Examensarbeit, 2009
86 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Textverstehen
1.1 Textverstehen nach PISA
1.2 Verstehen literarischer Texte – literarische Hermeneutik (Waldmann)
2. Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht
2.1 Definitionen und Merkmale
2.2 Kurzer geschichtlicher Abriss
2.3 Begründungen für handlungs- und produktionsorientierte Verfahren
2.3.1 Literaturtheoretische Aspekte
2.3.2 Pädagogisch-didaktische und lernpsychologische Aspekte
2.4 Konzepte und Vertreter des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts
2.4.1 Günter Waldmann
2.4.2 Gerhard Haas
2.4.3 Kaspar H. Spinner
2.4.4 Wolfgang Menzel
2.5 Handlungs- und produktionsorientierte Verfahrensweisen
2.5.1 Textproduktive Verfahren
2.5.2 Szenische Gestaltungen
2.5.3 Visuelle Gestaltungen
2.5.4 Akustische Gestaltungen
2.6 Kritik an handlungs- und produktionsorientierten Verfahren
3. Der Roman ´Löcher´ von Louis Sachar
3.1 Informationen zum Autor
3.2 Informationen zum Buch
3.3 Inhalt und Gattung
3.4 Erzähltechnik und Sprache
3.5 Themen und Motive
4. Planung der Unterrichtseinheit
4.1 Rahmenbedingungen und Anmerkungen zur Situation der Klasse
4.2 Didaktische Vorüberlegungen
4.3 Methodische Vorüberlegungen
5. Durchführung der Unterrichtseinheit
5.1 Kompetenzen der Unterrichtseinheit
5.2 Tabellarische Darstellung der Unterrichtseinheit
5.3 Die zweite und dritte Unterrichtsstunde: „Ich hab keine Freunde“ – Stanley über sein Leben in einem fiktiven Radiointerview
5.3.1 Ziel der Unterrichtsstunde
5.3.2 Teillernziele
5.3.3 Geplanter Unterrichtsverlauf
5.3.4 Ergänzungen zu Anmerkungen der Klassensituation
5.3.5 Ergänzungen zur Sachanalyse
5.3.6 Didaktische Ergänzungen
5.3.7 Methodische Ergänzungen
5.3.8 Reflexion der Unterrichtsstunde
5.4 Die 15. und 16. Unterrichtsstunde: Die Campleitung vor Gericht
5.4.1 Ziel der Unterrichtsstunde
5.4.2 Teillernziele
5.4.3 Geplanter Unterrichtsverlauf
5.4.4 Ergänzungen zu Anmerkungen der Klassensituation
5.4.5 Ergänzungen zur Sachanalyse
5.4.6 Didaktische Ergänzungen
5.4.7 Methodische Ergänzungen
5.4.8 Reflexion der Unterrichtsstunde
6. Gesamtreflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit handlungs- und produktionsorientierte Verfahren im Literaturunterricht einer achten Realschulklasse dazu beitragen können, die Lesemotivation zu steigern und das Textverstehen bei der Behandlung des Romans „Löcher“ von Louis Sachar gezielt zu fördern.
3.3 Inhalt und Gattung
Der 15-jährige Stanley Yelnatz, Protagonist des Romans und, wie seine anderen männlichen Familienmitglieder, aufgrund eines durch den Ururgroßvater verschuldeten Familienfluchs Pechvogel durch und durch, wird (typischerweise) zu Unrecht des Diebstahls von Turnschuhen eines Baseball-Stars bezichtigt und landet dafür im Camp Green Lake, einer Besserungsanstalt in einer Wüste für straffällig gewordene Jugendliche. Diese haben hier tagtäglich die anstrengende Aufgabe, ein fünf Fuß tiefes und fünf Fuß breites Loch in brütender Hitze aus knochentrockener Erde in einem Gebiet mit gefährlichen gelb gefleckten Eidechsen auszuheben, was laut Angaben der Campleitung, insbesondere der Chefin, ihrer Charakterbildung dienlich sein soll. Zuerst ist Stanley kaum in der Lage, das tägliche Arbeitspensum zu bewältigen. Doch mit der Zeit arbeitet er sich immer besser ein und beginnt, sich Gedanken über das Leben im Camp zu machen. Er findet heraus, dass die Jugendlichen eigentlich einen Schatz finden sollen. Zusammen mit seinem Haftgenossen Zero, mit dem er sich schließlich auf der Flucht befindet, schafft er es, diesen Schatz zu heben. Die „Mitarbeiter“ des Camps können dagegen mit Hilfe von Stanleys Anwältin als Betrüger entlarvt und verhaftet werden. Am Ende des Romans stellt sich heraus, dass der Schatz zum Familienbesitz der Yelnatz gehört. Stanley und Zero werden reich und der Familienfluch kann gebannt werden.
