Bachelorarbeit, 2012
56 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung
1.1 Geschichtlicher Hintergrund
1.2 Gesetzesinhalt
1.3 Zielsetzung
2. Fallbeispiele
2.1 Silvia Teil I.
2.2 Fabiola Teil I.
3. Gewalt in der Erziehung
3.1 Definition von Erziehung
3.1.1 Erziehungsbedürftigkeit des Menschen
3.1.2 Drei Grundlegende Bedürfnisse für eine gesunde körperliche und geistige Entwicklung
3.1.2.1 Das Bedürfnis nach Existenz (existence)
3.1.2.2 Soziale Bindung und Verbundenheitsbedürfnis (relatedness)
3.1.2.3 Wachstumsbedürfnis (growth)
3.1.3 Erziehungsstile
3.1.3.1 Autoritärer Erziehungsstil
3.1.3.2 Demokratischer Erziehungsstil
3.1.3.3 Laissez-faire oder permissive Erziehungsstil
3.2 Definition Gewalt
3.3 Formen von Kindesmisshandlung
3.3.1 Psychische Misshandlung
3.3.2 Sexueller Missbrauch
3.3.3 Vernachlässigung
3.4 Kindesmisshandlung vs. Kindeswohlgefährdung
3.5 Einstellungen der Bibel zu Körperstrafen
4. Erklärungsansätze der Ursachen von Kindesmisshandlungen
4.1 Das psychopathologische Erklärungsmodell
4.2 Das soziologische Erklärungsmodell
4.3 Das sozial – situationale Erklärungsmodell
4.4 Resümee Kindesmisshandlung
4.5 Erklärungsansätze erklärt am Fallbeispiel „Fabiola Teil. I.“
5. Körperliche Gewalt
5.1 Definition des Begriffes „körperliche Gewalt“
5.2 Gesundheitliche Folgen und Auswirkungen der physischen Gewalt
5.3 Die Resilienz
6. Wie gehen ehemalige misshandelte Kinder mit ihren Kindern um?
6.1 Fallbeispiel Teil II. Silvia.
6.2 Fallbeispiel Teil II. Fabiola.
7. Italien
7.1 Die Studie: Viele Welten Leben
7.2 Rolle und Bedeutung der Familie
7.2.1 Begriffsklärungen
7.2.2 Erziehung der Kinder wird in Solidarität vollzogen
7.3 Deutschland – Italien im Vergleich der Familien Erziehungs- vorstellungen
8. Was veranlasst Eltern zu physischer Gewalt in der Erziehung?
9. Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht die psychologischen und soziologischen Hintergründe, die Eltern dazu bewegen, physische Gewalt in der Kindererziehung einzusetzen. Im Zentrum steht die Frage, wie intergenerationale Gewalterfahrungen die Erziehungskompetenzen beeinflussen und ob ein kultureller Vergleich zwischen deutschen und italienischen Erziehungsvorstellungen Aufschluss über mögliche Bewältigungsstrategien geben kann.
2.1 Silvia Teil I.
„Ich bin Silvia, komme aus Hannover und bin 26 Jahre alt. Ich bin ein Kind einer ungewollten Schwangerschaft zwei deutscher Eltern. Meine Mutter war, als sie von meiner Existenz erfuhr 16 Jahre alt. Mein biologischer Vater hingegen 25. Er fühlte sich zu jung für eine Familie und verlangte von meiner Mutter den Schwangerschaftsabbruch. Bis zum achten Lebensjahr wuchs ich bei meinen Großeltern auf. Meine Großmutter war ein liebevoller Mutterersatz. Zwei Tage vor meinem Geburtstag kam es zum Streit zwischen meiner Mutter und meiner Großmutter. Daraufhin verließen wir, meine Mutter und ich, ihre Wohnung ohne uns von ihr zu verabschieden. Ich fand, bei unserer Rückkehr am Nachmittag, meine Großmutter leblos auf ihrem Bett liegen. Nach dem Tod meiner Großmutter, nahm meine Mutter mich zu sich. Meine Mutter hatte einen festen Partner, der jedoch von meiner Existenz nichts wusste. Einen Beruf hatte sie nicht erlernt. Auch einer geregelten Arbeit ging meine Mutter nicht nach, aber eine Party lies sie nicht ausfallen. Mein Großvater wollte, dass meine Mutter anfängt für ihren Lebensunterhalt und den ihrer Tochter aufzukommen. Somit setze er uns auf die Straße. Zum Glück meiner Mutter, hatte ihr Partner ein Haus in dem er uns aufnahm. Ich bekam ein kleines Zimmer in dem gerade einmal ein Bett hineinpasste. Meine Kindheit schien dem des Zauberjungen Harry Potter sehr ähnlich. Kurz nach dem Einzug wollte meine Mutter von ihrem Partner Nachwuchs, der jedoch Jahre auf sich warten lies. Ich war Schuld an der nicht eintretenden Schwangerschaft meiner Mutter. Ihrer Meinung nach war sie durch mich starken psychischen Belastungen ausgesetzt. Mit der Geburt von Baby Angela, veränderte sich die Situation zuhause drastisch. Ich kam immer an zweiter Stelle und Angela wurde immer bevorzugt. Um etwas haben zu dürfen, musste ich es mir durch gutes Benehmen und Arbeiten im Haushalt „verdienen“. Wenn ich mal etwas nicht machen wollte, bekam ich Schläge, wenn Angela außer Sichtweite war, kamen Bisse und Kochlöffel hinzu.
Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Motivation von Eltern, physische Gewalt in der Erziehung auszuüben, motiviert durch reale Misshandlungsfälle, und vergleicht dabei deutsche und italienische Erziehungsvorstellungen.
1. Gesetz zur Ächtung der Gewalt in der Erziehung: Das Kapitel erläutert den historischen Kontext und den Inhalt des §1631 Abs. 2 BGB, der das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung gesetzlich verankert.
2. Fallbeispiele: Die Fallbeispiele von Silvia und Fabiola dienen als empirische Basis, um die Auswirkungen von Gewalterfahrungen in der eigenen Kindheit auf das spätere Erwachsenenleben darzustellen.
3. Gewalt in der Erziehung: Dieses Kapitel definiert grundlegende Begriffe wie Erziehung und verschiedene Misshandlungsformen (psychisch, physisch, sexuell) und beleuchtet die Rolle religiöser Argumente.
4. Erklärungsansätze der Ursachen von Kindesmisshandlungen: Es werden psychopathologische, soziologische und sozial-situationale Erklärungsmodelle vorgestellt, um die Entstehung von familiärer Gewalt zu verstehen.
5. Körperliche Gewalt: Die Definition und die kurz- sowie langfristigen gesundheitlichen Folgen physischer Gewalt werden hier detailliert erörtert, ergänzt durch das Konzept der Resilienz.
6. Wie gehen ehemalige misshandelte Kinder mit ihren Kindern um?: Dieses Kapitel untersucht, ob ehemalige Opfer physischer Gewalt selbst zu Tätern in der Erziehung ihrer eigenen Kinder werden.
7. Italien: Unter Rückgriff auf die Studie „Viele Welten Leben“ werden die Rolle der Familie und Erziehungsvorstellungen im italienischen Kontext analysiert und mit Deutschland verglichen.
8. Was veranlasst Eltern zu physischer Gewalt in der Erziehung?: Eine Synthese der bisherigen Erkenntnisse verdeutlicht die Schwierigkeit, den Teufelskreis der Gewalt zu durchbrechen, besonders bei belasteten Eltern.
9. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit gesellschaftlicher Unterstützung und therapeutischer Interventionen zusammen, um Gewalt präventiv entgegenzuwirken.
Kindesmisshandlung, physische Gewalt, Erziehungsstile, intergenerationale Gewalt, Resilienz, Kindeswohlgefährdung, Eltern-Kind-Beziehung, Familiendynamik, Prävention, psychische Folgen, Deutschland, Italien, Migrationshintergrund, Erziehung, Kindeswohl.
Die Arbeit untersucht die Ursachen von physischer Gewalt in der Erziehung und analysiert, warum Eltern, die selbst als Kinder Gewalt erfahren haben, dazu neigen, dieses Verhaltensmuster fortzusetzen.
Neben der Definition von Gewalt und Erziehung betrachtet die Autorin vor allem Erklärungsmodelle für Kindesmisshandlung, die Folgen physischer Gewalt, das Konzept der Resilienz sowie einen interkulturellen Vergleich zwischen Deutschland und Italien.
Das Ziel ist es, die Motivationslagen von Eltern für körperliche Gewalt aufzudecken und zu verstehen, wie betroffene Eltern versuchen, den Teufelskreis der intergenerationalen Gewalt zu durchbrechen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu theoretischen Entstehungsmodellen von Gewalt sowie auf qualitativen Interviews (Fallbeispielen) mit zwei Elternteilen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Gesetze, Definitionen), die verschiedenen Ursachenmodelle, die gesundheitlichen Langzeitfolgen bei Betroffenen sowie die Auswertung der Fallbeispiele zur Aufarbeitung der Kindheit.
Wichtige Begriffe sind Kindesmisshandlung, Resilienz, intergenerationale Weitergabe von Gewalt, Kindeswohlgefährdung sowie der Einfluss familiärer Rollenbilder und kultureller Prägungen.
Die Autorin hebt hervor, dass in italienischen Familien kollektivistische Strukturen und eine starke Familienbindung vorherrschen, während in deutschen Familien eher individualistische Werte und ein demokratischer Erziehungsstil dominieren.
Das Dokument zeigt auf, dass biblische Zitate wie „Wer sein Kind liebt, züchtigt es“ oft aus dem historischen Kontext gerissen werden, um Gewalt zu legitimieren, während die Autorin die Interpretation dieser Schriften eher auf Lehre und Führung statt auf physische Strafe fokussiert.
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