Examensarbeit, 2013
31 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Bedingungsanalyse
2. Sachanalyse
3. Didaktische Analyse
3.1 Beziehungen zum Rahmenplan
3.2 Exemplarische Bedeutung
3.3 Gegenwarts- und Zukunftsbedeutung
3.4 Reduktion
3.5 Strukturierung der Unterrichtseinheit
4. Ziele in den Kompetenzbereichen
5. Methodische Überlegungen
Die Arbeit fokussiert sich auf die Förderung der Gesprächskompetenz in der siebten Jahrgangsstufe am Gymnasium. Das zentrale Ziel ist es, den Schülern durch eine lebensweltnahe, als Talkshow inszenierte Diskussion die Fähigkeit zur argumentativen Auseinandersetzung und reflektierten Partizipation zu vermitteln.
2. Sachanalyse
„Unter Argumentieren verstehen wir solche sprachlichen Handlungen, in denen etwas unter Kommunikationspartnern Strittiges mit dem Ziel geklärt wird, es unstrittig zu machen. […] Immer dann, wenn zwei oder mehr Partner über eine Sache uneins sind, kann argumentiert werden. Das Grundprinzip des Argumentierens besteht darin, das Strittige durch Bezug auf Unstrittiges zu klären, d.h. den Dissens in einen Konsens zu überführen; Konsens kann auch darüber bestehen, dass man unterschiedlicher Meinung ist. Ziel ist also nicht in jedem Fall das Herbeiführen eines Kompromisses.“
Becker-Mrotzek zeichnet in seiner „möglichen Begriffsdefinition“ ein klares Bild über das Grundkonzept der Argumentation. Bezüglich des Zwecks seien seine Ausführungen aber um Steets ergänzt. Sie differenziert zwischen dem „persuasiven und dem heuristischen Argumentieren.“ Die persuasive Argumentation stellt nach obigen Ausführungen eine Form der zwischenmenschlichen Kommunikation dar, sie drückt sich in Sprechakten aus und läuft zwischen zwei oder mehreren Partnern ab. Sie wird also dadurch konstituiert, dass Agieren und Reagieren einander abwechseln.
1. Bedingungsanalyse: Erläutert die Lernausgangslage und die soziale Struktur der Klasse 7b sowie die Relevanz der Gesprächskompetenz für das Lernklima.
2. Sachanalyse: Definiert die theoretischen Grundlagen des Argumentierens und differenziert zwischen persuasiven und heuristischen Argumentationsformen.
3. Didaktische Analyse: Begründet die Themenwahl durch Bezugnahme auf den Rahmenplan, die Zukunftsbedeutung für die Schüler und die notwendige Reduktion auf die Talkshow-Methode.
4. Ziele in den Kompetenzbereichen: Definiert die angestrebten Lernziele in den Bereichen Sach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz.
5. Methodische Überlegungen: Beschreibt den didaktischen Aufbau der Unterrichtsstunde, inklusive Einstieg, Erarbeitungsphase und Ergebnissicherung.
Argumentation, Gesprächskompetenz, Didaktik, Deutschunterricht, Talkshow, Erörterung, Pro-Contra, Sozialkompetenz, Methodik, Lernziele, Unterrichtsentwurf, Schulentwicklung, Kommunikationsfähigkeit, Fünfsatzmethode, Rollenspiel.
Das Hauptanliegen besteht darin, die Schülerinnen und Schüler in der siebten Klasse durch ein fiktives Talkshow-Format dazu zu befähigen, komplexe Sachverhalte in einer sachlichen und strukturierten Form zu diskutieren.
Die Arbeit behandelt die Theorie des Argumentierens, die praktische Anwendung in moderierten Diskussionsrunden sowie die Förderung sozialer Interaktionsregeln.
Das Ziel ist die Steigerung der Gesprächskompetenz sowie die Einübung von Strategien, um eigene Standpunkte argumentativ fundiert darzulegen und auf fremde Positionen einzugehen.
Es werden Konzepte wie die Fünfsatzmethode zur Argumentationsstrukturierung sowie schreibprozessorientierte Ansätze zur Vorbereitung der mündlichen Beteiligung angewendet.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bedingungsanalyse der Klasse, eine fundierte sachanalytische Definition der Argumentation und eine didaktische Herleitung der gewählten Unterrichtsform.
Zu den prägenden Begriffen zählen Argumentationsdidaktik, Gesprächskultur, Talkshow-Format und Kompetenzorientierung im Fach Deutsch.
Während bei der persuasiven Argumentation das Überzeugen der Gegenpartei im Vordergrund steht, dient die heuristische Argumentation primär dem Wissenserwerb und der persönlichen Erkenntnisgewinnung.
Diese Methode wurde gewählt, um einen starken Lebensweltbezug herzustellen und die Schüler durch das Rollenspiel aktiv zur Teilnahme und zur Einhaltung von Gesprächsregeln zu motivieren.
Die Differenzierung erfolgt durch Unterstützung bei der Rollenfindung und durch gezielte Hilfestellungen der Moderatorengruppe, um sowohl leistungsstärkere als auch sprachlich weniger geübte Schüler in das Geschehen einzubinden.
Die Moderatoren übernehmen eine zentrale Steuerungsfunktion für den Gruppenprozess, was hohe Anforderungen an ihre Kommunikations- und Sozialkompetenz stellt und frühzeitig durch entsprechende Vorbereitung gefördert wird.
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