Was hier (bewusst) in einer sehr knappen und nüchternden Form zum Inhalt des Romans dargestellt wurde, steht im Kontrast zu den oben bereits ausgeführten Pressezitaten. Diese zeugen nicht nur von einer gewissen Bewunderung für Sachars Werk, sondern ordnen unbewusst den Roman verschiedenen literarischen Gattungen zu. Bevor ich auf diesen Aspekt näher eingehen werde, lässt sich grundsätzlich festhalten, dass ´Löcher´ als Teil der Kinder- und Jugendliteratur (KJL) zu betrachten ist.
Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die Herausforderung der Lesemotivation im Medienzeitalter und formuliert die Fragestellung zur Wirksamkeit handlungs- und produktionsorientierter Verfahren.
1. Textverstehen: Dieses Kapitel definiert Textverstehen unter Rückgriff auf die PISA-Studie und das hermeneutische Modell von Günter Waldmann.
2. Handlungs- und produktionsorientierter Literaturunterricht: Es werden die theoretischen Begründungen, historische Wurzeln und Konzepte sowie die Kritik am HPU erörtert.
3. Der Roman ´Löcher´ von Louis Sachar: Der Unterrichtsgegenstand wird hinsichtlich Autor, Gattung, Erzähltechnik und thematischer Schwerpunkte vorgestellt.
4. Planung der Unterrichtseinheit: Hier werden die Rahmenbedingungen der Klasse sowie didaktische und methodische Vorüberlegungen dargelegt.
5. Durchführung der Unterrichtseinheit: Dieser Teil beschreibt detailliert die Lernziele, Verlaufspläne und Reflexionen zweier ausgewählter Sequenzen.
6. Gesamtreflexion: Abschließend erfolgt eine kritische Bewertung der Wirksamkeit des HPU auf Basis der gemachten Erfahrungen im Unterricht.
Literaturunterricht, Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht, HPU, Lesemotivation, Textverstehen, Louis Sachar, Löcher, PISA, Jugendbuch, Literaturdidaktik, Szenische Gestaltung, Textproduktive Verfahren, Lesekompetenz, Unterrichtsplanung, Ganzschrift.
Die Arbeit untersucht, wie handlungs- und produktionsorientierte Verfahren (HPU) dazu genutzt werden können, die Lesemotivation zu steigern und das Textverstehen bei Schülern der achten Realschulklasse anhand des Jugendromans „Löcher“ zu verbessern.
Die zentralen Themen umfassen die Definition von Textverstehen (u.a. PISA-Kontext), die theoretische Einbettung des handlungs- und produktionsorientierten Literaturunterrichts sowie die didaktische Planung und praktische Erprobung dieses Ansatzes.
Das primäre Ziel ist es zu prüfen, ob handlungs- und produktionsorientierte Verfahren in Kombination mit einem spannenden Jugendroman in der Lage sind, die Lesemotivation der Schüler signifikant zu erhöhen und das Textverstehen als grundlegende Kompetenz zu fördern.
Die Arbeit verknüpft eine theoretische Literaturanalyse mit einer praxisorientierten Unterrichtsdokumentation. Der Autor evaluiert dabei die Wirksamkeit der methodischen Ansätze durch Planung, Durchführung und anschließende Reflexion von zwei Unterrichtssequenzen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des HPU, die Vorstellung des Romans „Löcher“, die Planung der Unterrichtseinheit unter Berücksichtigung der Klassensituation sowie die detaillierte Darstellung und Reflexion zweier konkreter Unterrichtssequenzen (Radiointerview und Gerichtsverhandlung).
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Handlungsorientierung“, „Produktionsorientierung“, „Lesemotivation“, „Jugendliteratur“ und „Textverstehen“ bestimmt.
Der Roman wurde aufgrund seiner thematischen Relevanz für Jugendliche, seines spannenden Aufbaus und des für die Zielgruppe angemessenen Sprachstils gewählt, um eine hohe Identifikationsmöglichkeit zu bieten und die Lust am Lesen neu zu entfachen.
Der Autor stellt fest, dass die Schüler durch die verschiedenen produktiven Verfahren – wie das Erstellen von Interviews oder Comics – eine höhere Motivation zeigten und sich intensiv mit dem Inhalt auseinandersetzten, wenngleich einige Verfahren anfangs eine hohe Lernkurve erforderten.
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