Diplomarbeit, 2001
133 Seiten, Note: 1,35
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Vorgehensweise
2. Grundlagen
2.1 Mittelständische Unternehmen
2.1.1 Definitorische Abgrenzung
2.1.1.1 Quantitative Merkmale
2.1.1.2 Qualitative Merkmale
2.1.2 Wirtschaftliche Situation und Bedeutung
2.2 Rating
2.2.1 Begriff
2.2.2 Rating-Arten
2.2.3 Rating-Symbole und ihre Bedeutung
2.2.4 Bankinterne Ratings/Bankexterne Ratings
3. Basel II – Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung
3.1 Geschichte der Baseler Eigenkapitalanforderungen
3.2 Der „Fahrplan“ von Basel II
3.2 Ziele von Basel II
3.4 Das Rahmenwerk – Die drei Säulen des neuen Baseler Akkords und dessen Implikationen für den Mittelstand
3.4.1 Säule Eins: Mindestkapitalanforderungen
3.4.1.1 Kreditrisiko
3.4.1.1.1 Standardansatz
3.4.1.1.2 IRB-Ansatz (Internal Ratings Based Approach)
3.4.1.1.3 Verbriefung von Forderungen (Asset Backed Securities)
3.4.1.1.4 Techniken zur Risikominderung (Credit Risk Mitigation Techniques)
3.4.1.2 Operationelles Risiko
3.4.2 Säule Zwei: Aufsichtliches Überprüfungsverfahren – Der Supervisory Review Process (SRP)
3.4.3 Säule Drei: Marktdisziplin
4. Die Konsequenzen der Baseler Beschlüsse für die Finanzierung mittelständischer Unternehmen
4.1 Aktuelle Finanzierungsbedürfnisse mittelständischer Unternehmen und deren potentielle Veränderungen durch Basel II
4.2 Rating im Mittelstand
4.2.1 Internes vs. externes Rating im Mittelstand
4.2.2 Erforderliche Informationen des internen Rating-Prozesses
4.2.3 Der externe Rating-Prozess
4.2.4 Aktueller Vorbereitungsstand der KMU auf die Transparenzanforderungen eines Ratings
4.2.5 Mögliche Auswirkungen von Basel II auf die Kunde-Bank-Beziehung und damit verbundene Nutzenpotenziale
4.3 Auswirkungen von Basel II auf Mittelständler und ihre Hausbanken – eine Musterrechnung anhand eines breit diversifizierten Mittelstandportfolios
4.4 Finanzierungsalternativen für mittelständische Unternehmen
5. Fazit und Ausblick
Diese Arbeit untersucht kritisch die Auswirkungen des neuen Baseler Akkords (Basel II) auf die Finanzierungssituation mittelständischer Unternehmen in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, die neuen regulatorischen Anforderungen an Banken und Unternehmen zu beleuchten und mögliche Veränderungen in der Finanzierungspraxis sowie in der Kunde-Bank-Beziehung zu analysieren, wobei insbesondere die Relevanz interner und externer Ratings für den Mittelstand hervorgehoben wird.
Die Bedeutung des internen Ratings für den Mittelstand
Basel II lässt Ratings, die zukünftig die unterschiedliche Bonität aller Kreditnehmer bestimmen sollen, zum Dreh- und Angelpunkt bei der Kreditvergabe werden. Mit Hilfe von Ratings, die bis jetzt hauptsächlich bei internationalen Finanz- und Großkonzernen Anwendung fanden, soll nunmehr auch bei kleinen und mittleren Unternehmen Transparenz geschaffen werden. Durch die in Basel II vorgesehene grundlegende Änderung der EK-Unterlegung für Kreditrisiken bei Banken, werden sich die „Spielregeln“ im Firmenkunden-Kreditgeschäft erheblich ändern.
