Bachelorarbeit, 2013
131 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Begriffsdefinitionen
2.1 Ethno-Marketing
2.2 Produktpolitik
3 Theoretische Grundlagen zur Operationalisierung von Kultur und zur Produktpolitik
3.1 Kultur
3.1.1 Kulturelemente
3.1.2 Modelle zur Operationalisierung von Kultur
3.2 Produktpolitik
3.2.1 Das Modell der drei Produktdimensionen nach Kotler
3.2.2 Programmpolitik
3.2.3 Produktpolitik im interkulturellen Kontext
3.3 Kritische Würdigung der theoretischen Grundlagen
4 Status-Quo in Mauritius hinsichtlich Kultur und Lebensmittelindustrie
4.1 Kultur in Mauritius
4.1.1 Vorbedingungen für Ethno-Marketing in Mauritius
4.1.2 Sprachensituation in Mauritius
4.1.3 Ethnische Zielgruppen in Mauritius und ihre Kultur
4.1.4 Erarbeitung einer Typologie für die mauritischen Zielgruppen
4.2 Die mauritische Lebensmittelindustrie
4.3 Herausforderungen der mauritischen Situation
5 Empirische Untersuchung produktpolitischer Entscheidungsspielräume der Ernährungsindustrie im Kontext des Ethno-Marketings in Mauritius
5.1 Vorgehensweise
5.1.1 Qualitative Untersuchung
5.1.2 Quantitative Untersuchung
5.2 Darstellung der Untersuchungsergebnisse
5.2.1 Qualitative Untersuchung
5.2.2 Quantitative Untersuchung
6 Handlungsempfehlungen für die Produktpolitik der Ernährungsindustrie im Kontext des Ethno-Marketing in Mauritius
6.1 Kernprodukt
6.2 Reales Produkt
6.2.1 Marke
6.2.2 Verpackung
6.2.3 Funktionalität
6.2.4 Design
6.2.5 Qualität
6.3 Erweitertes Produkt
6.4 Programmpolitik
6.5 Zielgruppensteckbriefe
6.6 Leitfaden für produktpolitische Entscheidungen internationaler Lebensmittelhersteller im Kontext des Ethno-Marketings in Mauritius
7 Schlussbetrachtung
Ziel der Arbeit ist die Entwicklung eines praxisorientierten Leitfadens für internationale Lebensmittelunternehmen, um ethnisch differenzierte Zielgruppen in Mauritius durch gezielte produktpolitische Maßnahmen effektiv zu bearbeiten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob eine Marktsegmentierung nach klassischen Kriterien im mauritischen Kontext sinnvoll ist oder ob die Ansprache ethnisch differenzierter Teilmärkte einen Erfolg versprechenderen Ansatz darstellt.
3.1.1.1 Sprache
Sprache bezeichnet verbale Kommunikation und kann als ein „System von Zeichen und Lauten, das von einer [...] sozialen Gemeinschaft [...] als Mittel zur Verständigung benutzt wird“, definiert werden.
Wilken attestiert der Sprache eine ebenso hohe Bedeutung für die Kultur wie für das Marketing. Tatsächlich ist die kulturelle Bedeutung der Sprache unumstritten. Sie stellt gar den offensichtlichsten Unterschied zwischen zwei verschiedenen Kulturen dar. Das linguistische Relativitätsprinzip (auch bekannt als „Sapir-Whorf-These“) besagt, dass die Sprache das Denken beeinflusst. Ferner fungiert Sprache identitätsstiftend und dient als Kulturträger, der Kultur symbolisieren kann.
Auch die Relevanz der Sprache für das Kaufverhalten wird von Wilken als hoch angesehen. Kaufverhaltensrelevanz liegt nach Meffert dann vor, wenn ein Segmentierungskriterium „Eigenschaften und Verhaltensweisen“ aufzuzeigen vermag, „die als Voraussetzung für den Kauf eines bestimmten Produktes und für eine Abgrenzung zwischen [...] Marktsegmenten herangezogen werden können“. Wilken reduziert die Relevanz der Sprache für das Kaufverhalten auf den Aspekt, dass Werbebotschaften durch sprachliche Hindernisse nicht verstanden werden könnten. Dies ist durchaus erweiterbar. So beeinflusst Sprache nicht nur das bloße Verständnis, sondern auch die Beurteilung von Werbung. Weiterhin hat Sprache einen direkten Einfluss auf verschiedene Faktoren des Kaufverhaltens wie Konsumfreudigkeit und -häufigkeit sowie das Markenbewusstsein. Der Sprache ist demnach tatsächlich eine hohe Kaufverhaltensrelevanz beizumessen.
