Examensarbeit, 2009
113 Seiten, Note: 2,0
1. Einführung
2. Was ist GIS?
2.1. Definition
2.2. Aufbau und Funktionsweise von GIS
2.3. Entwicklungsgeschichte, Anwendungsfelder von GIS im Alltag und die Forderung nach einer genauen Terminologie
3. GIS in der Schule
3.1. Entwicklung von GIS in der Schule und aktueller Stand
3.2. Welche GIS gibt es?
3.2.1. Lizenzpflichtige Desktop-GIS
3.2.2. Kostenfreie Desktop-GIS
3.2.3. GIS im Internet
3.3. Vor- und Nachteile von WebGIS-Angeboten
3.4. Nachteile von Desktop-GIS
3.5. Gründe für den Einsatz von GIS in Schulen
3.5.1. Zukunftsrelevanz, Bildungsstandards und Lehrpläne
3.5.2. Überfachliche Zielsetzungen
3.5.3. Veränderung des didaktischen Konzepts
3.5.4. Lernpsychologische Aspekte
3.5.5. Technischer Mehrwert
3.6. Kritische Betrachtung der Nachteile
4. Die empirische Studie
4.1. Konzeption und Rücklaufquote
4.2. Auswertung der Untersuchung
4.2.1. Ermittlung der Ist-Situation (GIS-Einsatz und Schulausstattung)
4.2.2. Ergebnisse die GIS-Fortbildungen betreffend
4.2.3. Ermittlung der Gründe gegen den Einsatz von GIS in der Schule
4.2.4. Ergebnisse der W-Fragen des GIS-Einsatzes
4.2.5. Chancen von GIS in den W- und P-Seminaren
4.3. Folgerungen aus den Ergebnissen der Untersuchung
4.3.1. Überprüfung der Hypothese: „Umso mehr Kenntnisse Lehrer mit GIS gemacht haben, desto positiver bewerten sie ihre Einsatzmöglichkeiten.“
4.3.2. Schlussfolgerungen für die Konzeption von Fortbildungen im Bereich von GIS
5. Schlussbemerkungen
Diese Zulassungsarbeit analysiert den aktuellen Stand, die Entwicklung und die Funktionalität von Geographischen Informationssystemen (GIS) im schulischen Kontext mit einem besonderen Fokus auf bayerische Gymnasien. Das primäre Ziel ist es, die didaktischen Potenziale und praktischen Herausforderungen des GIS-Einsatzes durch eine empirische Untersuchung bei Lehrkräften zu beleuchten und daraus Empfehlungen für eine effektive Implementierung sowie notwendige Fortbildungskonzepte abzuleiten.
2.2. Aufbau und Funktionsweise von GIS
Ausgehend von der Definition zeigt sich sowohl im Aufbau, als auch in der Funktionsweise von GIS ein Vierkomponentenmodell.
Wie jedes andere Informationssystem, ist auch ein GIS gekennzeichnet durch den Aufbau aus der Hardware (H), der Software (S), den Daten (D) und den Anwendungen (A). Erst der Zusatz, raumbezogene Daten, macht es zum geographischen Informationssystem.
Bill (2002) vergleicht den Aufbau eines GIS mit dem eines griechischen Tempels. (vgl. Abb. 2)
Die Hardware bildet das Fundament des Tempels. Der Computer und die Peripheriegeräte wie Scanner oder Drucker, aber auch Geräte zur Erhebung der Daten, wie beispielsweise GPS, bilden die Basis. Sie stellen die Grundlage dar, auf der alle weiteren Schritte aufbauen. Auch wenn sie bei der späteren Betrachtung oft unsichtbar sind, sind sie dennoch unverzichtbar.
Die Treppenstufen spiegeln die Software wieder. Über sie wird es möglich den Tempel zu erreichen. Analog bedarf es der Software die Daten zugänglich zu machen, sie einzulesen, sie zu bearbeiten, etc. Neben der eigentlichen GIS-Software zählen hier auch Standardprogramme, wie Schreib-, Bildbearbeitungsprogramme oder die Software zur Tabellenkalkulation.
Die Säulen repräsentieren im Tempelvergleich die Daten. Sie stützen das Bauwerk und tragen die darüber liegenden Ebenen. Von ihrer Anzahl und Größe hängt im Wesentlichen das Erscheinungsbild des Tempels ab. Ebenso ist dies bei den Daten. Datenmenge und Datenqualität sind die Grundlagen für spätere Ergebnisse.
1. Einführung: Umreißt die veränderte Bedeutung geographischer Arbeit durch Globalisierung und Informationstechnik und führt in die Relevanz von GIS ein.
2. Was ist GIS?: Definiert GIS als raumbezogenes Informationssystem und erläutert dessen Aufbau sowie die historische Entwicklung.
3. GIS in der Schule: Analysiert den Einsatz von GIS im Unterricht, vergleicht Softwareoptionen und diskutiert Gründe für den Einsatz sowie bestehende Nachteile.
4. Die empirische Studie: Dokumentiert die Durchführung, Auswertung und Ergebnisse der Umfrage an bayerischen Gymnasien sowie die daraus abgeleiteten Folgerungen.
5. Schlussbemerkungen: Fasst zusammen, dass eine engere GIS-Community und bessere Rahmenbedingungen für Lehrkräfte notwendig sind, um GIS erfolgreich im Schulalltag zu verankern.
Geoinformationssysteme, GIS, Geographieunterricht, Gymnasien, Didaktik, Medieneinsatz, Medienkompetenz, Handlungsorientierung, Projektunterricht, Lehrerfortbildung, Softwarevergleich, W-Seminar, P-Seminar, Raumbezug, empirische Studie.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von Geoinformationssystemen (GIS) an bayerischen Gymnasien und bewertet deren didaktischen Nutzen für den Geographieunterricht.
Themenfelder sind u.a. die Definition und Architektur von GIS, der Vergleich von Desktop-GIS- und WebGIS-Lösungen sowie die didaktische Einbettung in Lehrpläne und Unterrichtsmethoden.
Ziel ist es, den tatsächlichen GIS-Einsatz in bayerischen Schulen zu ermitteln, Hindernisse wie Zeitaufwand oder fehlende Kompetenzen zu identifizieren und Potenziale für die Oberstufe aufzuzeigen.
Der Verfasser führte eine empirische Studie in Form einer schriftlichen Umfrage unter Geographielehrkräften an bayerischen Gymnasien durch, deren Ergebnisse quantitativ ausgewertet wurden.
Der Hauptteil analysiert ausführlich die Vor- und Nachteile von GIS-Angeboten, die didaktische Begründung für deren Einsatz (z.B. Förderung von Medienkompetenz) und wertet die Umfrageergebnisse aus.
Fortbildungen werden als kritischer Erfolgsfaktor identifiziert, wobei der Autor eine stärkere Verzahnung von technischen Grundlagen und praxisorientierter Didaktik fordert.
Lehrkräfte sehen in P-Seminaren ein höheres Potenzial für den GIS-Einsatz, insbesondere durch die Möglichkeit von Kooperationen mit außerschulischen Partnern und Projektorientierung.
Hürden sind primär in fehlender technischer Ausstattung, zeitintensiven Vorbereitungen, unzureichendem Vorwissen der Lehrkräfte und einem Mangel an didaktisch aufbereiteten Musterstunden begründet.
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