Bachelorarbeit, 2010
40 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Datenschutz und Sicherheit
2.1 Datenschutz
2.2 Sicherheit
3 Grundlagen der elektronischen Gesundheitskarte
3.1 Aufbau der elektronischen Gesundheitskarte
3.2 Anwendungen der elektronischen Gesundheitskarte
3.3 Rechtlicher Rahmen
4 Sicherheits- und Schutzmaßnahmen der elektronischen Gesundheitskarte
4.1 Externe Schutzmaßnahmen
4.1.1 Triadenkonzept
4.1.2 Rechte- und Datenverwaltung
4.2 Interne Schutzmaßnahmen
4.2.1 Verschlüsselungsverfahren
4.2.2 Signierungs- und Hash-Funktionen
4.2.3 Virtuelle Private Netze
4.3 Datenübermittlung
5 Sicherheitsanalyse
5.1 Ermittlung von Risiken und Problemen
5.2 Lösungs- und Verbesserungsvorschläge
6 Zusammenfassung und Ausblick
Diese Bachelorarbeit verfolgt das Ziel, die Sicherheit und den Datenschutz der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) umfassend zu erläutern, die angewandten technischen Verfahren der Telematikinfrastruktur zu erklären und das Zusammenspiel bei der Datenübertragung kritisch zu analysieren.
4.2.1 Verschlüsselungsverfahren
Verschlüsselung ist ein Prozess, der einen beliebigen Klartext durch Anwendung eines speziellen Verschlüsselungsalgorithmus in eine nicht einfach zu interpretierende Zeichenfolge übersetzt. Bei der eGK werden zwei unterschiedliche Verschlüsselungsverfahren angewandt. Zum einen die symmetrische Verschlüsselung und zum anderen die asymmetrische Verschlüsselung. Die Mischung aus beiden Verfahren wird auch als hybride oder gemischte Verschlüsselung bezeichnet. Bei der symmetrischen Verschlüsselung wird der Klartext mittels eines beliebigen geheimen Schlüssels chiffriert und über zwei verschiedene Transportwege zum Empfänger geschickt. Dieser kann die codierte Nachricht mit dem geheimen Schlüssel entschlüsseln. Vorteil dieses Verfahrens ist, dass es wenig Rechenzeit in Anspruch nimmt und deshalb sehr schnell funktioniert. Allerdings besteht die Gefahr, dass beide Teile abgefangen werden können, wenn die Transportwege nicht ausreichend gesichert sind.
Bei der asymmetrischen Verschlüsselung wird statt des geheimen Schlüssels ein Schlüsselpaar verwendet. Um nun einen Klartext zu codieren, ist es wichtig, dass das Schlüsselpaar des Empfängers benutzt wird. Dabei wird der Klartext mit dem öffentlichen Schlüssel chiffriert. Anschließend wird der verschlüsselte Klartext über einen sicheren Kanal zu dem Empfänger geschickt. Dieser kann mit Hilfe seines privaten Schlüssels die Nachricht entschlüsseln. Positiv an diesem Verfahren ist, dass kein geheimer Schlüssel übertragen wird. Genauso kann der öffentliche Schlüssel jedem bekannt sein, da er nur zum Verschlüsseln verwendet wird. Auf der anderen Seite ist das Verfahren relativ rechenintensiv. Die gemischte oder hybride Verschlüsselung verknüpft die Stärken beider Verfahren. Dabei wird der Klartext symmetrisch verschlüsselt und anschließend der geheime Schlüssel mit dem öffentlichen Schlüssel chiffriert.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der eGK-Einführung ein und definiert den Fokus der Arbeit auf Datenschutz- und Sicherheitsaspekte sowie die Erläuterung der zugrunde liegenden IT-Prozesse.
2 Datenschutz und Sicherheit: Dieses Kapitel grenzt die Begriffe Datenschutz und Sicherheit voneinander ab und definiert die relevanten Schutzziele für informationstechnische Systeme.
3 Grundlagen der elektronischen Gesundheitskarte: Hier werden der Aufbau der Karte, ihre verschiedenen Anwendungen sowie der rechtliche Rahmen, in dem die eGK agiert, detailliert beschrieben.
4 Sicherheits- und Schutzmaßnahmen der elektronischen Gesundheitskarte: In diesem Kapitel werden die externen Sicherheitskonzepte, interne Verschlüsselungs- und Signierungsverfahren sowie die Protokolle zur sicheren Datenübertragung im Detail analysiert.
5 Sicherheitsanalyse: Dieses Kapitel beleuchtet kritisch aktuelle Risiken und Schwachstellen der eGK-Infrastruktur und leitet konkrete Lösungs- und Verbesserungsvorschläge ab.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Diese Zusammenfassung resümiert die wesentlichen Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf offene Forschungsfragen sowie zukünftige Entwicklungen im Bereich der eGK.
Elektronische Gesundheitskarte, eGK, Datenschutz, IT-Sicherheit, Telematikinfrastruktur, Verschlüsselung, Signaturverfahren, AES, RSA, Authentizität, Datenintegrität, Schutzziele, Patientenakte, Konnektor, Sicherheitsanalyse
Die Arbeit befasst sich mit den Sicherheits- und Datenschutzkonzepten der elektronischen Gesundheitskarte in Deutschland.
Die zentralen Themen sind der Aufbau der Karte, die kryptografischen Sicherheitsverfahren und die rechtlichen Rahmenbedingungen der Gesundheitstelematik.
Das Ziel ist es, die technische Funktionsweise der eGK und der dazugehörigen Telematikinfrastruktur zu erklären und hinsichtlich ihrer Sicherheit zu bewerten.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender Spezifikationen und Sicherheitskonzepte der Gematik.
Der Hauptteil konzentriert sich auf die Sicherheitsmaßnahmen der eGK, unterteilt in externe und interne Schutzmaßnahmen, inklusive der Verschlüsselungs- und Signaturprotokolle.
Wichtige Begriffe sind eGK, Telematikinfrastruktur, Kryptografie, Datenschutz und Sicherheitsanalyse.
Sie verknüpft technische Details der Verschlüsselung (wie AES und RSA) direkt mit den rechtlichen und administrativen Anforderungen an die Gesundheitskarte.
Es wird die potenzielle Integration von Elliptische-Kurven-Kryptografie als Nachfolger des RSA-Verfahrens thematisiert.
Die Arbeit diskutiert unter anderem die Akzeptanzprobleme bei der PIN-Eingabe und technische Herausforderungen im laufenden Systembetrieb.
Dies geschieht durch ein mehrschichtiges Sicherheitskonzept, das den Konnektor, VPN-Verbindungen sowie symmetrische und asymmetrische Verschlüsselungsverfahren kombiniert.
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