Bachelorarbeit, 2012
39 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Grundlegende Begriffe
2.1. Definition des Begriffes der Risikoselektion
2.1.1 direkte Risikoselektion
2.1.2 indirekte Risikoselektion
2.2 Definition des Begriffes Risikostrukturausgleich (RSA)
2.2.1 Hierarchical Condition Categories (HCC)
2.2.2 Pharmacy-based Cost Groups (PCG)
2.2.3 Diagnostic Cost Groups (DCG)
3 Übersicht der vergleichenden Nationen
3.1 Darstellung des Gesundheitswesens in Deutschland
3.2 Gestaltung des Risikostrukturausgleichs in Deutschland
3.3 Darstellung des Gesundheitswesens in den Niederlanden
3.4 Gestaltung des Risikostrukturausgleichs in den Niederlanden
3.5 Gesundheitswesen und Risikostrukturausgleich in der Schweiz
4 Vergleichende Analysen des Risikostrukturausgleichs
4.1 Vergleich der Klassifikationsmodelle
4.2 Vergleich des zeitlichen Bezugs
4.3 Vergleich der Ausgleichsparameter
4.4 Vergleich des Verfahrens der Weiterentwicklung
5 Abschließende Betrachtung
Die Arbeit analysiert die Ausgestaltung des Risikostrukturausgleichs (RSA) im Kontext des Wettbewerbs zwischen Krankenkassen. Ziel ist es, durch einen internationalen Vergleich zwischen Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz Optimierungspotenziale und zukünftige Weiterentwicklungsmöglichkeiten für das deutsche RSA-Modell zu identifizieren.
2.1.1 direkte Risikoselektion
Die direkte oder aktive Risikoselektion erfolgt, indem Krankenkassen Versicherungsnehmer anhand beobachtbarer Kriterien in nach erwarteten Kosten und Einnahmen differenzierten Gruppen zuordnen. Als solche beobachtbare Kriterien gelten vor allem Alter und Geschlecht. Mit Hilfe dieser Kategorisierung ist es für die Krankenkassen leicht erkennbar, ob die Aufnahme eines Versicherungsnehmers wünschenswert ist oder nicht. Hierbei stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung.
So können die Krankenkassen gegenüber hohen Risikotypen die Servicequalität verschlechtern, indem sie Anfragen nicht beantworten, Rechnungen nur zögerlich bezahlen oder sehr unfreundlich gegenüber den Versicherten im Kundendienstverhalten auftreten. Hingegen können gute Risiken beworben, mit Zusatzleistungen geködert werden und mit Geldleistungen zum Vertragsabschluss verleitet werden. Die Krankenkassen könnten Versicherten mit hohen erwarteten Kosten empfehlen sich bei anderen Versicherungsunternehmen zu versichern oder Versicherten mit einem hohem Kostenrisiko einen Geldbetrag anbieten, um sie zum Wechsel zu bewegen. Diese Praxis ist in der z. B. GKV illegal und dürfte auch in der Praxis nicht vorkommen.
1 Einleitung: Vorstellung des morbiditätsorientierten Risikostrukturausgleichs (Morbi-RSA) in Deutschland sowie Darlegung der Zielsetzung, die Weiterentwicklung des deutschen Systems durch einen Vergleich mit den Niederlanden und der Schweiz zu fördern.
2 Grundlegende Begriffe: Definition der zentralen Konzepte der Risikoselektion sowie des Risikostrukturausgleichs, ergänzt um eine Erläuterung der relevanten Klassifikationsmodelle (HCC, PCG, DCG).
3 Übersicht der vergleichenden Nationen: Darstellung der Gesundheitssysteme sowie der jeweiligen RSA-Ausgestaltung in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz.
4 Vergleichende Analysen des Risikostrukturausgleichs: Detaillierter Vergleich der Klassifikationsmodelle, zeitlichen Bezugsrahmen, Ausgleichsparameter sowie der Verfahren zur systemischen Weiterentwicklung in den betrachteten Ländern.
5 Abschließende Betrachtung: Zusammenfassende Bewertung der Analyseergebnisse mit der Schlussfolgerung, dass eine Morbiditätsorientierung in der Formel den Erklärungsgehalt wesentlich erhöht und eine institutionalisierte Expertenkommission zur Weiterentwicklung vorteilhaft wäre.
Risikostrukturausgleich, RSA, Morbi-RSA, Risikoselektion, Gesundheitsfonds, GKV, Krankenversicherung, Klassifikationsmodelle, HCC, PCG, DCG, Wettbewerb, Solidarprinzip, Gesundheitswesen, Ausgleichsparameter
Die Arbeit befasst sich mit der Ausgestaltung des Risikostrukturausgleichs in der Krankenversicherung und untersucht durch einen internationalen Vergleich, wie das deutsche System optimiert werden kann.
Im Fokus stehen die Mechanismen der Risikoselektion, die Funktionsweise des Morbi-RSA, Klassifikationsmodelle für Versichertenrisiken sowie die Finanzierungsstrukturen der Krankenversicherungen in Deutschland, den Niederlanden und der Schweiz.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten der Weiterentwicklung des RSA in Deutschland aufzuzeigen, indem erfolgreiche Ansätze aus den Niederlanden identifiziert und als Vorbild für eine sachliche und kontinuierliche Systemanpassung evaluiert werden.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Auswertung von Studien zu den verschiedenen nationalen Ausgleichsmodellen basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der drei nationalen Gesundheitssysteme und deren Vergleich anhand von Klassifikationsmodellen, Ausgleichsparametern (wie Alter, Geschlecht, Region) und dem zeitlichen Bezug der Zuweisungsmodelle.
Die Arbeit ist geprägt durch Fachbegriffe wie Risikostrukturausgleich, Morbi-RSA, Risikoselektion, Gesundheitsfonds, Klassifikationsmodelle (HCC, PCG) sowie internationale Wettbewerbs- und Finanzierungskriterien.
Die Niederlande nutzen ein vergleichsweise komplexeres und kontinuierlich weiterentwickeltes Ausgleichsverfahren, das insbesondere durch die Einbindung eines Expertenbeirats eine sachlichere Weiterentwicklung außerhalb des direkten politischen Tagesgeschäfts ermöglicht.
Die Arbeit diskutiert intensiv die Gefahr des sogenannten "Upcodings", bei dem Krankenkassen versuchen, durch die Beeinflussung der Diagnosestellung ihre Einnahmen künstlich zu erhöhen. Dies ist ein entscheidender Faktor bei der Wahl zwischen diagnosebasierten Modellen und medikamentenorientierten Verfahren.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

