Fachbuch, 2013
32 Seiten
A. Einführung
I. Erscheinungsformen des Powershopping
1. Container Shopping
2. Powershopping mit festem Preis
3. Powershopping mit mehreren Preisstufen
II. Rechtsauffassungen zum Thema Powershopping und deren kritische Würdigung
1. Lauterkeitsrechtliche Bedenken und deren Würdigung
a) Das wettbewerbsrechtliche Verbraucherleitbild
b) Wertreklame
c) Übertriebenes Anlocken
d) Ausnutzung aleatorischer Reize
aa) Mehrere Preisstufen
bb) Fester Preis
e) Verbotene Laienwerbung
2. Bedenken aus anderen Rechtsgebieten und deren Würdigung
a) Kartellrechtliche Aspekte
b) Rabattgesetz und Zugabeverordnung
c) E-Commerce Richtlinie
d) Preisangabeverordnung
B. Resümee
Die vorliegende Arbeit untersucht die wettbewerbsrechtliche Zulässigkeit von Powershopping-Modellen im deutschen E-Commerce, wobei die zentrale Forschungsfrage darauf abzielt, ob diese Handelsform trotz lauterkeitsrechtlicher Bedenken und Bezugnahmen auf das Urteil zur "umgekehrten Versteigerung" als rechtmäßig einzustufen ist.
3. Powershopping mit mehreren Preisstufen
Häufiger anzutreffen ist jedoch die Form einer Preisstaffelung. Anknüpfend an das obige Beispiel könnte diese folgende Ausgestaltung aufweisen: Die Angebote, oft „Powerbuys“ genannt, werden über einen Zeitraum von 5 bis 15 Tagen auf der Webseite der Unternehmen angeboten. Während dieses Zeitraumes besteht für aktuelle und potenzielle Käufer die Möglichkeit, festzustellen, wie viele Käufer für die jeweilige Preisstufe noch erforderlich sind. Für potenzielle Käufer bestehen nun, je nach Ausgestaltung durch den Anbieter, folgende Möglichkeiten. Der Käufer kann sich entscheiden, ob er zum Preis der momentanen Preisstufe kaufen möchte. Ist dies der Fall, trägt er sich bei dieser ein. Kommt bis zum Ende des Verkaufszeit-raumes die notwendige Anzahl von Käufern zusammen, nimmt das Unternehmen sein Angebot an und ein entsprechender Kaufvertrag wird geschlossen. Kommt die erforderliche Anzahl von Käufern nicht zusammen, kommt kein Kaufvertrag zustande und der Käufer geht leer aus.
Weiter zu beachten ist folgendes. Trägt sich ein Käufer in einer Preisstufe ein, zu welcher er das Produkt erwerben möchte und ist die Nachfrage nach diesem so groß, dass sich genügend Käufer finden, um die nächst günstigere Preisstufe zu realisieren, so kommt am Ende ein Vertrag für alle Beteiligten zu diesem günstigeren Preis zustande. D. h. der Käufer gibt bei dieser Form des Powershopping eine Willenserklärung mit dem Inhalt ab, dass er das Produkt zu dem Preis kaufen möchte, welcher sich zum Auktionsende herausgebildet hat.
A. Einführung: Die Einleitung skizziert die Entstehung von Powershopping als neue E-Commerce-Form und formuliert die grundlegende Fragestellung zur wettbewerbsrechtlichen Einordnung.
I. Erscheinungsformen des Powershopping: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Modelle wie Container Shopping sowie Varianten mit festen Preisen oder gestaffelten Preismodellen.
II. Rechtsauffassungen zum Thema Powershopping und deren kritische Würdigung: Das Hauptkapitel analysiert detailliert lauterkeitsrechtliche Bedenken, insbesondere das Verbraucherleitbild, Wertreklame, Anlockungsmechanismen und Laienwerbung, sowie Aspekte aus anderen Rechtsbereichen.
B. Resümee: Die abschließende Betrachtung verneint die Einstufung von Powershopping als wettbewerbswidrig und unterstreicht die Notwendigkeit, das geänderte Verbraucherverhalten rechtlich stärker zu berücksichtigen.
Powershopping, E-Commerce, Wettbewerbsrecht, UWG, Verbraucherleitbild, Wertreklame, Preisstufen, Abwärtsauktion, Laienwerbung, Preisangabeverordnung, Rabattgesetz, Rechtsprechung, Online-Handel, Wettbewerbshandlung, Preisfindung.
Die Arbeit analysiert die rechtliche Zulässigkeit der Verkaufsform "Powershopping" im deutschen Wettbewerbsrecht.
Die Untersuchung konzentriert sich auf lauterkeitsrechtliche Bedenken, das Verbraucherleitbild sowie die Einordnung in den Kontext von Kartellrecht und Preisangaben.
Es wird untersucht, ob Powershopping angesichts geänderter Marktbedingungen und eines aktualisierten Verbraucherleitbildes weiterhin als wettbewerbswidrig anzusehen ist oder ob die Rechtsprechung angepasst werden muss.
Die Arbeit basiert auf einer juristischen Analyse, welche die einschlägige Fachliteratur sowie die Rechtsprechung (inklusive relevanter Urteile zur umgekehrten Versteigerung) auswertet.
Der Hauptteil befasst sich detailliert mit den Erscheinungsformen des Powershopping und prüft diese gegen die Vorwürfe von unlauterer Wertreklame, übertriebenem Anlocken und verbotener Laienwerbung.
Die Kernbegriffe umfassen Powershopping, Wettbewerbsrecht, UWG, Verbraucherleitbild und verschiedene Formen der Preisgestaltung im Internet.
Die Arbeit argumentiert, dass der moderne Durchschnittsverbraucher geschäftserfahrener ist als in älteren Urteilen angenommen und somit nicht von spielerischen Anreizen "übermannt" wird.
Die Arbeit stellt fest, dass Preisstaffelungen ein legales Preisbildungsverfahren darstellen und die Transparenz durch Informationen des Anbieters gewährleistet ist.
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