Diplomarbeit, 2012
83 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
I Theoretischer Teil
1 Gerechtigkeitskriterien der Lohndifferenzierung und Arten der Lohngerechtigkeit
1.1 Leistungsprinzip und Leistungsgerechtigkeit
1.2 Anforderungsgerechtigkeit und Verhaltensgerechtigkeit
1.3 Leistungsprinzip und Marktgerechtigkeit
1.4 Bedarfsprinzip und Bedarfsgerechtigkeit
2 Theorien der Verteilungsgerechtigkeit
2.1 Gleichheitsprinzip und Theorie des sozialen Vergleichs
2.2 Gleichheitsprinzip und Einkommensgleichheit
2.3 Theorie des sozialen Vergleichs und Status-Value Theorie
2.4 Equity-Theorie und Leistungsgerechtigkeit
2.5 Humankapitaltheorie und Qualifikationsgerechtigkeit
3 Stand der Forschung
3.1 Faktoren, die die Wahl eines Verteilungsprinzips beeinflussen
3.2 Empirische Studien zur Lohngerechtigkeit
4 Hypothesen
4.1 Vignettenebene
4.1.1 Arbeitsbeitrag
4.1.2 Länge der Betriebszugehörigkeit und Bildungsgrad
4.1.3 Familienstand
4.2 Befragtenebene
4.2.1 Persönlichkeitsmerkmale
4.2.2 Arbeitstätigkeit
4.2.3 Unternehmenseigenschaften
4.2.4 Finanzielle Situation der Befragten
4.3 Interaktionseffekte
4.3.1 Effektstärke und Familienstand
4.3.2 Effektstärke und Bildungsgrad
4.3.3 Effektstärke und Alter
4.3.4 Effektstärke und Länge der Betriebszugehörigkeit
4.3.5 Effektstärke und Vorgesetztenfunktion
II Empirischer Teil
1 Daten- und Methodenvorstellung
1.1 Sekundäranalyse
1.2 Methode Faktorielle Survey
1.3 Datensatz
1.4 Operationalisierung
2 Ergebnisse
2.1 Deskriptive Ergebnisse
2.1.1 Korrelationskoeffizienten
2.1.2 Datenstruktur
2.2 Multivariate Ergebnisse
2.2.1 Vignettenebene
2.2.2 Befragtenebene
2.3 Interaktionseffekte
2.3.1 Effektstärke und Familienstand
2.3.2 Effektstärke und Bildungsgrad
2.3.3 Effektstärke und Alter
2.3.4 Effektstärke und Länge der Betriebszugehörigkeit
2.3.5 Effektstärke und Vorgesetztenfunktion
3 Zusammenfassung und Diskussion
3.1 Rangfolge der Gerechtigkeitskriterien auf unterschiedlichen Analyseebenen
3.1.1 Vignettenebene
3.1.2 Befragtenebene
3.1.3 Interaktionseffekte
3.2 Zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse
3.3 Grenzen und Entwicklungspotenzial dieser Studie
Die vorliegende Arbeit untersucht die Einflussfaktoren auf die Wahrnehmung relativer Lohngerechtigkeit bei Ingenieuren in der Schweiz. Das primäre Ziel ist es, mittels einer Vignettenanalyse zu ermitteln, welche Kriterien Arbeitnehmer bei der Beurteilung einer gerechten Entlohnung heranziehen und wie individuelle Merkmale diese Gerechtigkeitsurteile determinieren.
1.1 Leistungsprinzip und Leistungsgerechtigkeit
Die im Rahmen der Gerechtigkeitsforschung durchgeführten Untersuchungen zur Frage der individuellen Bewertung von Kriterien der Einkommensdifferenzierung haben gezeigt, dass zur Bemessung der gerechten Einkommen tendenziell Leistungs- und Bedarfskriterien herangezogen werden. Bei der leistungsorientierten Einschätzung der Lohngerechtigkeit werden folgende Aspekte berücksichtigt:
- Leistung: Personen, die mehr Ertrag einbringen, sollen ein höheres Einkommen beziehen.
- Qualifikation: Personen mit höherer Qualifikation sollen ein höheres Einkommen beziehen.
- Risiko: Personen, die ein Risiko tragen oder risikoreiche Tätigkeiten ausüben, sollen ein höheres Einkommen beziehen.
- Verantwortung: Personen, die Verantwortung tragen, sollen ein höheres Einkommen beziehen.
- Schädigung: Personen, die eine schädigende oder gesundheitsfährdende Tätigkeit ausüben, sollen ein höheres Einkommen beziehen (Norden 1985, S. 53).
