Wissenschaftliche Studie, 2013
279 Seiten
1. Eine Dynastie entsteht
2. Die Schaunberger
3. „Hie Graf Schaunberg, nimmermehr Graf Schaunberg“
4. Adelige Mädchen im Mittelalter
5. Heilwig von Plain und ihre Vorfahren
6. Anna von Truhendingen, die Blüte des Geschlechts
7. Barbara von Cilli
8. Auf dem Weg zur Habsburger Doppelmonarchie
9. Dänemark und die Stuarts
10. Schaunberger Nachfahrinnen bis zur Gegenwart
Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Bedeutung der Schaunberger Dynastie mit einem speziellen Fokus auf die Rolle der Frauen. Ziel ist es, die Genealogie des ausgestorbenen Geschlechts zu klären, die einheiratenden Frauen sowie bedeutende Frauengestalten unter den Nachfahren zu identifizieren und deren Einfluss auf den europäischen Hochadel durch die Weitergabe des „Schaunberger-Gens“ aufzuzeigen.
Raffolt, ein Stammvater?
Der Peuerbacher Dechant Joseph Weißbacher1 nannte als Stammvater der Julbacher einen Raffolt de Jugilbahe, der angeblich 1078 in einer Ranshofener Urkunde Erwähnung fand. Er war nicht der erste, der diese Theorie vertrat, denn bereits im 16. Jahrhundert tat dies auch der humanistische Gelehrte Wolfgang Lazius2. Wigeleus Hund wies aber schon 1598 darauf hin, dass Lazius dafür keinerlei Quellen anführte3. Auch Stülz verwarf diesen Ansatz, während er in den geschichtlichen Heimatbüchern aber weiter vertreten wurde4. In den Ranshofer Urkunden taucht nie ein Raffolt von Julbach auf, wohl andere Raffolde, die aber nicht die Vorfahren der Julbacher waren. Zum Beweis dafür muss natürlich die Herkunft dieser Raffolde untersucht werden. Dazu dienen in erster Linie die Traditionen und Privilegien der Klöster Ranshofen und Raitenhaslach.
1. Eine Dynastie entsteht: Das Kapitel analysiert die Ursprünge der Schaunberger und widerlegt gängige Mythen über den Stammvater Raffolt durch eine fundierte Untersuchung historischer Urkunden und Ministerialen.
2. Die Schaunberger: Hier wird die Geschichte des Geschlechts vor und nach der Aufspaltung in die ältere und jüngere Linie sowie der Verlust von Julbach behandelt.
3. „Hie Graf Schaunberg, nimmermehr Graf Schaunberg“: Das Kapitel widmet sich dem Aussterben des Hauses Schaunberg und gibt einen Ausblick auf die nachfolgenden Starhembergs.
4. Adelige Mädchen im Mittelalter: Eine allgemeine historische Betrachtung der Lebensumstände, Heiratsregeln und Schicksale adeliger Mädchen in jener Epoche.
5. Heilwig von Plain und ihre Vorfahren: Die Untersuchung konzentriert sich auf die Vorfahrenlinie der Heilwig von Plain und deren Bedeutung für die territoriale Ausdehnung.
6. Anna von Truhendingen, die Blüte des Geschlechts: Anna wird als zentrale Figur analysiert, die durch ihre Herkunft und Verbindung die genealogische Bedeutung des Hauses festigte.
7. Barbara von Cilli: Eine detaillierte Darstellung des Lebens von Barbara, ihrer Rolle als ungarische Königin und den tragischen Verwicklungen um die Erbfolge.
8. Auf dem Weg zur Habsburger Doppelmonarchie: Dieses Kapitel erläutert die politische Entwicklung und die dynastischen Verbindungen auf dem Weg in die Ära der Habsburger.
9. Dänemark und die Stuarts: Die Arbeit beleuchtet hier die verwandtschaftlichen Brücken nach Skandinavien und zum englischen Königshaus.
10. Schaunberger Nachfahrinnen bis zur Gegenwart: Der abschließende Teil verfolgt die Spuren der Schaunberger Gene bis in heutige europäische Herrscherfamilien.
Schaunberger, Julbach, Genealogie, Adel, Mittelalter, Dynastie, Formbacher, Habsburger, Frauengestalten, Ahnenverlust, Heiratsallianzen, Urkundenanalyse, europäischer Hochadel, Stammtafeln
Die Arbeit befasst sich mit der Aufarbeitung der Geschichte und Genealogie des ausgestorbenen Adelsgeschlechts der Schaunberger, mit speziellem Fokus auf die Rolle der Frauen.
Die Themen umfassen historische Genealogie, die Analyse von Adelsfrauen, dynastische Verflechtungen und die Verbreitung genealogischer Linien bis in die Gegenwart.
Ziel ist es, die Abstammung der Schaunberger zu klären und aufzuzeigen, wie ihre Gene durch weibliche Nachkommen in bedeutende europäische Fürstenhäuser einflossen.
Die Autorin stützt sich auf eine tiefgreifende Auswertung historischer Quellen, insbesondere Urkunden aus Klöstern (Regesten), sowie den Vergleich existierender Stammtafeln.
Der Hauptteil gliedert sich in eine chronologische Darstellung der Dynastie von den Anfängen in Julbach über die verschiedenen Linien und wichtige Persönlichkeiten bis zur Gegenwart.
Die zentralen Begriffe sind Schaunberger, Genealogie, Mittelalter, Dynastie, Ahnenverlust und Heiratspolitik.
Es ist ein Begriff der Autorin für die dynastische und genetische Kontinuität, die sich trotz des Aussterbens des Familiennamens in zahlreichen europäischen Herrscherhäusern nachweisen lässt.
Sie gilt als eine der bedeutendsten Schlüsselfiguren, über die die dynastische Blüte und die Verbindung in weitere hochrangige Familienzweige verlief.
Die Arbeit analysiert sowohl biologische Faktoren (Kinderlosigkeit) als auch die Auswirkungen der Zeitgeschichte, wie etwa den Spanischen Erbfolgekrieg und politische Umbrüche.
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