Magisterarbeit, 1999
123 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Islam in Deutschland
1.2 Islamische Unterweisung in Deutschland
1.3 Islamische Unterweisung im europäischen Vergleich Deutschland - Österreich
1.4 Formen der islamischen Unterweisung in Berlin
1.5 Islamische Grundschule
2 Psychologische, soziologische, sprachwissenschaftliche und methodische Voraussetzungen des Islamischen Religionsunterrichts
2.1 Curriculum-Theorien
2.2 Entwicklungstheorien
2.3 Sprachwissenschaftliche Implikationen
2.4 Religionsdidaktik
2.4.1 Islamische Religionsdidaktik
2.4.2 Abendländische Religionsdidaktik
2.5 Eigene Intentionen eines Lehrplans für den IRU
3 Zur Entscheidungsfindung der unter Punkt 2 gestellten Problematik: Die Kommission zur Erarbeitung von Lehrplänen des IRU
3.1 Mitglieder der Kommission
3.2 Befragung der KommissionsteilnehmerInnen
3.3 Zur Vorgehenssweise der Kommission
3.4 Zur Arbeitsweise der Kommission: Sachanalyse, Didaktische Reduktion, Planung der Unterrichtseinheiten
3.5 Schwierigkeiten bei der Kommissionsarbeit
4 Der vorläufige Lehrplan für den Islamischen Religionsunterricht
4.1 Die Quellen des Islam: Koran, sunna, Konsens der Gelehrten (igma`)
4.1.1 Zum Koran
4.1.2 Zur sunna (ahadit)
4.1.3 Zu den Rechtsschulen (madahib)
4.1.4 Zum Konsens der Gelehrten (igma`)
4.1.5 Zum islamischen Dogma (`aqida)
4.2 Die Oberbegriffe der Lernziele
5 Die immanente Hierarchie der Themen in den Lernzielen und Lerninhalten des Oberbegriffs "Religiöses Wissen" der Klassen 1-6
5.1 ALLAH (t), SEINE Eigenschaften
5.1.1 Islamisch-theologische Begründung des Themas
5.1.2 Religionsdidaktische Begründung des Themas
5.1.3 Beispiele aus den Hinweisen zur Unterrichtsgestaltung von Klasse 1
5.2 Der Islam, die fünf Säulen, die sechs Glaubensartikel
5.2.1 Islamisch-theologische Begründung des Themas
5.2.2 Religionsdidaktische Begründung des Themas
5.2.3 Beispiele aus den Hinweisen zur Unterrichtsgestaltung von Klasse 2
5.3 Muhammed (a.s.s.), der letzte Gesandte ALLAHS (t)
5.3.1 Islamisch-theologische Begründung des Themas
5.3.2 Religionsdidaktische Begründung des Themas
5.3.3 Beispiele aus den Hinweisen zur Unterrichtsgestaltung von Klasse 3
5.4 Die Schöpfung, sichtbar und unsichtbar
5.4.1 Islamisch-theologische Begründung des Themas
5.4.2 Religionsdidaktische Begründung des Themas
5.4.3 Beispiele aus den Hinweisen zur Unterrichtsgestaltung von Klasse 4
5.5 Koran und sunna, die Quellen des Glaubens
5.5.1 Islamisch-theologische Begründung des Themas
5.5.2 Religionsdidaktische Begründung des Themas
5.5.3 Beispiele aus den Hinweisen zur Unterrichtsgestaltung von Klasse 5
5.6 Muslime in der Welt, die Vielfältigkeit des Islam
5.6.1 Islamisch-theologische Begründung des Themas
5.6.2 Religionsdidaktische Begründung des Themas
5.6.3 Beispiele aus den Hinweisen zur Unterrichtsgestaltung von Klasse 6
6. Zusammenfassung
7. Literaturangaben
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Erarbeitung eines islamisch überkonfessionellen Lehrplans für den Islamischen Religionsunterricht (IRU) an Grundschulen in Deutschland. Die Arbeit setzt sich mit der Problematik auseinander, dass muslimische SchülerInnen in einem nicht-islamischen Umfeld aufwachsen und der Religionsunterricht ihnen helfen muss, eine bewusste islamische Identität zu entwickeln, ohne dabei die Integration in die deutsche Gesellschaft zu behindern.
1.2 Islamische Unterweisung in Deutschland
Das Ziel einer islamischen Unterweisung ist die islamische Identität, die weitestgehend auf den Quellen des Islam, dem Koran und der sunna (Überlieferungen, in ahadit gesammelt) gründet. Unter dem Begriff "islamische Unterweisung" oder "islamischer Unterricht" wird jede Form der Vermittlung von Inhalten verstanden, die mit dem Islam zusammenhängen.