Aufgrund des kausalen Zusammenhangs zwischen der EK-Unterlegung von Banken für Kreditgeschäfte und der Fremdkapital (FK)-Zinsen für Unternehmen kann diese Veränderung ganz besonders für die traditionell sehr ausgeprägte Kreditfinanzierung der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland gravierende Auswirkungen haben. Eine intensive Auseinandersetzung mit den Folgen von Basel II für die Unternehmensfinanzierung ist daher gerade für mittelständische Unternehmen dringend erforderlich. Aufgrund der stark auf die Konsequenzen der Kreditwirtschaft fokussierten Diskussion gestaltet es sich jedoch für mittelständische Unternehmer mitunter schwer, relevante und aussagekräftige Informationen über die konkreten Auswirkungen des neuen Baseler Akkords auf ihre zukünftige Finanzierungssituation aus der Fülle von Pressemeldungen oder aus dem 500 Seiten umfassenden Regelwerk selbst herauszufiltern.
1. Einleitung: Darstellung der Ausgangssituation, der Problemstellung sowie der Vorgehensweise im Kontext der Diskussion um Basel II.
2. Grundlagen: Definition mittelständischer Unternehmen sowie des Begriffs Rating und der verschiedenen Ausgestaltungsformen von Rating-Systemen.
3. Basel II – Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung: Erläuterung der Geschichte, der Ziele und des Rahmenwerks der neuen Eigenkapitalvereinbarung mit Fokus auf die drei Säulen.
4. Die Konsequenzen der Baseler Beschlüsse für die Finanzierung mittelständischer Unternehmen: Analyse der Auswirkungen der Baseler Beschlüsse auf die Finanzierung, insbesondere der Bedeutung von Ratings und Finanzierungsalternativen für KMU.
5. Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der Unternehmensfinanzierung im Mittelstand.
Basel II, Mittelstand, Credit Rating, Eigenkapitalvereinbarung, Bankenaufsicht, Kreditrisiko, IRB-Ansatz, Unternehmensfinanzierung, Hausbank, KMU, Risikomanagement, Bonität, Finanzierungsalternativen, Kapitalmarkt, Transparenz.
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) auf die Finanzierungssituation von mittelständischen Unternehmen in Deutschland und die damit verbundene wachsende Bedeutung von Ratings.
Zu den zentralen Themen zählen die Grundlagen des Mittelstands, die neuen Anforderungen der Baseler Eigenkapitalvereinbarung, Rating-Verfahren (intern vs. extern) sowie verschiedene Finanzierungsalternativen für den Mittelstand.
Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen von Basel II auf den Mittelstand kritisch zu beleuchten und aufzuzeigen, wie sich zukünftige Anforderungen und die Finanzierungssituation für mittelständische Unternehmen verändern könnten.
Die Arbeit stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, eine methodische Einordnung der Rating-Systeme sowie die Auswertung von Studien und Experteninterviews zur Einschätzung der Auswirkungen von Basel II.
Der Hauptteil behandelt die Struktur von Basel II, die spezifischen Anforderungen an die EK-Unterlegung und Risikomessung, die Konsequenzen für die Kunde-Bank-Beziehung sowie die Praxis des Ratings im Mittelstand.
Wichtige Schlüsselwörter sind Basel II, Mittelstand, Credit Rating, Bankenaufsicht, Eigenkapital, KMU, Kreditrisiko und Finanzierungsalternativen.
Das „Cherry-Picking“ wird als eine durch Basel II kritisch zu betrachtende Praxis diskutiert, bei der Banken gezielt Ansätze wählen könnten, um regulatorische Vorteile zu erzielen, was die Regulierungsbehörden zu verhindern suchen.
Die Experten im Anhang weisen darauf hin, dass der Mittelstand insgesamt noch große Wissenslücken aufweist und eine stärkere Auseinandersetzung mit der Rating-Thematik zwingend erforderlich ist, um die Finanzierungsfähigkeit langfristig zu sichern.
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