Bachelorarbeit, 2012
40 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Jean Piaget und „Das Weltbild des Kindes“
2.1 Der Aspekt der kognitiven Entwicklung nach Jean Piaget
2.2 Das Entwicklungsstufenmodell von Piaget
2.3 Die Kritik an Piaget´s Entwicklungsstufenmodell
3 Die Leitlinien für die Kartenkompetenz im Geographieunterricht
3.1 Was ist Kartenkompetenz?
3.2 Die Vorgaben durch den Lehrplan
3.3 Die Arten und Bedeutung von Karten in der Schule
3.4 Der Kompetenzerwerb zum Kartenverständnis in der Schule
4 Das Medium „Karte“
4.1 Die Definition des Mediums „Karte“
4.2 Die Anforderungen an eine Karte
4.3 Die Anforderungen an die Schüler bei der Kartenarbeit im Schulunterricht
5 Die Kartenarbeit
5.1 Die Kartenlegende als Anleitung für den Kartengebrauch
5.2 Das Bestimmen und Berechnen von Entfernungen
5.3 Die Lagebestimmung und -beschreibung mit Hilfe der Topographie
5.4 Die Lagebestimmung mit Hilfe des Gradnetzes
5.5 Das Anfertigen kartographischer Skizzen
6 Methodische Wege/Beispiele zur Vermittlung von Kartenverständnis
6.1 Das Synthetische Verfahren
6.2 Das Analytische Verfahren
6.3 Das Genetische Verfahren
6.4 Das Integrierte Verfahren
7 Die Schnittstelle von Primarstufe und Sekundarstufe
8 Zusammenfassung und Ausblick
8.1.1 Die Grundschule (Primarstufe)
8.1.2 Die Weiterführende Schule (Sekundarstufe I und II)
9 Fazit
Diese Arbeit untersucht die Herausforderungen bei der Vermittlung von Kartenkompetenz von der Primarstufe bis zum Übergang in die Sekundarstufe I. Das primäre Ziel ist es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, welche kognitiven Voraussetzungen Kinder mitbringen und wie Lehrkräfte methodisch an vorhandenes Wissen anknüpfen können, um einen nachhaltigen Lernprozess zu gewährleisten.
4.1 Die Definition des Mediums „Karte“
Nimmt man die Definition von der „Internationalen Kartographischen Vereinigung28“, so ergibt sich folgende Definition für Karten: „Karten sind maßstäblich verkleinerte, generalisierte und erläuterte Grundrissdarstellungen von Erscheinungen und Sachverhalten der Erde, der anderen Weltkörper und des Weltraumes in einer Ebene.“Laut der „Internationalen Kartographischen Vereinigung“ ergeben sich also vier wichtige Merkmale, welche jede Karte aufweisen muss.
Maßstäblich verkleinert:
Hierbei wird die naturgegebene Wirklichkeit im korrekten Größenverhältnis auf die Karte verkleinert. Dabei ist der Maßstab die mathematische Ausdrucksform des linearen Verkleinerungsverhältnisses zwischen Natur und Karte.
Das Verkleinern von Maßstäben macht den Schülern dabei keine Probleme, denn damit gehen sie alltäglich um. Um das Verkleinern den Schülern näher zu bringen, bieten sich Spielzeugautos an, anhand derer man die Verkleinerung erklären kann, Um den Schülern die Maßstabsangabe zu verdeutlichen, bietet sich die ablesbare und übertragebare Maßstabsleiste an.29 Dazu mehr unter Kapitel 5.1 Bestimmen und Berechnen von Entfernungen.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Schwierigkeiten von Schülern beim korrekten Gebrauch von Karten im Geographieunterricht und formuliert die Forschungsfragen hinsichtlich des Übergangs von der Primar- zur Sekundarstufe.
2 Jean Piaget und „Das Weltbild des Kindes“: Dieses Kapitel erläutert die kognitive Entwicklung von Kindern nach Piaget und kritisiert dessen Modell im Kontext der modernen Forschung.
3 Die Leitlinien für die Kartenkompetenz im Geographieunterricht: Hier wird definiert, was unter Kartenkompetenz verstanden wird, und die Rolle der Karte als Medium sowie ihre Bedeutung im Lehrplan analysiert.
4 Das Medium „Karte“: Das Kapitel bietet eine formale Definition der Karte und beschreibt die Anforderungen an Karten sowie an die Schüler bei der Kartenarbeit.
5 Die Kartenarbeit: Es werden praktische Fertigkeiten wie Kartenlesen, Entfernungsberechnung, Lagebestimmung und das Zeichnen von Skizzen detailliert behandelt.
6 Methodische Wege/Beispiele zur Vermittlung von Kartenverständnis: Vorstellung verschiedener didaktischer Verfahren wie das synthetische, analytische, genetische und integrierte Verfahren zur Unterrichtsgestaltung.
7 Die Schnittstelle von Primarstufe und Sekundarstufe: Erörterung der Problematik, wie das in der Grundschule erlernte Vorwissen in der weiterführenden Schule aufgegriffen und weiterentwickelt werden kann.
8 Zusammenfassung und Ausblick: Resümee der Kartenarbeit in den verschiedenen Schulstufen und Ausblick auf die Bedeutung des Kartenumgangs in der Zukunft.
9 Fazit: Abschließende Bewertung der Relevanz geographischer Karten als unersetzliches Lernmittel und Reflexion über Forschungsdefizite im Grundschulbereich.
Kartenkompetenz, Geographieunterricht, Kartenlesen, Kartenverständnis, Piaget, Primarstufe, Sekundarstufe, Kartographie, Raumvorstellung, topographische Karte, Maßstab, Didaktik, Lernprozesse, mental maps, GIS
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und Förderung der Kartenkompetenz bei Schülern im Geographieunterricht, insbesondere im Übergang von der Primarstufe zur Sekundarstufe I.
Zentrale Themen sind die kognitiven Entwicklungsschritte nach Piaget, die Definition und Anforderungen an Karten als Lehrmittel, verschiedene methodische Vermittlungsansätze sowie die Bedeutung des Vorwissens beim Schulwechsel.
Ziel ist es aufzuzeigen, wie Lehrer ein Bewusstsein für Kartenarbeit schaffen können und wie ein idealer Lernprozess aussieht, der die Grundvoraussetzungen aus der Grundschule aktiv nutzt.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Aufarbeitung didaktischer Konzepte und fachdidaktischer Literatur, um methodische Empfehlungen für den Unterricht abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Piaget), die Definition der Kartenkompetenz, die Analyse von Kartentypen und Anforderungen sowie eine Darstellung unterschiedlicher methodischer Vermittlungswege.
Wichtige Begriffe sind Kartenkompetenz, Kartenlesen, Didaktik des Geographieunterrichts, kognitive Entwicklung, Primarstufe, Sekundarstufe und Kartenarbeit.
Die Legende ist essenziell, da sie den Zeichenschlüssel für eine Karte liefert. Ohne die Dechiffrierung der Legende ist ein effektives und korrektes Lesen und Interpretieren der Karteninhalte für Schüler nicht möglich.
Duokarten kombinieren auf einer Wandkarte Satellitenbilder mit einer physischen Karte. Dies hilft Schülern, den Unterschied zwischen der fotografischen Realität und der kartographisch generalisierten Darstellung zu verstehen.
Die Topographie liefert das notwendige Orientierungsgrundwissen (Gebirge, Flüsse, Staaten). Sie dient als Basis für Ordnungsraster, die es Schülern ermöglichen, geographische Objekte im Raum präzise zu verorten und zu beschreiben.
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