Masterarbeit, 2013
92 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Geschichte des Deutschrap
2.1 Ursprung des Rap
2.2 Kommerzialisierung des US-Rap
2.3 Anfänge, Kommerzialisierung und Popularisierung in Deutschland
3. Subgenres des Deutschrap
3.1 Politischer Rap
3.2 Amüsanter Rap
3.3 Freestyle
3.4 Battle-Rap
3.5 Gangster-Rap
3.6 Obszöner Rap
3.7 Storytelling
3.8 Selbstdarstellender Rap
4. Entwicklungsanalyse des Deutschrap
4.1 Thematische Entwicklung
4.1.1 Emanzipation des Deutschrap zwischen 1990 und 2000
4.1.2 Zusammenfassung der Themen zwischen 1990 und 2000
4.1.3 Inhalte des Deutschrap von 2000 bis heute
4.1.4 Zusammenfassung der Inhalte von 2000 bis heute
4.2 Entwicklung der Textgestaltungsmittel
4.2.1 Entwicklungsbetrachtung der Reime
4.2.2 Entwicklungsbetrachtung der Vergleiche
5. Resümee
Die vorliegende Master-Arbeit verfolgt das Ziel, die historische Entwicklung und die stilistischen Tendenzen des Deutschrap ausgehend von den US-amerikanischen Wurzeln bis in die Gegenwart zu untersuchen. Dabei wird insbesondere auf Textebene analysiert, wie sich thematische Schwerpunkte, Reimstrukturen und rhetorische Mittel gewandelt haben, um eine epochale Beschreibung dieses Musikgenres zu leisten.
3.4 Battle-Rap
Wie bereits unter Punkt 3.3 erwähnt, trat Battle-Rap ursprünglich in Form von Freestyle-Wettbewerben auf, in denen sich die Rapper nur zum Spaß verbal duellierten. Sascha Verlan bringt die Grundidee des Rap-Battles auf den Punkt:
„In einem […] Battle konnte man mit vorgefertigten Phrasen nicht bestehen. Hier sind Spontanität und Improvisation gefragt, nur wer auf andere eingehen kann, hat eine Chance. Natürlich geht es darum, den Gegner zu übertrumpfen, ihn in Grund und Boden zu rappen, mehr Reime, kompliziertere Reime, mehr Metaphern, ausgefallenere Metaphern, verrücktere Styles, lustigere Geschichte. Am besten bringt man den Gegner gleich ganz zum Schweigen, dann gibt es keinen Zweifel mehr, wer der Bessere ist.“
Im Laufe der Zeit hat sich dieses Modell allerdings verändert, so dass auch zahlreiche Lieder im Stile des Battle-Rap veröffentlicht wurden - wie z.B. „Das Urteil“ (2005) von Kool Savas. Den ersten öffentlichen Battle-Track nahmen Konkret Finn bereits 1994 auf und nannten ihn „Ich diss Dich“. Derartige Lieder werden in der Szene auch als „Disstrack“ bezeichnet. Dabei geht es oft - anders als bei den traditionellen Battles - um einen tatsächlichen Konflikt zwischen den Rappern. Freestyle-Battles gibt es in konventioneller Form nur noch selten, es überwiegen vorgefertigte Battles – meist in Turnierform – wie z.B. bei Feuer über Deutschland oder den aktuellen Video-Battles des VBT. Battle-Rap kann auch gegen eine fiktive Person gerichtet sein und zielt im Wesentlichen auf möglichst gute Punchlines ab. Toop sieht in diesem Kontext unter anderem Scat als essentiellen Vorläufer in Bezug auf Komik, Silbenspiele und Sprachverdrehungen, die noch immer Elemente von Rap-Texten darstellen.
1. Einleitung: Die Einleitung skizziert die Fragestellung und Zielsetzung der Arbeit, die darin besteht, eine epochale Beschreibung der Innovationen und Veränderungen im Deutschrap auf Textebene zu liefern.
2. Geschichte des Deutschrap: Dieses Kapitel arbeitet den historischen Kontext auf, beginnend bei der Entstehung der HipHop-Kultur in den USA bis hin zum Transfer und der Popularisierung des Rap in Deutschland.
3. Subgenres des Deutschrap: Der Abschnitt stellt verschiedene Unterkategorien vor und unternimmt einen Kategorisierungsversuch, um die inhaltliche Vielfalt der Liedtexte besser zu strukturieren.
4. Entwicklungsanalyse des Deutschrap: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der eine chronologische Untersuchung der thematischen Entwicklung sowie eine detaillierte Analyse der Reimtechnik und der Verwendung von Vergleichen enthält.
5. Resümee: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse ab und bewertet die stilistischen und thematischen Entwicklungen des Genres im Zeitverlauf.
Deutschrap, HipHop-Kultur, Geschichte, Musikindustrie, Subgenres, Battle-Rap, Storytelling, Politischer Rap, Gangster-Rap, Reimtechnik, Vergleiche, Punchlines, Kommerzialisierung, Textgestaltungsmittel, Identitätskrise.
Die Arbeit untersucht die Entwicklung des Deutschrap von den Anfängen bis in die Gegenwart, wobei der Fokus auf den Texten der Künstler und deren inhaltlicher sowie stilistischer Ausdifferenzierung liegt.
Zentrale Themen sind die historische Entwicklung, die Einteilung in Subgenres sowie die Analyse der künstlerischen Gestaltungsmittel wie Reime und Vergleiche.
Ziel ist es, die Prozesse und kollektiven Entwicklungen innerhalb des Deutschrap nachzuweisen und zu beschreiben, welche Themen und Tendenzen das Genre über die Jahrzehnte geprägt haben.
Es wird eine inhaltsanalytische, chronologische Vorgehensweise gewählt, die auf der Auswertung von Fachliteratur und der detaillierten Untersuchung exemplarischer Songtexte basiert.
Im Hauptteil liegt der Schwerpunkt auf der thematischen Entwicklung (von 1990 bis heute) sowie auf der technologischen Evolution der Texte, insbesondere hinsichtlich Reimstrukturen und rhetorischer Mittel.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Deutschrap-Geschichte, Subgenres, Textanalyse, Reimtechnik und Kommerzialisierung beschreiben.
Der Battle-Rap wird als wichtiges Subgenre dargestellt, das sich von ursprünglichen Freestyle-Wettbewerben zu einem kommerziell erfolgreichen Stil mit Fokus auf "Punchlines" und Konfliktdarstellung entwickelt hat.
Die Arbeit beschreibt die "Alte Schule" als Vertreterin politischer und antikommerzieller Werte, während die "Neue Schule" den Weg für einen massentauglicheren, kommerziell orientierten Erfolg ebnete.
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