Bachelorarbeit, 2010
72 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Von der Elternarbeit zur Erziehungspartnerschaft
1.1 Definition von Elternarbeit
1.2 Historischer Hintergrund der Elternarbeit
1.3 Ziele der Elternarbeit
1.4 Ansätze zur Elternarbeit
1.4.1 Formen der Elternarbeit
1.4.2 Elternbildung und Elterntraining
1.5 Aktueller Forschungsstand
2. Theoretischer Hintergrund von Erziehungspartnerschaft
2.1 Definition von Erziehungspartnerschaft
2.2 Ziele der Erziehungspartnerschaft
2.3 Konsequenzen für die pädagogische Praxis
3. Erziehungspartnerschaft in Familienzentren
3.1 Hintergrund und Konzept der Familienzentren in NRW
3.2 Bedingungen für das Gütesiegel
3.3 Umsetzung der Erziehungspartnerschaft in Familienzentren
4. Empirische Pilotstudie zur Erziehungspartnerschaft in Kindertageseinrichtungen und Familienzentren
4.1 Forschungsfrage
4.2 Untersuchungsdesign
4.2.1 Erhebungsinstrument
4.2.2 Stichprobe
4.2.3 Untersuchungsdurchführung
4.3 Ergebnisse
4.4 Diskussion
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht, inwieweit sich die Erziehungspartnerschaft in Kindertageseinrichtungen und Familienzentren unterscheidet und welche Rolle das Gütesiegel „Familienzentrum“ dabei spielt, wobei der Fokus auf dem Verständnis und der Umsetzung durch pädagogische Fachkräfte liegt.
1.1 Definition von Elternarbeit
Versucht man den Begriff der Elternarbeit zu definieren, so fällt auf, dass der Aspekt, unter dem die Eltern von pädagogischen Fachkräften angesehen werden, von großer Bedeutung ist. Dies wird im Folgenden dargestellt, indem einzelne idealtypische Aspekte hinsichtlich der Sichtweise der Erzieherinnen auf die Eltern im Zusammenhang mit einer jeweiligen Definition aufgezeigt werden.
Der erste Aspekt beinhaltet die konstruktive, partnerschaftliche und dialogische Transaktion aktiver Eltern mit pädagogischen Fachkräften (vgl., zit. n. Bernitzke/Schlegel 2004, S.12). „Nach dieser Sichtweise nehmen die Eltern im Gesamtsystem der Institution Kindertageseinrichtung eine gleichberechtigte und aktive Stellung ein, die durch Partizipation und Integration gekennzeichnet ist“ (Wolf 2006, S.157). Eine Definition von Elternarbeit, die mit diesem Gesichtspunkt durchaus verknüpft werden kann, ist die von Stürmer (2001), in der die Elternarbeit die Gesamtheit der Angebote einer Kindertageseinrichtung umfasst. Außerdem wird sie als elementarer Bestandteil der pädagogischen Arbeit verstanden und kann als eine gemeinsame Arbeit beider Beteiligten begriffen werden, die eine wechselseitige Aktion bzw. Kooperation abverlangt (vgl. Wolf 2006, S.158). Diese Art der Arbeit ist verbunden mit der Entwicklung einer Erziehungspartnerschaft, welche im dritten Kapitel genauer konkretisiert und definiert wird.
1. Von der Elternarbeit zur Erziehungspartnerschaft: Dieses Kapitel definiert Elternarbeit, erläutert ihren historischen Hintergrund sowie ihre Ziele und beleuchtet verschiedene Ansätze und aktuelle Forschungsergebnisse.
2. Theoretischer Hintergrund von Erziehungspartnerschaft: Hier wird der Begriff der Erziehungspartnerschaft theoretisch fundiert, Ziele definiert und die notwendigen Konsequenzen für die tägliche pädagogische Praxis abgeleitet.
3. Erziehungspartnerschaft in Familienzentren: Dieses Kapitel konkretisiert das Konzept der Familienzentren in Nordrhein-Westfalen, die Kriterien für das zugehörige Gütesiegel und deren Bedeutung für die gelebte Erziehungspartnerschaft.
4. Empirische Pilotstudie zur Erziehungspartnerschaft in Kindertageseinrichtungen und Familienzentren: Der Hauptteil der Arbeit umfasst das Untersuchungsdesign, die methodische Vorgehensweise, die Darstellung der Ergebnisse sowie eine kritische Diskussion der Erkenntnisse.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit reflektiert die aus der Pilotstudie gewonnenen Erkenntnisse vor dem Hintergrund der theoretischen Ideale und zieht eine Bilanz für die zukünftige pädagogische Praxis.
Erziehungspartnerschaft, Elternarbeit, Familienzentrum, Kindertageseinrichtung, Elternbildung, Kooperation, Partizipation, pädagogische Fachkräfte, Gütesiegel, Elementarbereich, Elternberatung, Sprachförderung, Elternengagement, Pilotstudie, Familienorientierung.
Die Arbeit thematisiert die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen, mit einem besonderen Fokus auf den Vergleich zwischen klassischen Kitas und zertifizierten Familienzentren.
Zentrale Themen sind die theoretische Abgrenzung von Elternarbeit und Erziehungspartnerschaft, die konzeptionellen Besonderheiten von Familienzentren in NRW sowie die empirische Analyse der Einstellung und Praxis von Fachkräften.
Die Forschungsfrage lautet: „Ist die Erziehungspartnerschaft in Kitas oder in Familienzentren ausgeprägter?“ Ziel ist es, herauszufinden, ob die institutionelle Bindung an Gütesiegelkriterien zu einer intensiveren partnerschaftlichen Zusammenarbeit führt.
Es wurde eine quantitative Querschnittstudie mittels Fragebögen durchgeführt, an der insgesamt 36 pädagogische Fachkräfte aus 12 verschiedenen Einrichtungen teilgenommen haben.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Erziehungspartnerschaft, die Konkretisierung des Familienzentrum-Konzepts sowie die detaillierte Darstellung, Auswertung und Diskussion der Pilotstudie.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Erziehungspartnerschaft, Familienzentren, Elternarbeit, Partizipation und pädagogische Fachkräfte beschreiben.
Das Gütesiegel „Familienzentrum“ verpflichtet Einrichtungen zur Umsetzung spezifischer Qualitätsstandards in Bereichen wie Familienbildung und Beratung, was die Erziehungspartnerschaft zu einem festen, strukturellen Bestandteil macht.
Die Studie zeigt, dass Konflikte zwischen Eltern und Erzieherinnen in beiden Institutionsformen selten auftreten, wobei in Kitas oft organisatorische oder verhaltensbezogene Aspekte als Auslöser genannt werden.
Die Studie ergab, dass die Erreichbarkeit der Familien in Familienzentren aufgrund des stärkeren Sozialraumbezugs zwar konzeptionell besser verankert ist, in der Praxis jedoch von Erzieherinnen dennoch oft als herausforderndes Problem identifiziert wird.
Der Autor schlussfolgert, dass neben der theoretischen Ausbildung eine stärkere praktische Vorbereitung und fortlaufende Fortbildung im Umgang mit Eltern essenziell ist, um Professionalität und Sicherheit in der Erziehungspartnerschaft zu gewinnen.
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