Die religiöse Unterweisung türkischer muslimischer Kinder und Jugendlicher erfolgt in der Bundesrepublik hauptsächlich in Koranschulen oder in Korankursen, die von allen Moscheevereinen und islamischen Organisationen angeboten werden. Unterrichtet wird dort neben religiösen Inhalten vorrangig das Lautieren des arabischen Koran nach bestimmten Koranleseregeln. Allgemein wurde/wird in den Medien und in der deutschen Öffentlichkeit diese Art des Unterrichts wegen des rezeptiven Lernens und einer unzureichenden pädagogischen Ausbildung der Lehrenden, die nach unzeitgemäßen Lehrmethoden unterrichten, kritisiert. In wieweit diese Kritik heute noch gerechtfertigt ist, soll an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden. Fest steht jedoch, dass diese Art des Unterrichts unzureichend die deutsche, nicht-islamische Lebenswirklichkeit der SchülerInnen berücksichtigt.
1 Einleitung: Analyse der Situation muslimischer Kinder in Deutschland und die Notwendigkeit einer zeitgemäßen islamischen Unterweisung.
2 Psychologische, soziologische, sprachwissenschaftliche und methodische Voraussetzungen des Islamischen Religionsunterrichts: Darstellung der theoretischen Grundlagen für die Lehrplangestaltung, einschließlich Curriculum-Theorien, Entwicklungstheorien und sprachwissenschaftlicher Aspekte.
3 Zur Entscheidungsfindung der unter Punkt 2 gestellten Problematik: Die Kommission zur Erarbeitung von Lehrplänen des IRU: Dokumentation der Kommissionsarbeit, der methodischen Vorgehensweise und der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Ansätzen zur Identitätsfindung.
4 Der vorläufige Lehrplan für den Islamischen Religionsunterricht: Vorstellung der inhaltlichen Quellen (Koran, Sunna, Konsens) und der Lernziele des Lehrplans.
5 Die immanente Hierarchie der Themen in den Lernzielen und Lerninhalten des Oberbegriffs "Religiöses Wissen" der Klassen 1-6: Detaillierte Darstellung der thematischen Hierarchie vom Gottesglauben bis zur Lebensrealität von Muslimen weltweit.
6. Zusammenfassung: Resümee des Lehrplans und Ausblick auf die Bedeutung für die religiöse Entwicklung in Deutschland.
7. Literaturangaben: Auflistung der verwendeten Quellen und Forschungsliteratur.
Islamischer Religionsunterricht, Islamische Identität, Koran, Sunna, Didaktik, Deutschland, Mehrsprachigkeit, Integrationsmodell, Religionspädagogik, Lehrplan, Schöpfung, Muslime, Religion, Erziehung, Glaubensartikel
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption eines Lehrplans für den Islamischen Religionsunterricht in der deutschen Grundschule, der auf islamischen Quellen basiert und gleichzeitig die Lebensrealität muslimischer Kinder in Deutschland berücksichtigt.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen (Curriculum, Psychologie), die Definition islamischer Quellen (Koran, Sunna), die Entwicklung einer überkonfessionellen islamischen Identität sowie die Vermittlung religiösen Wissens durch praxisnahe Didaktik.
Das Hauptziel ist die Befähigung muslimischer Kinder zur Entwicklung einer bewussten islamischen Identität, die es ihnen ermöglicht, friedlich, konstruktiv und unter Anwendung demokratischer Regeln in der deutschen Gesellschaft zu leben.
Die Autorin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse (Curriculum-Theorien, Psychologie), Experteninterviews (Befragung der Kommission) und der praktischen Erprobung im Rahmen einer schulischen Kommission.
Der Hauptteil gliedert sich in die methodisch-didaktischen Voraussetzungen, die Dokumentation der Kommissionsarbeit und die detaillierte Ausarbeitung des Lehrplans für die Klassen 1 bis 6, inklusive theologischer und didaktischer Begründungen.
Islamischer Religionsunterricht, Integration, Identitätsbildung, Religionsdidaktik, Koran, Sunna, Mehrsprachigkeit, Erziehung, Glauben, Interdisziplinarität.
Die Autorin respektiert das islamische Bilderverbot, schlägt jedoch kreative Visualisierungsmethoden wie arabische Kalligraphie und symbolische Darstellungen (z.B. Flügel für Engel, Arche für Nuh) vor, um religiöse Konzepte kindgerecht zu vermitteln.
Der Begriff wurde als wichtiges Fallbeispiel gewählt, um zu verdeutlichen, dass zentrale islamische Termini nicht einfach mit "Gottesfurcht" übersetzt werden können, sondern ein komplexes Verständnis von Schutz, Bewahrung und verantwortungsbewusstem Handeln erfordern.
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