Bachelorarbeit, 2013
98 Seiten, Note: 1,7
1 EINLEITUNG
1.1 MOTIVATION UND ZIELSETZUNG DER ARBEIT
1.2 DEFINITION BILDUNGSTRÄGER
1.3 VORGEHENSWEISE
2 ARBEITSMARKT- UND BILDUNGSDIENSTLEISTUNGEN
2.1 PRÜFUNGEN DER TRÄGER
2.1.1 Die Regionalen Einkaufszentren
2.1.2 Prüfdienst für Arbeitsmarktdienstleistungen
2.1.3 Verdingungsunterlagen
2.1.4 Die eigenen Konzepte
2.1.5 Erfahrungswerte aus Prüfungen
2.2 VERGABEVERFAHREN DER ARBEITSMARKTDIENSTLEISTUNGEN
2.2.1 Öffentliche Ausschreibungen
2.2.2 Freihändige Vergabe
2.2.3 Bildungsgutscheine
2.3 AMDL ZUSAMMENFASSUNG
2.4 SONSTIGE BILDUNGSDIENSTLEISTUNGEN
3 ANFORDERUNGEN AN DIE IT-INFRASTRUKTUREN
3.1 ALLGEMEINE ANFORDERUNGEN
3.2 SPEZIELLE ANFORDERUNGEN BEI BILDUNGSTRÄGERN
4 ABHILFE DURCH CLOUD-COMPUTING?
4.1 ON-PREMISE
4.2 IT-OUTSOURCING
4.3 BASISTECHNOLOGIEN BZW. -KONZEPTE
4.4 CLOUD-COMPUTING
4.4.1 X-as-a-Service
4.4.2 Software-as-a-Service
4.4.3 Platform-as-a-Service
4.4.4 Infrastructure-as-a-Service
4.4.5 Software-plus-Service
4.4.6 Cloud-Klassen: Private-, Public- und Hybrid-Cloud
4.5 VOR- UND NACHTEILE
4.5.1 Vor- und Nachteile: Internes Private-Cloud-Computing
4.5.2 Vor- und Nachteile: Externes Private- oder Public-Cloud-Computing
4.5.3 Vor- und Nachteile: Software-as-a-Service
4.5.4 Vor- und Nachteile: Infrastructure-as-a-Service
4.6 MÖGLICHKEITEN, GRENZEN UND HERAUSFORDERUNGEN
5 LÖSUNG MIT UND OHNE CLOUD-COMPUTING
5.1 AUSWAHL VERSCHIEDENER LÖSUNGEN
5.1.1 Annahmen
5.1.2 Planung
5.1.2.1 On-Premise-Lösung
5.1.2.2 On-Demand-Lösung
5.2 KOSTEN-NUTZEN-BETRACHTUNG
5.2.1 Kosten
5.2.1.1 Kosten On-Premise-Lösung
5.2.1.2 Kosten On-Demand-Lösung
5.2.2 Nutzen
5.2.3 Ergebnis und kritische Würdigung
6 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT
Die vorliegende Abschlussarbeit untersucht die Anforderungen von Bildungsträgern an ihre IT-Infrastruktur und bewertet, inwieweit Cloud-Computing eine geeignete Lösung zur Optimierung von Geschäftsprozessen und Kostensenkung unter Berücksichtigung spezifischer regulatorischer Rahmenbedingungen darstellt.
2.1.3 Verdingungsunterlagen
Verdingungsunterlagen (VU) oder auch Vergabeunterlagen beinhalten wichtige Rahmenbedingungen für eine Ausschreibung und für die anschließende Vertragslaufzeit einer ausgeschriebenen Maßnahme. Diese Unterlagen stellen einen verbindlichen Vertragsbestandteil dar. Sie enthalten Regelungen zur telefonischen Erreichbarkeit und den vorzuhaltenden Räumlichkeiten. Es wird auf die PC-Arbeitsplätze und deren Beschaffenheit eingegangen, die in der Bildungseinrichtung vorhanden sein bzw. bei Zuschlag angeschafft werden müssen.
