Bachelorarbeit, 2010
68 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Unternehmensvorstellung
3 Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz
3.1 Einführung und Ziele
3.2 Maßnahmen
3.2.1 Einführung
3.2.2 Allgemein ausgewählte geänderte Vorschriften im Jahresabschluss
3.2.3 Neuerungen im Einzelabschluss
4 Lösung ausgewählter Probleme bei der Umstellung einer mittelständischen Bilanz
4.1 Pensionsrückstellungen
4.1.1 Allgemein
4.1.2 Bewertung
4.1.3 Steuerrechtliche Würdigung
4.2 Halbfertige Arbeiten
4.2.1 Allgemein
4.2.2 Bewertung
4.2.3 Steuerrechtliche Würdigung
4.3 Sonderabschreibung
4.3.1 Allgemein
4.3.2 Bewertung
4.3.3 Steuerrechtliche Würdigung
4.4 Latente Steuern
4.4.1 Allgemein
4.4.2 Neuerungen durch das BilMoG
5 Kritische Würdigung
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) auf die Bilanzierungspraxis eines mittelständischen Bauunternehmens. Dabei wird analysiert, inwiefern die gesetzlichen Änderungen zu Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz führen und welche bilanzpolitischen Spielräume sich für die betroffene Schäfer-Bauten GmbH ergeben.
4.1.2 Bewertung
Der Grund für den Ansatz und die Bewertung von Pensionsrückstellungen liegt in dem Wesen der Pensionsverpflichtung, denn nach § 246 I HGB muss der Jahresabschluss sämtliche Schulden enthalten. Da eine Verpflichtung gegenüber Dritten eine Schuld bzw. Verbindlichkeit ist, muss der Jahresabschluss auch die Pensionsrückstellungen enthalten.
Die Bewertung von Pensionsrückstellungen ändert sich durch die Einführung des BilMoG entscheidend und wird erstmals für Geschäftsjahre verpflichtend, die nach dem 31.12.2009 beginnen. Bisher gab es keine Vorgaben für die Bewertung der Pensionsrückstellungen. Deswegen haben die meisten Unternehmen entsprechend der steuerlichen Vorschriften die Pensionsrückstellungen analog dem § 6a EStG bilanziert, um eine Abweichung zwischen Steuer- und Handelsbilanz und ein zusätzliches versicherungsmathematisches Gutachten zu vermeiden. Nach alter Rechtslegung wurde dementsprechend in der Handelsbilanz meistens ein Zinssatz von 6 %, analog zum Zinssatz des § 6a EStG, zum diskontieren der Pensionsverpflichtungen bzw. der Pensionsrückstellungen angewendet.
Pensionsrückstellungen können auch nach IFRS bewertet werden. Da die Schäfer-Bauten GmbH nicht nach IFRS bilanziert, wird im folgenden Teil der Ausführung nicht darauf eingegangen.
Der entscheidende Unterschied in der Bewertung der Pensionsrückstellungen liegt zum einen in dem Diskontierungszinssatz. Der Diskontierungszinssatz ist wichtig, um die Höhe der Rückstellung zu errechnen, die man ansetzen muss. Als Zinssatz wird der durchschnittliche Marktzins der vergangenen sieben Jahre monatlich durch die Deutsche Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben. Aufgrund der kritischen wirtschaftlichen Entwicklungen in den letzten Monaten und Jahren kann man davon ausgehen, dass der Diskontierungs-Zinssatz unter 6 % liegen wird.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz des BilMoG für deutsche Unternehmen ein und definiert die Zielsetzung der Arbeit bezüglich der Auswirkungen auf ein mittelständisches Bauunternehmen.
2 Unternehmensvorstellung: Das Kapitel stellt die Schäfer-Bauten GmbH als mittelständisches Familienunternehmen des Bauhauptgewerbes vor und skizziert dessen Organisationsstruktur.
3 Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Ziele des Gesetzes, wie die Stärkung des Finanzplatzes und die Deregulierung für den Mittelstand, sowie allgemeine Änderungen im Jahresabschluss.
4 Lösung ausgewählter Probleme bei der Umstellung einer mittelständischen Bilanz: Hier werden spezifische Bilanzierungsprobleme wie Pensionsrückstellungen, halbfertige Arbeiten, Sonderabschreibungen und latente Steuern anhand der Schäfer-Bauten GmbH analysiert.
5 Kritische Würdigung: Das Fazit fasst die Auswirkungen der Bilanzrechtsreform zusammen und bewertet die Konsequenzen für die Bilanzierungspraxis sowie das Ziel der Informationsfunktion.
Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz, BilMoG, Schäfer-Bauten GmbH, Pensionsrückstellungen, Halbfertige Arbeiten, Sonderabschreibung, Handelsbilanz, Steuerbilanz, Latente Steuern, Herstellungskosten, Bewertungsverfahren, Eigenkapital, Jahresabschluss, Rechnungslegung, Mittelstand.
Die Arbeit behandelt die praktischen Konsequenzen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) für die Bilanzierung eines mittelständischen Bauunternehmens.
Die Schwerpunkte liegen auf der Bewertung von Pensionsrückstellungen, der Erfassung halbfertiger Arbeiten, der Behandlung von Sonderabschreibungen und der Bildung latenter Steuern.
Ziel ist es, die Auswirkungen der durch das BilMoG geänderten Vorschriften auf ein konkretes mittelständisches Unternehmen (Schäfer-Bauten GmbH) sowie aufkommende bilanzpolitische Spielräume aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine fallorientierte Analyse, die theoretische Grundlagen des BilMoG mit der tatsächlichen Bilanzierungspraxis der Schäfer-Bauten GmbH vergleicht.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Umstellungsproblematik in den Bereichen Rückstellungen, Herstellungskosten, Sonderabschreibungen und Steuern unter Anwendung des neuen Handelsrechts.
Die wichtigsten Begriffe sind BilMoG, Pensionsrückstellungen, Halbfertige Arbeiten, Steuerabgrenzung, Bilanzpolitik und Mittelständisches Bauunternehmen.
Durch die Neuregelung der Diskontierung mittels eines siebenjährigen Marktzinses und die Berücksichtigung von Rententrends kommt es zu einer tendenziellen Erhöhung der Rückstellungsbeträge.
Sie führt dazu, dass steuerliche Sonderabschreibungen nicht mehr automatisch in die Handelsbilanz übernommen werden können, was eine genauere Trennung von Handels- und Steuerbilanz erfordert.
Dieses Bauvorhaben dient als praktisches Fallbeispiel, um die Anwendung der neuen Herstellungskostenregeln und die Bewertung von Verlustbaustellen zu demonstrieren.
Der Autor stellt fest, dass durch die neuen Regelungen zwar Wahlrechte wegfallen, aber durch bilanzpolitische Spielräume bei der Zuführung von Rückstellungen weiterhin Möglichkeiten zur Gestaltung des Jahresergebnisses bestehen.
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