Bachelorarbeit, 2013
57 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Sexualität
2.1. Begriffsbestimmung
2.2. Kindliche Sexualität
2.2.1. Die psychosexuelle Entwicklung des Kindes
2.2.2. Unterschiede zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität
2.3. Sexualerziehung
2.3.1. Verortung
2.3.2. Ziele und Themen der Sexualerziehung
2.3.3. Handlungsfelder und -methoden
3. Sexualerziehung in Kindertagesstätten
3.1. Bestandsaufnahme
3.2. Voraussetzungen gelingender Sexualerziehung
3.3. Inhalte
4. Analyse sexualpädagogischer Konzepte für Kindertagesstätten
4.1. Beschreibung der Konzepte
4.1.1. Die „Kinderliedertour“ (BZgA)
4.1.2. „Präventionsprogramm für den Elementarbereich“ (Strohhalm e.V.)
4.2. Bewertung der Konzepte
4.2.1. Die „Kinderliedertour“ (BZgA)
4.2.2. „Präventionsprogramm für den Elementarbereich“ (Strohhalm e.V.)
5. Zusammenfassung
Die Bachelorarbeit untersucht den aktuellen Stellenwert und die Existenz sexualpädagogischer Konzepte in Kindertagesstätten. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche Konzepte verfügbar sind und wie diese im Hinblick auf die Bedürfnisse von Kindern im Vorschulalter zu bewerten sind, um eine sexualfreundliche Erziehung zu ermöglichen.
2.2.2. Unterschiede zwischen kindlicher und erwachsener Sexualität
Wenn die dargestellten kindlichen Verhaltensäußerungen als sexuell verstanden werden, dann wird deutlich, dass sich die kindliche Sexualität im Wesentlichen von der erwachsenen Sexualität unterscheidet (vgl. Phillips 2005:1). Kindliche Sexualität zeichnet sich durch Spontaneität, Unbefangenheit, Neugierde und, im wahrsten Sinne des Wortes, Schamlosigkeit aus. Mädchen und Jungen kennen zunächst keine Scham oder gesellschaftliche Sexualnormen (vgl. Freund/Riedel-Breidenstein 2006:9). So kann es bspw. passieren, dass Kinder während des Mittagessens ihre Hand in die Unterhose stecken und ihren Genitalbereich berühren oder ein dreijähriger Junge im Supermarkt seinen Penis zeigt (vgl. ebd.). Da Kinder Sexualnormen und Schamgrenzen erst noch lernen müssen, ermöglicht ihnen die Unwissenheit, all das zu tun, was ihnen gefällt oder was sie interessiert, während Erwachsene meist den Normen folgen und ihre sexuellen Wünsche und Gefühle in möglichst sozialverträgliche Bahnen lenken, und – wenn überhaupt – nur im Geheimen ausleben (vgl. Phillips 2005:1). Grund ist vor allem die immer noch sehr verbreitete Annahme, Sexualität sei etwas Unanständiges und Verbotenes. Diese Annahme sei vor allem durch die lustfeindliche Sexualmoral der Kirche in den letzten Jahrhunderten transportiert worden (vgl. Freund/Riedel-Breidenstein 2006:8). Freud vermutet, dass Erwachsene ihre sexuelle Energie zusätzlich in kulturelle Leistungen, wie Kunst, umwandeln (vgl. Freud 1975:52 f.).
Während Erwachsene eher auf eine genitale Sexualität fixiert sind, die auf Erregung und Befriedigung ausgerichtet ist, ist die kindliche Sexualität vom Wunsch nach Nähe, Wohlgefühl und Geborgenheit geprägt. Das bedeutet, dass sich kindliche Sexualität nicht nur auf die Geschlechtsorgane konzentriert, wobei Kinder ab dem dritten Lebensjahr beginnen, sich durch die gezielte Stimulierung ihrer Geschlechtsorgane zu befriedigen. Kinder nutzen stattdessen verschiedene Sinneserfahrungen und Genussmöglichkeiten, um schöne Gefühle zu erfahren (vgl. Phillips 2005:1).
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Sexualerziehung im Kindesalter ein und definiert die zentrale Forschungsfrage sowie das Vorgehen der Arbeit.
2. Sexualität: In diesem Kapitel wird der Sexualitätsbegriff definiert und die psychosexuelle Entwicklung des Kindes sowie die Unterschiede zur erwachsenen Sexualität dargelegt.
3. Sexualerziehung in Kindertagesstätten: Das Kapitel thematisiert die aktuelle Situation in Kitas, notwendige Voraussetzungen für Fachkräfte und die inhaltlichen Schwerpunkte einer gelingenden Sexualerziehung.
4. Analyse sexualpädagogischer Konzepte für Kindertagesstätten: Es werden zwei konkrete Praxisbeispiele untersucht und kritisch bewertet: die "Kinderliedertour" der BZgA und das Präventionsprogramm des Strohhalm e.V.
5. Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung der Sexualpädagogik in der pädagogischen Ausbildung gegeben.
Sexualpädagogik, Kindliche Sexualität, Kindertagesstätte, Sexualerziehung, Psychosexuelle Entwicklung, Prävention, Sexueller Missbrauch, Erzieherrolle, Elternarbeit, Kinderliedertour, Sexualmoral, Geschlechtsidentität, Körperwahrnehmung, Aufklärung, Resilienz
Die Arbeit befasst sich mit dem Stellenwert und der Ausgestaltung sexualpädagogischer Konzepte innerhalb der Kindertagesbetreuung und deren Notwendigkeit im Vorschulalter.
Die Arbeit beleuchtet die psychosexuelle Entwicklung von Kindern, die Aufgaben der Sexualerziehung, die Anforderungen an das pädagogische Personal sowie die Analyse spezifischer Präventions- und Aufklärungskonzepte.
Ziel ist es, existierende sexualpädagogische Konzepte für Kindertagesstätten zu identifizieren und kritisch zu bewerten, um einen Beitrag zur Etablierung sexualfreundlicher Erziehung zu leisten.
Es handelt sich um eine analytische Auseinandersetzung mit Fachliteratur und die qualitative Bewertung zweier ausgewählter Praxiskonzepte auf Basis pädagogischer Kriterien.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Sexualität und Erziehung sowie die detaillierte Beschreibung und kritische Analyse der „Kinderliedertour“ der BZgA und des „Präventionsprogramms für den Elementarbereich“ des Vereins Strohhalm e.V.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Sexualpädagogik, kindliche Sexualität, Sexualerziehung, Prävention von sexuellem Missbrauch sowie die pädagogische Kompetenz der Erzieher.
Die Autorin betont, dass kindliche Sexualität durch Spontaneität, Unbefangenheit und das Fehlen von Schamgrenzen gekennzeichnet ist, während erwachsene Sexualität meist stark genitalzentriert und normgebunden ist.
Ein zentrales Defizit ist die unzureichende Qualifizierung des pädagogischen Personals sowie die häufige Reduktion der Sexualerziehung auf reine Prävention statt auf eine ganzheitliche Förderung der psychosexuellen Entwicklung.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

