Examensarbeit, 2013
41 Seiten, Note: 13 Punkte
1. Lernausgangslage – Analyse der Lehr- und Lernbedingungen
1.1 Organisatorische Rahmenbedingungen
1.2 Bild und Stand der Lerngruppe
2. Kompetenzbegriff, Schreibprozess und Schreibkompetenz
3. Schreibmotivation
4. Didaktische Lösungsansätze – theoretische Vorüberlegungen zur Förderung der Schreibmotivation und Schreibkompetenz
4.1 Motivationale Grundlage für die Förderung der Schreibkompetenz
4.2 Sequenzierung des Schreibprozesses
4.3 Schreiben nach Kriterien
5. Hypothesen zur Untersuchung
6. Die Unterrichtseinheit „Das schreibende Klassenzimmer“ zur Förderung der Schreibmotivation und –kompetenz in der Jahrgangsstufe sieben
6.1 Didaktische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
6.1.1 Curriculare Vorgaben
6.1.2 Kompetenzen
6.1.3 Methodische Überlegungen zur Unterrichtseinheit
6.2 Schematischer Verlauf der Einheit
6.3 Durchführung und Reflexion zweier ausgewählter Stunden
6.3.1 Stunde 9: „Der richtige Tatort“
6.3.2 Didaktisch-methodische Überlegungen
6.3.3 Reflexion der 9. Stunde „Der richtige Tatort“
6.4 Didaktisch-methodische Überlegung der 21. Stunde „Unter die Lupe nehmen“
6.4.1. Reflexion der 21. Stunde
7. Evaluation der Unterrichtseinheit
7.1 Evaluation der Schreibmotivation
7.2 Evaluation der Strukturierungs- und Formulierungskompetenz
7.3 Evaluation der Revisionskompetenz
7.4 Reflexion der Unterrichtseinheit „Das schreibende Klassenzimmer“
8. Ausblick
Die Arbeit untersucht, ob durch das kooperative Verfassen und die Veröffentlichung einer Kriminalgeschichte die Schreibmotivation sowie die Schreibkompetenz von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 7 nachhaltig gefördert werden können.
Der richtige Schauplatz
Caterina hat ihre Heimatstadt Venedig vermisst. Während ihrer Abwesenheit dachte sie häufig an die romantischen Gassen, malerischen Winkel und verschlungenen Gassen. Auch wenn täglich ein riesiger Besucherstrom in die Lagunenstadt kam, behielt diese das elegante und historische Flair. In diese und andere Gedanken vertieft, ging Caterina von Campo Giustina nach Hause; nicht zur Wohnung, in der sie zurzeit lebte, sondern zu ihren Eltern.
Es war Ende März und der Frühling zeigte sich von seiner besten Seite. Tagsüber war es trotz des kurzen Schauers sehr mild gewesen, so dass die Restaurantbesitzer die Tische auf die gepflasterten Straßen stellten, um die ersten Touristen des Jahres zu bedienen. Auch jetzt, nach dem Sonnenuntergang, war es so warm, dass Caterina ihre Jacke im Büro liegen ließ.
Sie ging über den Campo Santa Maria Formosa zur Strada Nuova und von dort nach Hause, wie sie es zu Schulzeiten immer getan hatte. Dem Mann, der neben ihr auftauchte, schenkte sie zunächst keine Beachtung. Erst als er auf gleicher Höhe mit ihr blieb, warf sie einen kurzen Blick hinüber, aber da sie ihn nicht kannte, ging sie einfach etwas langsamer, um ihn an sich vorbeizulassen. Der Mann aber verlangsamte ebenfalls sein Tempo und hielt mit ihr Schritt. Sie kamen auf den Campo, wo es schon ziemlich dunkel war und die imposante Kirche, als Markenzeichen des Campos, unheimlich in die Höhe ragte. Die Pflastersteine waren mit einem dünnen Feuchtigkeitsfilm überzogen, in dem sich das Lampenlicht spiegelte.
1. Lernausgangslage – Analyse der Lehr- und Lernbedingungen: Darstellung der organisatorischen Gegebenheiten sowie eine detaillierte Analyse des Leistungsniveaus und Sozialverhaltens der Klasse 7e.
