Doktorarbeit / Dissertation, 2013
230 Seiten, Note: 2,0
1. EINLEITUNG
1.1 AUFBAU DER DISSERTATION
1.2 BEGRIFF DER MINDERHEITSREGIERUNG
2. MERKMALE DES REGIERUNGSSYSTEMS IN NORDRHEIN-WESTFALEN
2.1 FUNKTIONSBEDINGUNGEN DES REGIERUNGSSYSTEMS IM LÄNDERPARLAMENTARISMUS
2.2 VERFASSUNGSINSTITUTIONEN UND -VERFAHREN
2.3 WAHLEN UND PARTEIEN
2.4 STRUKTURMERKMALE DES REGIERENS
2.5 KONKLUSION
3. MINDERHEITSREGIERUNGEN IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
3.1 THEORETISCHE GRUNDANNAHMEN
3.2 BUNDESEBENE
3.3 LÄNDEREBENE
3.3.1 MÖGLICHKEITEN VON MINDERHEITSREGIERUNGEN
3.3.2 GRENZEN VON MINDERHEITSREGIERUNGEN
3.4 KONKLUSION
4. DIE ROT-GRÜNE MINDERHEITSREGIERUNG IN DÜSSELDORF
4.1 REGIERUNGSAKTEURE
4.2 OPPOSITIONSAKTEURE
4.3 PARLAMENTARISCHE EREIGNISSE
4.4 DER PARLAMENTARISCHE ABSCHLUSS DER 15. LEGISLATURPERIODE
4.5 DER EINFLUSS DER PARLAMENTSVERWALTUNG AUF DAS HAUSHALTSSCHEITERN
4.6 ANALYSE DER MEDIENBERICHTERSTATTUNG
4.7 KONKLUSION
5. ERWARTUNGEN AN DIE MINDERHEITSREGIERUNG – EINE ERSTE EMPIRISCHE ERHEBUNG
5.1 DEFINITION, ZIELSETZUNG UND HYPOTHESEN DER ERSTEN EXPERTENINTERVIEWS
5.2 METHODIK
5.3 ERGEBNISSE DER ERSTEN EVALUATION
5.3.1 PARLAMENTSKULTUR
5.3.2 ENTSCHEIDUNGSFINDUNGSPROZESSE
5.3.3 ROLLENVERHALTEN DER AKTEURE
5.3.4 POLITISCHE STRATEGIEN
5.3.5 ROLLE DER LANDESVERFASSUNG
5.3.6 HAUSHALTSABSTIMMUNGEN
5.3.7 KOMMUNIKATIONSEBENEN
5.4 HYPOTHESENDISKUSSION
5.5 KONKLUSION
6. ERFAHRUNGEN MIT DER MINDERHEITSREGIERUNG – EINE ZWEITE EMPIRISCHE ERHEBUNG
6.1 DEFINITION, ZIELSETZUNG UND HYPOTHESEN DER ZWEITEN EXPERTENINTERVIEWS
6.2 METHODIK
6.3 ERGEBNISSE DER ZWEITEN EVALUATION
6.3.1 PARLAMENTSKULTUR
6.3.2 ENTSCHEIDUNGSFINDUNGSPROZESSE
6.3.3 ROLLENVERHALTEN DER AKTEURE
6.3.4 POLITISCHE STRATEGIEN
6.3.5 ROLLE DES LANDESVERFASSUNGSGERICHTES
6.3.6 SCHLÜSSELTHEMEN
6.3.7 KOMMUNIKATIONSEBENEN
6.4 HYPOTHESENDISKUSSION
6.5 KONKLUSION
7. ANALYSE DER EVALUATIONSERGEBNISSE: DIE FUNKTIONSBEDINGUNGEN DER MINDERHEITSREGIERUNG IN NORDRHEIN-WESTFALEN
7.1 PARLAMENTSKULTUR
7.2 ENTSCHEIDUNGSFINDUNGSPROZESSE
7.3 ROLLENVERHALTEN DER AKTEURE
7.4 POLITISCHE STRATEGIEN
7.5 ROLLE DER LANDESVERFASSUNG UND DES LANDESVERFASSUNGSGERICHTS
7.6 SCHLÜSSELABSTIMMUNGEN
7.7 KOMMUNIKATIONSEBENEN
7.8 KONKLUSION
8. DAS ABSTIMMUNGSVERHALTEN IM LANDTAG
8.1 DARSTELLUNG DES ABSTIMMUNGSVERHALTEN
8.2 ANALYSE DES ABSTIMMUNGSVERHALTENS
8.3 KONKLUSION
9. SCHLUSSBETRACHTUNG: WIE ES DER MINDERHEITSREGIERUNG GELANG ZWEI JAHRE ZU BESTEHEN UND WARUM EINE DAUERHAFTE EXISTENZ DOCH NICHT MÖGLICH IST.
Die Arbeit untersucht die Funktionsbedingungen von Minderheitsregierungen innerhalb des parlamentarischen Regierungssystems in Nordrhein-Westfalen. Das primäre Ziel ist es, die notwendigen Voraussetzungen für die Funktions- und Handlungsfähigkeit dieser Regierungsform zu identifizieren und zu analysieren, wie sich das Verhalten der politischen Akteure unter diesen Bedingungen verändert.
1.2 Begriff der Minderheitsregierung
Strom definiert in einem der grundlegendsten Forschungswerke Minderheitsregierungen wie folgt: „Minority goverments are defined by the relationship between the legislativ and the exekutive branches of government in parliamentary democracies, the most common type of democratic regime.“7
Als Minderheitsregierung ist eine Regierung anzusehen, die nicht das Vertrauen der Mehrheit des Parlaments besitzt. Vertrauen bedeutet dabei, dass die Abgeordneten die Bereitschaft, der Regierung für ihre Vorhaben zu einer Mehrheit zu verhelfen.
