Bachelorarbeit, 2012
71 Seiten, Note: 1,7
1. EINLEITUNG UND THEMENFINDUNG
2. FORSCHUNGSLAGE
2.1. Forschungslage zu Gillis van Coninxloo´s Waldlandschaften
2.2. Der Wald – ein Exilort? Kritische Auseinandersetzung Papenbrocks
3. DIE JAGD IM WALD – IN GILLIS VAN CONINXLOO´S SPÄTWERKEN
3.1. Eichenwald als wirtschaftlicher Nutzungsraum
3.2. Waldlandschaft als Mikrokosmos
3.3. Wald als Raum der Transzendenz
3.4. Wald als sozialgesellschaftlicher Handlungsraum
3.5. Jagd im Wald als religiöse Metapher
4. ZUSAMMENFASSUNG
Die vorliegende Arbeit untersucht die Spätwerke von Gillis van Coninxloo mit dem Ziel zu analysieren, inwiefern die Darstellung der Jagd im Wald einen religiösen Kontext aufweist und wie sich dieser in der Gestaltung der Waldlandschaften äußert.
3.1. Eichenwald als wirtschaftlicher Nutzungsraum
Die 1598 entstandene Waldlandschaft mit Jägern (Abb.14) wurde mit Öl auf Holz gemalt. Mit einer Größe von 0,44 x 0,63 m gehört es zu den kleinformatig angelegten Spätwerken Gillis van Coninxloo´s und befindet sich unter der Inventarnummer 751 in den Fürstlichen Sammlungen des Fürsten von Liechtenstein in Vaduz.
Dem Betrachter wird der Einblick in einen Eichenwald gewährt, der einen nahsichtigen Ausschnitt der Tiefen des Waldes darstellt. Dort sind die Bäume eng aneinander angelegt. Sie stehen häufig als Zweier-Konstellation in einem geometrischen Raster, welches sich aus losen, verkürzt vertikalen in den Hintergrund führende Reihen und horizontalen Linien zusammensetzt. (Abb.15) Die Baumanordnung verdichtet sich in den Hintergrund zunehmend, sodass er undurchdringlich erscheint. Allerdings handelt es sich dabei nicht um eine starre Anordnung der Bäume. Vielmehr werden die Linien durch die Wellenbewegungen des Waldbodens aufgelockert. Dieser bildet nicht eine weitestgehend ebenmäßige Fläche, wie der Künstler Gillis van Coninxloo in seinen Werken bis Ende der 1590er es darzustellen pflegte, sondern überwindet ein monotones Erscheinungsbild.
1. EINLEITUNG UND THEMENFINDUNG: Einführung in die Thematik der flämischen Landschaftsmalerei und die Fragestellung nach dem religiösen Kontext der Jagddarstellungen im Werk von Gillis van Coninxloo.
2. FORSCHUNGSLAGE: Aufarbeitung des aktuellen Forschungsstandes zu Gillis van Coninxloo sowie eine kritische Auseinandersetzung mit der These, der Wald diene als Exilmetapher.
3. DIE JAGD IM WALD – IN GILLIS VAN CONINXLOO´S SPÄTWERKEN: Detaillierte Analyse der Waldlandschaften unter verschiedenen Aspekten wie Wirtschaftlichkeit, Mikrokosmos, Transzendenz, soziale Bedeutung und religiöse Metaphorik.
4. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenführende Betrachtung der Ergebnisse, die den religiösen Kontext des Waldes im Spätwerk des Künstlers bestätigt und die Exil-These differenziert.
Gillis van Coninxloo, Waldlandschaft, Spätwerk, Jagd im Wald, flämische Malerei, Exilmotiv, religiöser Kontext, Mikrokosmos, Transzendenz, Staffage, Landschaftsmalerei, Eichenwald, Kunstgeschichte, Naturauffassung, Bildsprache
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Waldlandschaften des flämischen Malers Gillis van Coninxloo und untersucht, ob und wie die dort dargestellten Jagdszenen einen religiösen Kontext vermitteln.
Im Fokus stehen die künstlerische Entwicklung hin zum Wald als Bildmotiv, die ökonomische und soziale Bedeutung des Waldes im 16. Jahrhundert sowie die religiöse Symbolik in den Werken.
Das primäre Ziel ist es, die Hypothese zu hinterfragen, ob der Wald in den Spätwerken ausschließlich als Exilort zu verstehen ist, oder ob er als religiös aufgeladener Raum der Naturerfahrung interpretiert werden kann.
Es wird eine werkimmanente Analyse durchgeführt, bei der spezifische Gemälde herangezogen und kunsthistorisch interpretiert werden, ergänzt durch einen Vergleich mit dem Forschungsstand und literarischen Quellen.
Der Hauptteil gliedert sich in verschiedene Aspekte: Wald als Wirtschaftsraum, der Wald als Mikrokosmos göttlicher Schöpfung, die Rolle von Licht und Schatten für die Transzendenz sowie die Funktion der eingefügten Jäger-Staffagen.
Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Gillis van Coninxloo, Waldlandschaft, religiöser Kontext, Exilmotiv, Mikrokosmos, Transzendenz und flämische Malerei.
Die Arbeit setzt sich kritisch mit der Theorie auseinander und kommt zu dem Schluss, dass die pauschale Deutung des Waldes als Exilort in vielen Werken nicht haltbar ist und einer differenzierteren Betrachtung bedarf.
Die Staffagen dienen nicht nur als schmückendes Beiwerk, sondern helfen dem Betrachter, sich im Waldraum zu orientieren und fungieren teils als Träger von moralischen oder religiösen Botschaften.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