2. Kompetenzbegriff, Schreibprozess und Schreibkompetenz: Theoretische Herleitung des Schreibbegriffs und Vorstellung der prozessorientierten Schreibmodelle, insbesondere nach Hayes und Flower.
3. Schreibmotivation: Erläuterung der kognitiven Motivationsmodelle und Differenzierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation im Kontext des Schreibunterrichts.
4. Didaktische Lösungsansätze – theoretische Vorüberlegungen zur Förderung der Schreibmotivation und Schreibkompetenz: Diskussion der notwendigen motivationalen Grundlagen, der Phasen des Schreibprozesses und der Bedeutung von Kriterienkatalogen.
5. Hypothesen zur Untersuchung: Formulierung der zentralen Forschungsfrage zur Wirkung eines schülerinteressierten Schreibanlasses auf Motivation und Kompetenz.
6. Die Unterrichtseinheit „Das schreibende Klassenzimmer“ zur Förderung der Schreibmotivation und –kompetenz in der Jahrgangsstufe sieben: Umfassende Darstellung der didaktischen und methodischen Planung des Unterrichtsprojekts sowie Reflexion ausgewählter Stunden.
7. Evaluation der Unterrichtseinheit: Überprüfung des Lernerfolgs anhand der Schreibprodukte, Fragebögen und Beobachtungen hinsichtlich Schreibmotivation, Strukturierungs- und Revisionskompetenz.
8. Ausblick: Zusammenfassende Bewertung des Projekterfolgs und Empfehlungen für eine zukünftige, noch stärker auf Wortschatzarbeit fokussierte Durchführung.
Schreibmotivation, Schreibkompetenz, Kriminalgeschichte, prozessorientiertes Schreiben, Textrevision, Gruppenarbeit, Unterrichtseinheit, Didaktik, Jahrgangsstufe 7, Textlupe, Kriterienkatalog, Schreibanlass, Schreibprozess, Lehrer-Schüler-Interaktion, projektorientierter Unterricht.
Die Arbeit dokumentiert eine Unterrichtseinheit in einer siebten Klasse, in der die Schülerinnen und Schüler gemeinsam eine Kriminalgeschichte verfassen, um ihre Schreibmotivation und Schreibkompetenz zu steigern.
Im Zentrum stehen die Schreibdidaktik, die Motivationspsychologie des Lernens, die methodische Gestaltung von Schreibprozessen sowie die konkrete Umsetzung kooperativer Arbeitsformen.
Ziel ist es, bei Schülerinnen und Schülern durch einen attraktiven Schreibanlass (Krimigeschichte) und eine produktorientierte Veröffentlichung das Interesse am Schreiben zu wecken und die Qualität der Texte durch gezielte Textrevision zu verbessern.
Die Arbeit stützt sich auf wissenschaftliche Schreibmodelle (u.a. von Hayes und Flower) und kombiniert diese mit einer empirischen Evaluation durch Fragebögen und der Analyse der entstandenen Schülertexte.
Der Hauptteil umfasst sowohl die theoretische Fundierung des Schreibens und der Motivation als auch die detaillierte Planung, Durchführung und Reflexion der 24-stündigen Unterrichtseinheit „Das schreibende Klassenzimmer“.
Wichtige Begriffe sind Schreibmotivation, prozessorientiertes Schreiben, Textrevision, Kriterienkataloge und die „Textlupe“ als Methode der kooperativen Überarbeitung.
Die Methode ermöglicht es den Schülern, in der Rolle des Lesers und Schreibers fremde Texte konstruktiv zu kritisieren, was die eigene Revisionskompetenz schult und zu einer verbesserten Textqualität führt.
Die Kriminalgeschichte bietet eine klare Handlungsstruktur, begrenzte Schauplätze und ist zudem ein bei den Lernenden sehr beliebtes Genre, das intrinsische Schreibmotivation fördert.
Die Aussicht auf eine Veröffentlichung und ein Publikum (Eltern) steigerte die Zielorientierung und den Stolz auf das eigene Schreibprodukt, was wiederum die Schreibmotivation signifikant erhöhte.
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