Masterarbeit, 2012
152 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Ziel und Aufbau der Arbeit
2 Hausärztliche Versorgung im System der GKV
3 Aktuelle und zukünftige Entwicklung der hausärztlichen Versorgung in strukturdefizitären Regionen
3.1 Strukturdefizitäre Regionen
3.2 Bevölkerungstendenzen
3. 3 Entwicklung in der hausärztlichen Versorgung
3.4 Ursachen für die Entwicklung bei Hausärzten
3.5 Inanspruchnahme der hausärztlichen Versorgung
3.6 Bisherige Handlungsstrategien zur Verbesserung der Versorgungssituation
3.7 Zukünftige Herausforderungen und Prognose
4 GKV-Versorgungsstrukturgesetz
4.1 Vorbemerkung
4.2 Weiterentwicklung der Bedarfsplanung
4.2.1 Flexibilisierung der Planungsbereiche und Neuausrichtung der Verhältniszahlen
4.2.2 Ausbau der Einwirkungsmöglichkeiten der Länder
4.3 Ausbau und Flexibilisierung der Sicherstellungsinstrumente
4.3.1 Förderung der Delegation ärztlicher Leistungen
4.3.2 Förderung der Telemedizin
4.3.3 Erweiterte Möglichkeiten mobiler Versorgungskonzepte
4.3.4 Erweiterter Kreis zum Betreiben von Eigeneinrichtungen
4.3.5 Erweiterter Kreis der ermächtigungsfähigen Ärzte
4.3.6 Aufhebung der Residenzpflicht
4.3.7 Möglichkeit zur Einrichtung eines Strukturfonds
4.4 Anreize im vertragsärztlichen Vergütungssystem
5 Fazit
Die Masterarbeit untersucht den Beitrag des GKV-Versorgungsstrukturgesetzes (GKV-VStG) zur Verbesserung der hausärztlichen Versorgungssituation in strukturdefizitären Regionen Deutschlands vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des ärztlichen Nachwuchsmangels.
3.1 Strukturdefizitäre Regionen
Der BBR verwendet für die Zuordnung zu einem Kreistyp das Merkmal der Bevölkerungsdichte. Dieses Merkmal ist für die Charakterisierung strukturdefizitärer Regionen allerdings nicht hinreichend prägnant, da bei dieser Betrachtung die in den Regionen bestehenden Stärken und Schwächen nicht berücksichtigt werden. Als Basis für die Bestimmung strukturdefizitärer Regionen werden die Ausführungen von der Ministerkonferenz für Raumordnung (MKRO) herangezogen, da diese eine an den Entwicklungstendenzen orientierte Regions-Klassifikation vorsieht. Die MKRO legte zur Typisierung die folgenden Merkmale zugrunde: Ausstattung der Infra-, Wirtschafts- und Siedlungsstruktur, verkehrliche Anbindung, touristische und landwirtschaftliche Nutzungsmöglichkeiten sowie ökologische Gegebenheiten.
Strukturdefizitäre Regionen sind zumeist ländliche Räume mit einer geringen Einwohnerdichte, die sich in peripher liegenden Gebieten befinden und eine Vielzahl von infrastrukturellen Schwächen aufweisen. So ist das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) begrenzt und die Versorgung mit sozialer und technischer Infrastruktur unzureichend. Ferner bestehen wenige Beschäftigungsmöglichkeiten im industriellen sowie dienstleistungsorientierten Sektor, infolgedessen insbesondere die in der Landwirtschaft erwerbslos gewordenen Einwohner in dieser Region meist keinen neuen Arbeitsplatz finden.
1 Einleitung: Einführung in die Problematik der Sicherstellung einer flächendeckenden hausärztlichen Versorgung in Deutschland durch den demografischen Wandel.
2 Hausärztliche Versorgung im System der GKV: Darstellung der rechtlichen und organisatorischen Grundlagen der vertragsärztlichen Versorgung im Sozialgesetzbuch.
3 Aktuelle und zukünftige Entwicklung der hausärztlichen Versorgung in strukturdefizitären Regionen: Analyse der demografischen Tendenzen und Ursachen des Ärztemangels sowie der Auswirkungen auf die Inanspruchnahme.
4 GKV-Versorgungsstrukturgesetz: Detaillierte Untersuchung und Bewertung der Reforminstrumente des GKV-VStG zur Sicherstellung der Versorgung.
5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit des GKV-VStG zur Behebung der identifizierten Versorgungsdefizite.
GKV-Versorgungsstrukturgesetz, Hausärztliche Versorgung, Strukturdefizitäre Regionen, Bedarfsplanung, Demografischer Wandel, Ärztemangel, Niederlassungssteuerung, Vertragsarztrecht, Sicherstellungsinstrumente, Telemedizin, Delegation, Eigeneinrichtungen, Strukturfonds, Vergütungssystem
Die Arbeit analysiert, wie das GKV-Versorgungsstrukturgesetz dazu beitragen kann, die hausärztliche Versorgung in ländlich geprägten und strukturdefizitären Gebieten Deutschlands nachhaltig zu sichern.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen des demografischen Wandels, die Funktionsweise der ärztlichen Bedarfsplanung, Ursachen des Ärztemangels sowie Instrumente zur Versorgungssteuerung.
Das Ziel ist es, den Beitrag des GKV-VStG zur Verbesserung der Versorgungssituation kritisch zu hinterfragen und zu bewerten, ob die neuen gesetzlichen Maßnahmen tatsächlich zu einer adäquaten ärztlichen Versorgung führen.
Es handelt sich um eine literaturbasierte Analyse unter Einbeziehung von Daten zur Bedarfsplanung, demografischen Prognosen sowie Expertenberichten und Studien zu ärztlichen Nachwuchsthemen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Analyse der Ist-Situation in ländlichen Regionen, eine Untersuchung der Ursachen für das veränderte Berufsverhalten von Ärzten und eine detaillierte Prüfung der im GKV-VStG verankerten Sicherstellungsinstrumente.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Bedarfsplanung, Strukturfonds, Delegation ärztlicher Leistungen, Telemedizin und demografischer Wandel.
Das Gesetz räumt den Ländern erstmals erweiterte Mitspracherechte bei der Bedarfsplanung ein, um regionale Besonderheiten stärker in die Entscheidungsprozesse einzubringen.
Die Telemedizin wird als Instrument zur Arbeitsentlastung für Hausärzte und zur Verbesserung der Patientenbetreuung in abgelegenen Gebieten diskutiert, wobei die Finanzierung und Vergütung als kritische Faktoren identifiziert werden.
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