Die Anforderungen sind meist sehr vage formuliert, was anhand eines beispielhaften Auszugs verdeutlicht werden kann. In diesem Auszug sind IT-Vorgaben aus den Vergabeunterlagen einer sogenannten Maßnahmekombination „alles“ aus dem Jahre 2011 enthalten:
„PC-Arbeitsplätze (PC, Bildschirm, Software und Drucker), welche für Teilnehmer eingesetzt werden, müssen dem aktuellen Stand der Technik entsprechen. Dies ist dann gegeben, wenn der PC mindestens mit Windows XP und einer marktüblichen Office- und Anwendersoftware (z.B. MS-Office, OpenOffice.org) ausgestattet ist, mindestens die vom Hersteller für das eingesetzte Betriebssystem und die eingesetzte Office- und Anwendersoftware empfohlenen Hardwarevoraussetzungen erfüllt und der Bildschirm eine Mindestgröße von 17 Zoll (bei Flachbildschirmen TFT 15 Zoll) hat. […]
• Mindestanforderungen Rechner: Pentium III (oder vergleichbar) mit mindestens 512 MB Arbeitsspeicher, mindestens Internet DSL 2000, aktuellste Browserversion (mindestens Internetexplorer oder Firefox).“
Wie dem Beispiel zu entnehmen ist, handelt es sich bei den in den Vergabeunterlagen geforderten Mindestanforderungen offensichtlich um halb aktualisierte Vertragstexte älterer Ausschreibungen. Die angegeben Minima Pentium III und 512 MB Arbeitsspeicher waren im Jahr 2011, in dem die Ausschreibung veröffentlicht wurde, bereits stark veraltet. Wegen dieser irreführenden Angaben könnte ein Träger falsch kalkulieren. Eine Bewerbung auf Grundlage dieser Kalkulation wiederum könnte durch einen sich daraus ergebenden sehr günstigen Preis den Zuschlag erhalten.
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik Cloud-Computing bei Bildungsträgern, Definition der Zielgruppe und Erläuterung der Vorgehensweise.
2 ARBEITSMARKT- UND BILDUNGSDIENSTLEISTUNGEN: Analyse der Zertifizierungen (AZAV/AZWV), Vergabeverfahren und Prüfinstanzen wie REZ und Prüfdienst AMDL für Bildungsträger.
3 ANFORDERUNGEN AN DIE IT-INFRASTRUKTUREN: Darstellung allgemeiner und trägerspezifischer Anforderungen an die IT, inklusive notwendiger Sicherheits- und Verwaltungsstrukturen.
4 ABHILFE DURCH CLOUD-COMPUTING?: Erläuterung technischer Cloud-Konzepte, Abgrenzung zu On-Premise und Outsourcing sowie kritische Diskussion der Vor- und Nachteile.
5 LÖSUNG MIT UND OHNE CLOUD-COMPUTING: Vergleich einer fiktiven On-Premise-Infrastruktur mit einer Cloud-basierten Lösung anhand einer Kosten-Nutzen-Analyse und Nutzwertanalyse.
6 ZUSAMMENFASSUNG UND FAZIT: Kritische Würdigung der Marktsituation für Bildungsträger und abschließende Einschätzung zum Einsatz von Cloud-Lösungen.
Bildungsträger, IT-Infrastruktur, Cloud-Computing, On-Premise, On-Demand, Arbeitsmarktdienstleistungen, Verdingungsunterlagen, Kosten-Nutzen-Analyse, Nutzwertanalyse, Datenschutz, Datensicherheit, Virtualisierung, IT-Servicemanagement, Ausschreibung, Software-as-a-Service.
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung der IT-Infrastruktur von Bildungsträgern, die unter hohem Kostendruck und spezifischen regulatorischen Anforderungen (z.B. durch öffentliche Ausschreibungen) stehen.
Die zentralen Themen sind die Anforderungen an IT-Umgebungen in der Weiterbildungsbranche, die Vergabepraxis für Arbeitsmarktdienstleistungen sowie die Eignung und Implementierung von Cloud-Computing-Modellen.
Ziel ist es, die spezifischen Anforderungen eines Bildungsträgers an die IT-Infrastruktur aufzuzeigen und zu prüfen, ob Cloud-Computing-Modelle diese Anforderungen besser oder effizienter erfüllen können als klassische Ansätze.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zu Cloud-Technologien mit einer fallstudienbasierten Untersuchung (Beispiel Träger GmbH), inklusive einer Kostenvergleichsrechnung (TCO) und einer Nutzwertanalyse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Anforderungsanalyse, die Erläuterung von Cloud-Konzepten, Vor- und Nachteile verschiedener Cloud-Modelle sowie die Planung und Bewertung einer On-Premise- gegenüber einer On-Demand-Lösung.
Zentrale Begriffe sind Bildungsträger, IT-Infrastruktur, Cloud-Computing, Ausschreibungsverfahren, Kosten-Nutzen-Betrachtung, Datenschutz und Skalierbarkeit.
Aufgrund strenger Anforderungen zum Datenschutz und zur Datensicherheit in den Vergabeunterlagen sowie der notwendigen Zertifizierungen ist der Einsatz externer Cloud-Provider bei öffentlichen Ausschreibungen oft noch nicht zulässig oder nur mit hohem Aufwand realisierbar.
Die Analyse ergibt, dass eine interne Private-Cloud-Lösung (On-Demand) aufgrund höherer Flexibilität und vereinfachter Administration für das Unternehmen vorteilhafter ist als eine klassische On-Premise-Client-Server-Infrastruktur.
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