Wenn nach einer Wahl keine Fraktion die Mehrheit der Mandate auf sich vereinigen kann, so werden in der Regel Koalitionen gebildet, welche gemeinsam die Mehrheit im Parlament auf sich vereinigen. Mit einer steigenden Zahl von parlamentarischen Fraktionen steigt die Schwierigkeit einer Mehrheitsfindung. Befinden sich zudem koalitionsunwillige oder -unfähige Gruppierungen im Parlament, so erschwert dies die Mehrheitsbildung. Einer Minderheitsregierung bedarf somit eine numerisch mehrheitsfähige Opposition, die aufgrund mangelnder politischer Kohäsion, nicht als Einheit auftritt.8
1. EINLEITUNG: Einführung in das Thema der Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen und Darlegung der Forschungsfrage sowie des Aufbaus der Dissertation.
2. MERKMALE DES REGIERUNGSSYSTEMS IN NORDRHEIN-WESTFALEN: Theoretische Herleitung der Funktionsbedingungen im Parlamentarismus unter besonderer Berücksichtigung der nordrhein-westfälischen Verhältnisse.
3. MINDERHEITSREGIERUNGEN IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND: Historischer und theoretischer Überblick über existierende Minderheitsregierungen auf Bundes- und Landesebene sowie Diskussion von Vor- und Nachteilen.
4. DIE ROT-GRÜNE MINDERHEITSREGIERUNG IN DÜSSELDORF: Detaillierte Betrachtung der Akteure, parlamentarischen Ereignisse und medialen Berichterstattung während des Projekts 90+X.
5. ERWARTUNGEN AN DIE MINDERHEITSREGIERUNG – EINE ERSTE EMPIRISCHE ERHEBUNG: Darstellung des qualitativen Forschungsdesigns und Analyse der Erwartungshaltung der politischen Akteure in der frühen Phase der Legislaturperiode.
6. ERFAHRUNGEN MIT DER MINDERHEITSREGIERUNG – EINE ZWEITE EMPIRISCHE ERHEBUNG: Empirische Untersuchung der gemachten Erfahrungen und Überprüfung der zu Beginn aufgestellten Hypothesen.
7. ANALYSE DER EVALUATIONSERGEBNISSE: DIE FUNKTIONSBEDINGUNGEN DER MINDERHEITSREGIERUNG IN NORDRHEIN-WESTFALEN: Synthese und wissenschaftliche Einordnung der Evaluationsergebnisse hinsichtlich der Funktionskriterien.
8. DAS ABSTIMMUNGSVERHALTEN IM LANDTAG: Statistische Analyse des tatsächlichen Abstimmungsverhaltens der Fraktionen über den gesamten Zeitraum der 15. Legislaturperiode.
9. SCHLUSSBETRACHTUNG: WIE ES DER MINDERHEITSREGIERUNG GELANG ZWEI JAHRE ZU BESTEHEN UND WARUM EINE DAUERHAFTE EXISTENZ DOCH NICHT MÖGLICH IST.: Fazit und Beantwortung der zentralen Forschungsfrage zur Funktionsfähigkeit und Beständigkeit der Regierungsform.
Minderheitsregierung, Nordrhein-Westfalen, Parlamentarismus, Regierungsbildung, Entscheidungsfindung, Koalition, Opposition, Experteninterviews, Abstimmungsverhalten, Politische Strategie, Parlamentskultur, Koalition der Einladung, Funktionsfähigkeit, Landesverfassung, Demokratie
Die Arbeit analysiert die Funktionsbedingungen und die Stabilität von Minderheitsregierungen im parlamentarischen System der deutschen Bundesländer am Beispiel der rot-grünen Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen (2010–2012).
Im Zentrum stehen die Handlungsfähigkeit, die Entscheidungsfindungsprozesse, die parlamentarische Kultur sowie das Zusammenspiel zwischen der Regierung und wechselnden Mehrheiten im Landtag.
Das primäre Ziel ist es, Bedingungen und Voraussetzungen zu identifizieren, die eine Minderheitsregierung unter den gegebenen institutionellen Rahmenbedingungen funktionsfähig machen, und die Gründe für ihre begrenzte Lebensdauer zu erklären.
Es werden qualitative Experteninterviews (in zwei Erhebungswellen) mit Politikern und Journalisten geführt sowie eine quantitative Analyse des parlamentarischen Abstimmungsverhaltens über die gesamte Legislaturperiode hinweg vollzogen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, eine fallbezogene Analyse der nordrhein-westfälischen Regierung, empirische Erhebungen der Akteurserwartungen und -erfahrungen sowie eine detaillierte statistische Auswertung des Abstimmungsverhaltens.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Minderheitsregierung, Parlamentskultur, Entscheidungsfindung, politische Strategie, Koalition der Einladung und Abstimmungsverhalten charakterisieren.
Die Verfassung wird als Rahmenbedingung untersucht, die durch Regelungen wie die einfache Mehrheit bei der Wahl des Ministerpräsidenten oder bei der Gesetzgebung Minderheitsregierungen formal ermöglicht, jedoch keinen dauerhaften Schutz vor Krisen bietet.
Die Arbeit kommt zu dem Ergebnis, dass die Funktionsfähigkeit zwar zeitweise durch informelle Mechanismen und projektbezogene Mehrheiten erreicht werden kann, eine dauerhafte Existenz jedoch aufgrund machtpolitischer Interessen und mangelnder Anpassungsfähigkeit an das System der wechselnden Mehrheiten schwierig bleibt.
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