Examensarbeit, 2013
73 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
2 WebQuest
2.1 Entstehung und Hintergrund
2.2 Elemente eines WebQuests
2.3 Arten von WebQuests
2.4 Aktivitätstypen in WebQuests
2.5 WebQuests in der Lehr- und Lerntheorie
2.5.1 Grundlagen und Einordnung
2.5.2 Basisannahmen des Konstruktivismus
2.6 Problemorientiertes Lernen mit WebQuests
3 Unterricht in einer digitalen Welt
3.1 Ausgangssituation an deutschen Schulen
3.2 Neue Medien im Musikunterricht
3.2.1 Grundlagen
3.2.2 Mediendidaktik
3.2.3 Medienkompetenz im Musikunterricht
3.2.4 Arten von Lehr- und Lernsoftware
3.3 E-Learning
3.3.1 Geschichtlicher Rückblick
3.3.2 Definition
3.4 Globales Lernen
3.4.1 Grundlagen
3.4.2 Problematik und die Bedeutung für WebQuests
3.5 Forschung zu WebQuests
4 Praktische Umsetzung eines WebQuest
4.1 Themenauswahl - Bezug zum Bildungsplan
4.2 Technische Voraussetzung
4.3 Beispiel
4.3.1 Startbildschirm - Herzlich Willkommen
4.3.2 Thema
4.3.3 Aufgabenstellung
4.3.4 Materialien
4.3.5 Vorgehen
4.3.6 Auswertung
4.3.7 Präsentation
5 Schlussbetrachtung
Das primäre Ziel der Arbeit ist es, aufzuzeigen, wie Musikunterricht in der Sekundarstufe 1 mithilfe der WebQuest-Methode konstruktiv gestaltet werden kann. Dabei wird untersucht, wie diese Methode die fachliche Kompetenz sowie die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler fördert und welche didaktischen Möglichkeiten sie im digitalen Unterricht bietet.
2.1 Entstehung und Hintergrund
Der Amerikaner Bernie Dodge, Professor für Bildungstechnologie an der San Diego State University, entwickelte im Jahre 1997 ein didaktisches Modell, bei dem Lernende mit Hilfe des Internets einen Wissenszuwachs erlangen sollten. Dodge stellte den Lernenden hierzu Fragen und Aufgaben, welche lediglich mit Hilfe des Internets zu beantworten bzw. zu bearbeiten waren. Sein Ziel hierbei bestand aber nicht darin, die Internetkompetenz der Lernenden zu fördern, sondern vielmehr die im Internet bereitgestellten Materialien und Informationen für seinen Unterricht und den damit verbundenen Lernprozess der Lernenden zu nutzen.
Da das Internet bereits bereits 1997 von einer enormen Informationsdichte geprägt war, musste Dodge lange nach geeigneten Internetseiten und Materialien für seine neue Unterrichtsmethode suchen. Die Lehrenden sollten nämlich von Anfang nur mit von ihm autorisierten Materialien und Inhalten arbeiten. Im Vordergrund seiner neuen Methode stand immer das Entdeckende Lernen. Angelehnt an diese Lernform nannte er seine neue Erfindung "WebQuest" (engl. „quest“ = Suche). Hierbei orientierte er sich an bestimmten Computerspielen, bei denen die Spieler verschiedene Quests (Aufgaben) zu lösen hatten. Da Bernie Dodge bereits nach kurzer Zeit feststellen musste, dass das Recherchieren von geeigneten Internetquellen sehr viel Zeit in Anspruch nimmt, begann er selbst Internetseiten speziell für seine Lernenden zu entwickeln. Diese speziellen Internetseiten mit bereitgestellten Materialen und Aufgaben, werden heute als WebQuests verstanden.
Grundsätzlich lässt sich zwischen kurz- und langfristigen WebQuests unterscheiden. Bei kurzfristigen WebQuests steht der Erwerb von Wissen und die Integration des Wissens in bereits vorhandene Denkstrukturen im Vordergrund. Diese Form des WebQuests eignet sich besonders für einfache Fragestellungen oder den Einstieg in die Arbeit mit WebQuests. Kurzfristige WebQuests lassen sich durch eine überschaubare und sachliche Darstellung erkennen.
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die persönliche Motivation der Arbeit und führt in die Thematik der Gestaltung von Musikunterricht mit WebQuests ein.
2 WebQuest: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Entstehung und Elemente von WebQuests sowie deren Einordnung in konstruktivistische Lehrtheorien und problemorientiertes Lernen.
3 Unterricht in einer digitalen Welt: Dieser Abschnitt analysiert die Situation an deutschen Schulen, die Rolle Neuer Medien im Musikunterricht, E-Learning und das Konzept des Globalen Lernens.
4 Praktische Umsetzung eines WebQuest: Hier wird anhand des konkreten Beispiels "Das Kunstlied in der Romantik" der praktische Aufbau und die Anwendung eines WebQuests detailliert dargestellt.
5 Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel zieht ein Fazit über das Potential von WebQuests als sinnvolle Unterrichtsmethode und gibt einen Ausblick auf die notwendige Weiterentwicklung.
WebQuest, Musikunterricht, Neue Medien, Medienkompetenz, Konstruktivismus, E-Learning, Globales Lernen, Problemorientiertes Lernen, Unterrichtsgestaltung, Digitale Welt, Musikpädagogik, Schüleraktivierung, Lernsoftware, Projektunterricht, Kunstlied.
Die Arbeit untersucht, wie Musikunterricht in der Sekundarstufe 1 mithilfe von WebQuests innovativ und handlungsorientiert gestaltet werden kann.
Zentrale Themen sind die WebQuest-Methodik, der Einsatz Neuer Medien im Musikunterricht, die Medienkompetenz von Jugendlichen sowie Konzepte des E-Learning und Globalen Lernens.
Ziel ist es aufzuzeigen, dass WebQuests einen wesentlichen Beitrag zur fachlichen Kompetenzentwicklung und speziell zur Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern leisten können.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Aufarbeitung didaktischer Konzepte (wie dem Konstruktivismus) und der praktischen Konzeption eines WebQuests zur Unterrichtsgestaltung.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen der WebQuest-Methode definiert, anschließend die Integration Neuer Medien in den schulischen Kontext und schließlich ein konkretes Umsetzungsbeispiel ("Das Kunstlied in der Romantik") präsentiert.
Die wichtigsten Schlagworte umfassen WebQuest, Medienkompetenz, Musikpädagogik, Konstruktivismus und Globales Lernen.
Das Thema eignet sich hervorragend für die Sekundarstufe 1, wird jedoch im regulären Unterricht oft selten behandelt, weshalb es sich für eine vertiefende digitale Aufbereitung anbietet.
Die Lehrperson wandelt ihre Rolle vom reinen Wissensvermittler hin zum "Coach", der Hilfestellung gibt und Lernprozesse strukturiert, ohne den Entdeckerdrang der Schüler durch zu direkte Anweisungen zu hemmen.
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