Bachelorarbeit, 2012
43 Seiten, Note: 1,0
Die Arbeit untersucht die möglichen Bezugssysteme, aus denen der Stricker für sein Werk "Daniel von dem blühenden Tal" schöpfte, insbesondere im Hinblick auf Homers Epen. Ziel ist es, die Funktion dieser Bezugssysteme innerhalb des Werks aufzuzeigen und die gattungsspezifischen Abweichungen des "Daniel" zu analysieren.
Die Einleitung führt in die Thematik des Werks ein und beleuchtet die Bedeutung von Fabelwesen und magischen Gegenständen in der Literaturgeschichte, insbesondere in den Homerischen Epen und mittelalterlichen Artusromanen. Die Einleitung stellt den "Daniel" von Stricker als ein Beispiel für einen Artusroman vor, der sich durch seinen Einsatz von Fabelwesen, magischen Gegenständen und dem Motiv der List von anderen Artusromanen abhebt. Die Einleitung gibt einen Überblick über die Forschungslandschaft und die zentralen Fragen, die in der Arbeit behandelt werden.
Das erste Kapitel beschäftigt sich mit der Rezeptionsgeschichte der homerischen Epen im Mittelalter. Es wird untersucht, inwieweit der Homer-Stoff den Autoren des 13. Jahrhunderts bekannt war und welche Quellen ihnen zur Verfügung standen. Die Ergebnisse dieses Kapitels bilden die Grundlage für die Analyse der möglichen Bezugssysteme des Strickers.
Das zweite Kapitel analysiert das Motiv der List im "Daniel" und untersucht dessen Funktion im Werk. Es werden exemplarische Figuren aus verschiedenen literaturhistorischen Epochen analysiert, um die Funktion der List im "Daniel" zu beleuchten und die möglichen Bezugsquellen des Strickers aufzuzeigen.
Das dritte Kapitel analysiert exemplarisch die Funktion der Fabelwesen und magischen Gegenstände im "Daniel". Es werden ausgewählte Wesen und Gegenstände vorgestellt und auf ihre mögliche Herkunft hin analysiert, um die möglichen Bezugssysteme des Strickers zu untermauern und die gattungsspezifischen Abweichungen des "Daniel" zu beleuchten.
Die Arbeit befasst sich mit der Rezeption von Homers Epen im Mittelalter, dem Motiv der List, Fabelwesen und magischen Gegenständen, gattungsspezifischen Abweichungen, Artusromanen, "Daniel von dem blühenden Tal", Stricker, mittelalterliche Literatur, griechische Mythologie.
Die Kenntnis der Originaltexte war selten; man bezog sich meist auf lateinische Bearbeitungen oder Sagenstoffe, da Griechischkenntnisse im Westen kaum verbreitet waren.
Im Gegensatz zu klassischen Artusromanen nutzt der Protagonist Daniel primär die List (Metis) statt reinem ritterlichem Kampf, um Konflikte zu lösen.
Die Arbeit analysiert exotische Wesen und magische Gegenstände, die Daniel begegnen, und vergleicht deren Funktion mit den Ungeheuern aus Homers Odyssee.
Das Fehlen der klassischen Minne ist eine gattungsspezifische Abweichung, die den Fokus stärker auf die politische Klugheit und die strategische List des Helden legt.
Nur bedingt. Während er dem Artushof angehört, bricht er ritterliche Konventionen durch den Einsatz von Magie und List, was ihn eher in die Nähe von Odysseus rückt.
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