durch unterschiedliche Zielsetzungen (z. B. Daseinsvorsorge vs. Gewinnmaximierung) die Leitbilder und damit indirekt die Erwartungen an das Führungspersonal.
Der 1.1-Stil ist durch Desinteresse an Mensch und Aufgabe gekennzeichnet, während der 9.9-Stil ein Optimum an Aufgabenorientierung und Mitarbeiterorientierung anstrebt.
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