Man kann sehen, dass das Leistungsprinzip die Eigenschaften der Leistungsgerechtigkeit, der Qualifikationsgerechtigkeit sowie der Anforderungsgerechtigkeit umfasst. Marktgerechtigkeit stellt eine weitere Art der Verteilungsgerechtigkeit dar, die in Zusammenhang mit dem Leistungsprinzip betrachtet wird.
1 Gerechtigkeitskriterien der Lohndifferenzierung und Arten der Lohngerechtigkeit: Erläutert die theoretischen Grundlagen der verschiedenen Verteilungsprinzipien, wie Leistungs-, Anforderungs- und Bedarfsgerechtigkeit, die für Entlohnungssysteme relevant sind.
2 Theorien der Verteilungsgerechtigkeit: Diskutiert soziologische und ökonomische Theorien, darunter die Theorie des sozialen Vergleichs, die Status-Value-Theorie, die Equity-Theorie sowie die Humankapitaltheorie, um Gerechtigkeitsurteile zu erklären.
3 Stand der Forschung: Fasst den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu Einflussfaktoren auf Verteilungspräferenzen zusammen und stellt zentrale empirische Studien vor, die sich mit der Lohngerechtigkeit auseinandersetzen.
4 Hypothesen: Formuliert konkrete Forschungsannahmen für die Vignetten- und Befragtenebene, basierend auf den theoretischen Erkenntnissen und dem Stand der Forschung.
1 Daten- und Methodenvorstellung: Beschreibt das methodische Design der Sekundäranalyse auf Basis der Lohnumfrage bei Ingenieuren und die Anwendung der Vignettenanalyse.
2 Ergebnisse: Präsentiert die deskriptiven Daten und die multivariaten Regressionsanalysen, die den Einfluss der verschiedenen Variablen auf das Gerechtigkeitsurteil quantifizieren.
3 Zusammenfassung und Diskussion: Synthetisiert die empirischen Befunde, bewertet die Rangfolge der Gerechtigkeitskriterien und reflektiert die Grenzen sowie das Entwicklungspotenzial der vorliegenden Studie.
Lohngerechtigkeit, Verteilungsgerechtigkeit, Vignettenanalyse, Leistungsgerechtigkeit, Bedarfsgerechtigkeit, Qualifikationsgerechtigkeit, Humankapitaltheorie, Equity-Theorie, Soziale Gerechtigkeit, Einkommenszufriedenheit, Ingenieure, Arbeitsmarktsoziologie, Sekundäranalyse, Mehrebenenanalyse, Gerechtigkeitskriterien.
Die Arbeit befasst sich mit der soziologischen Untersuchung der Wahrnehmung relativer Lohngerechtigkeit, insbesondere bei Ingenieuren, und analysiert die subjektiven Faktoren, die zur Einschätzung der Gerechtigkeit der eigenen Entlohnung führen.
Die zentralen Themen umfassen Verteilungsgerechtigkeitsprinzipien, den Einfluss von Bildungsgrad und Betriebszugehörigkeit auf die Lohnwahrnehmung sowie die Anwendung methodischer Ansätze wie des Faktoriellen Surveys.
Das Ziel ist es, durch eine Vignettenanalyse herauszufinden, welchen Einflussdimensionen (wie Arbeitsbeitrag oder Familienstand) die Befragten bei der Beurteilung der gerechten Lohnverteilung die größte Bedeutung beimessen.
Die Arbeit nutzt die Methode der Vignettenanalyse (einen Faktoriellen Survey) sowie statistische Verfahren wie die logistische Regression (bzw. das Proportional-Odds-Modell) zur Auswertung der Sekundärdaten einer Lohnumfrage.
Im theoretischen Teil werden Verteilungsprinzipien und Gerechtigkeitstheorien diskutiert, während der empirische Teil die Daten operationalisiert, Hypothesen testet und die Ergebnisse mittels multivariater Analysen darstellt.
Wesentliche Begriffe sind Lohngerechtigkeit, Vignettenanalyse, Leistungsgerechtigkeit, Humankapitaltheorie und Verteilungsgerechtigkeit.
Die Studie zeigt, dass Betriebszugehörigkeit häufig als Indikator für Berufserfahrung und betriebsspezifisches Humankapital gewertet wird und bei der Einschätzung der Entlohnung eine entscheidende Rolle für die als gerecht empfundene Lohnstruktur spielt.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Leistungsgerechtigkeit für die meisten Ingenieure das zentralste Kriterium darstellt, während Bedarfskriterien wie der Familienstand einen deutlich geringeren Einfluss auf die Gerechtigkeitsbewertung ausüben.
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