Examensarbeit, 2013
105 Seiten, Note: 1.5
Geschichte Europas - Neuzeit, Absolutismus, Industrialisierung
1. Einleitung
2. Historischer Überblick
3. Darstellung des Modewandels anhand der Damen- und Herrenmode
3.1 Damenmode
3.1.1 Kleidung
3.1.2 Frisur und Kopfbedeckung
3.1.3 Kosmetik und Körperpflege
3.1.4 Schmuck und modisches Beiwerk
3.1.5 Fußbekleidung
3.2 Herrenmode
3.2.1 Kleidung
3.2.2 Frisur und Kopfbedeckung
3.2.3 Kosmetik und Körperpflege
3.2.4 Schmuck und modisches Beiwerk
3.2.5 Fußbekleidung
4. Beschreibung des Bildes „Das Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint“ von Jean-Antoine Watteau als konkretes Beispiel der Mode dieser Zeit
5. Schlussbetrachtung
Die vorliegende Arbeit untersucht den tiefgreifenden Modewandel in den Epochen der Régence und des Rokokos unter Berücksichtigung der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Dabei steht die Analyse der Entwicklungen in der Damen- und Herrenmode, von der höfischen Prachtentfaltung bis hin zu bürgerlichen Einflüssen aus England, im Zentrum der Untersuchung.
3.1.1 Kleidung
Die Abkehr vom überladenen Barock und dem französischen Pomp des Hofes Ludwigs XIV. spiegelt sich in kaum einer anderen Ebene besser wider als in der der Mode, insbesondere in der Kleidung. In der Régence und im folgenden Rokoko ereigneten sich grundlegende Veränderungen hinsichtlich der Damenmode, die im Folgenden erläutert werden sollen.
Die beträchtlichste Erneuerung durchlief in diesem Jahrhundert der charakteristische Reifrock, der bei der modebewussten Dame unerlässlich war. Der hochgestellten und außergewöhnlichen Frisuren beraubt, galt die fantasievolle Aufmerksamkeit in den ersten Jahrzehnten des Jahrhunderts einer kunstvollen Ausgestaltung, den Röcken. Die englischen Damen am Hofe Ludwigs XIV. verhalfen diesem zunächst leicht ausgestellten Kleidungsstück um 1710 zu einer neuen Popularität. Mit dem spanischen Original aus dem 16. Jahrhundert, dem Verdugado, zu Deutsch der „Tugendwächter“, der bis ins 18. Jahrhundert hinein sowohl zur spanischen als auch zur österreichischen Hofmode gehörte, hatte die Neuorientierung des Rocks der Régencedame minder zu tun. Aufgrund der Form, die an einen Hühnerkorb erinnerte, betitelte man das markante Kleidungsstück in Frankreich als Paniers, das im gesamten Jahrhundert zur Garderobe der Damen gehörte. Während der bodenlange Verdugado die Beine und Füße der Damen vollkommen verdeckte, ermöglichte der Panier der Französinnen den Herren der Zeit Blicke auf Bein- und Fußkleid.
1. Einleitung: Einführung in die Allgegenwärtigkeit von Mode und deren Funktion als Ausdruck von Gesellschaft und Persönlichkeit.
2. Historischer Überblick: Darstellung der politischen und wirtschaftlichen Hintergründe, insbesondere der Machtverschiebung von Frankreich nach England.
3. Darstellung des Modewandels anhand der Damen- und Herrenmode: Detaillierte Analyse der Kleidung, Frisuren, Kosmetik und Accessoires im Wandel der Epochen.
4. Beschreibung des Bildes „Das Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint“ von Jean-Antoine Watteau als konkretes Beispiel der Mode dieser Zeit: Ikonografische und modegeschichtliche Analyse des Gemäldes als visuelle Quelle.
5. Schlussbetrachtung: Synthese der Ergebnisse und Einordnung des Rokokos als letzte Epoche höfisch geprägter Modegeschichte.
Mode, Rokoko, Régence, Kleidung, Reifrock, Perücke, Aufklärung, Frankreich, England, Modejournal, Justaucorps, Contouche, Puder, Sozialgeschichte, Kostümgeschichte
Die Arbeit analysiert den Wandel der Mode im 18. Jahrhundert, fokussiert auf die Übergangszeit von der Régence zum Rokoko, geprägt durch politische und gesellschaftliche Umbrüche.
Die zentralen Themen sind die Kleidermode, die Veränderung von Schönheitsidealen, der Einfluss der Aufklärung sowie der modische Austausch zwischen Frankreich und England.
Ziel ist es, die Entwicklung der Damen- und Herrenmode im historischen Kontext zu rekonstruieren und zu verdeutlichen, wie politische Ereignisse und neue Denkweisen den Modewandel beeinflussten.
Es wird eine Kombination aus historischer Literaturanalyse und einer konkreten bildanalytischen Untersuchung eines zeitgenössischen Gemäldes verwendet.
Der Hauptteil gliedert sich in die differenzierte Darstellung von Kleidung, Frisuren, Kosmetik und Beiwerk, getrennt nach Damen- und Herrenmode, um die jeweiligen Entwicklungsschritte aufzuzeigen.
Begriffe wie Rokoko, Modejournale, Reifrock, Aufklärung und das Modemonopol zwischen Frankreich und England sind zentral.
Das „Ladenschild des Kunsthändlers Gersaint“ dient als konkretes, visuelles Beispiel, an dem sich die Mode der Zeit im direkten Gebrauch und sozialen Kontext nachvollziehen lässt.
Die Aufklärung förderte das Ideal der Natürlichkeit, was zu bequemeren Schnitten, funktionaleren Stoffen und einer Abkehr von der extremen Steifheit des barocken Stils führte.
England fungierte ab der Mitte des 18. Jahrhunderts als neuer „leader of fashion“, der mit bürgerlichen Werten, Funktionalität und Sportlichkeit das französische Modemonopol ablöste.
„Negligé“ bezeichnete im 18. Jahrhundert keineswegs nur Unterwäsche, sondern eine bequeme, elegante Haus- oder Alltagskleidung, die den Wandel hin zu mehr Freiheit und Natürlichkeit symbolisierte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