1 Einleitung: Die Einleitung stellt die multikulturelle Situation von Mauritius dar und begründet die Relevanz einer ethnisch orientierten Marktsegmentierung für die Lebensmittelindustrie.
2 Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Termini wie Ethno-Marketing und Produktpolitik definiert, um ein einheitliches Verständnis für die Arbeit zu schaffen.
3 Theoretische Grundlagen zur Operationalisierung von Kultur und zur Produktpolitik: Es werden relevante Kulturelemente und verschiedene Kulturmodelle (Hall, Trompenaars, Hofstede) sowie das Produktmodell nach Kotler wissenschaftlich fundiert und auf ihre Marketingrelevanz hin untersucht.
4 Status-Quo in Mauritius hinsichtlich Kultur und Lebensmittelindustrie: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Analyse der ethnischen Gruppen in Mauritius und der mauritischen Lebensmittelindustrie.
5 Empirische Untersuchung produktpolitischer Entscheidungsspielräume der Ernährungsindustrie im Kontext des Ethno-Marketings in Mauritius: Hier werden das qualitative und quantitative Forschungsdesign erläutert und die gewonnenen Untersuchungsergebnisse dargestellt.
6 Handlungsempfehlungen für die Produktpolitik der Ernährungsindustrie im Kontext des Ethno-Marketing in Mauritius: Basierend auf den empirischen Ergebnissen werden konkrete produktpolitische Handlungsoptionen und Strategien für Lebensmittelhersteller abgeleitet.
7 Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und beantwortet die zentrale Forschungsfrage hinsichtlich der Empfehlenswertigkeit von Ethno-Marketing in Mauritius.
Ethno-Marketing, Mauritius, Produktpolitik, Marktsegmentierung, Lebensmittelindustrie, Kultur, Konsumentenverhalten, Markenmanagement, Zielgruppenanalyse, interkulturelles Marketing, Konsumgewohnheiten, Markenbewusstsein, Produktgestaltung, Ethnische Gruppen, Handlungsleitfaden
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Ethno-Marketing in der mauritischen Lebensmittelindustrie, um Produkte gezielter an die multikulturelle Bevölkerung des Inselstaates anzupassen.
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte der Kultur- und Produktpolitik mit einer empirischen Analyse des mauritischen Marktes, um praxisnahe Marketingstrategien zu entwickeln.
Das Hauptziel ist die Erstellung eines Leitfadens für internationale Lebensmittelhersteller, um durch fundierte Segmentierung nach ethnischen Gesichtspunkten einen höheren Markterfolg zu erzielen.
Es wird ein zweistufiges empirisches Design verwendet: Eine qualitative Expertenbefragung zur Erfassung strategischer Einschätzungen und eine quantitative Befragung junger mauritischer Konsumenten zur Analyse ihrer Präferenzen.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung, eine Analyse der mauritischen Kulturlandschaft, die Durchführung der empirischen Erhebung sowie daraus resultierende Handlungsempfehlungen für die Produktgestaltung.
Wichtige Begriffe sind Ethno-Marketing, Mauritius, Produktpolitik, Marktsegmentierung, kulturelle Identität und Konsumentenverhalten.
Die Analyse zeigt, dass das Traditionsbewusstsein direkt mit der Offenheit gegenüber internationalen Marken sowie dem Wunsch nach kultureller Identifikation bei Produkten korreliert.
Die Mauritisierung dient als strategische Brücke: Sie erlaubt es internationalen Marken, durch subtile Anpassungen (z.B. Farbgestaltung, lokale Slogans) eine starke Bindung zum lokalen Patriotismus aufzubauen, ohne die Markenidentität komplett aufzugeben.
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