Bachelorarbeit, 2013
55 Seiten, Note: 1,3
1. Vorwort
2. Begriffliche Abgrenzungen
2.1 Geschäftsbank
2.2 Liquidität
2.3 Systemrelevanz
3. Funktionsweise und Krisenanfälligkeit des Bankwesens
3.1 Zentralbanken und Interbankenmarkt
3.2 Die Rolle der Geschäftsbank in der Volkswirtschaft
3.3 Kalkül der Geschäftsbanken und neue Geschäftsmodelle
3.4 Gefahren und Krisen der Geschäftsbanken
3.5 Möglichkeiten des externen Eingriffs
4. Systemrelevanz
4.1 Von der Funktion zur Systemrelevanz
4.2 Indikatoren
4.3 Exkurs: Finanzkrise ab 2007
4.3.1 Relevanz des Themas und Ursachen der Finanzkrise
4.3.2 Ausbruch der Krise
4.3.3 Vertrauenskrise und Rettungsmaßnahmen
4.4 Systemrelevanz als Problem
4.4.1 Die Rechtfertigung von Staatshilfen
4.4.2 Moral Hazard
4.5 Umgang mit systemrelevanten Instituten
5. Fallstudien
5.1 Lehman Brothers
5.2 Hypo Real Estate
6. Fazit
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Systemrelevanz von Geschäftsbanken kritisch zu untersuchen, um die staatliche Verwendung öffentlicher Mittel zur Unterstützung dieser Institute in Krisensituationen zu rechtfertigen oder die daraus resultierenden Probleme zu adressieren.
3.1 Zentralbanken und Interbankenmarkt
Moderne Volkswirtschaften setzten seit Mitte des 19. Jahrhunderts auf das zweistufige Bankensystem, in dem neben den Geschäftsbanken auch eine Zentralbank existiert, die als Notenbank die Aufgabe der Geldschöpfung übernimmt (Spahn 2009, S. 18). Dabei ergibt sich die Abhängigkeit der Geschäftsbanken von der Zentralbank und somit die Nachfrage der Geschäftsbanken an Notenbankgeld durch das Zusammenspiel zweier Kreisläufe (Bofinger 2011, S.428):
- Die Kunden einer Bank benötigen Geld und fragen bei der Bank einen Kredit nach.
- Die Bank muss die Kreditvergabe zumindest teilweise durch die Aufnahme von Zentralbankguthaben decken, da auch die Geschäftsbank ein gewisses Maß an Liquidität aufweisen muss.
Falls sich eine Notenbank dazu entscheidet, Geld zu schöpfen, also die Geldmenge zu erhöhen, wird sie Geld drucken und dieses Geld gegen Wertpapiere der Geschäftsbanken tauschen. Geschäftsbanken erhalten ihre Liquidität also zunächst durch den Verkauf von Wertpapieren an die Zentralbank (Mankiw/Taylor 2012, S.765f).
1. Vorwort: Einleitung in die Thematik der Systemrelevanz und Motivation der Untersuchung vor dem Hintergrund der Finanzkrise.
2. Begriffliche Abgrenzungen: Definition zentraler Begriffe wie Geschäftsbank, Liquidität und Systemrelevanz für das weitere Verständnis der Arbeit.
3. Funktionsweise und Krisenanfälligkeit des Bankwesens: Darstellung der Bankenarchitektur, der Geldpolitik und der inhärenten Risiken wie Refinanzierungsengpässe und Vertrauenskrisen.
4. Systemrelevanz: Untersuchung der Kriterien für Systemrelevanz, der Auswirkungen auf die Finanzmarktstabilität und der Probleme durch Staatshilfen sowie Moral Hazard.
5. Fallstudien: Konkrete Anwendung der theoretischen Erkenntnisse am Beispiel der Lehman-Brothers-Insolvenz und der Rettung der Hypo Real Estate.
6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Problematik der Systemrelevanz und Ausblick auf zukünftige regulatorische Herausforderungen.
Systemrelevanz, Geschäftsbank, Finanzkrise, Staatshilfen, Moral Hazard, Lender of Last Resort, Liquidität, Zentralbank, Interbankenmarkt, Lehman Brothers, Hypo Real Estate, Risikomanagement, Finanzmarktstabilität, Bankenregulierung, Too Big To Fail.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle systemrelevanter Geschäftsbanken innerhalb der Volkswirtschaft und der kritischen Frage, warum und unter welchen Bedingungen staatliche Hilfen für diese Institute gerechtfertigt sind.
Die zentralen Felder umfassen die Architektur des Bankensystems, die Definition von Systemrelevanz, die Auswirkungen von Krisen auf die Finanzmärkte sowie die Problematik staatlicher Eingriffe.
Das Ziel ist die Untersuchung der Systemrelevanz, um die Verwendung öffentlicher Gelder zur Stützung von Banken in Krisenzeiten wissenschaftlich zu fundieren und die damit verbundenen ökonomischen Risiken zu identifizieren.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse der Bankenarchitektur und der Krisenanfälligkeit sowie eine deskriptive Fallstudienanalyse anhand prominenter Beispiele.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Darstellung der Bankenfunktion, eine Analyse der Indikatoren für Systemrelevanz, eine Aufarbeitung der Finanzkrise ab 2007 und die Diskussion um Moral Hazard und Regulierungsansätze.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Systemrelevanz, Too Big To Fail, Moral Hazard und Finanzmarktstabilität geprägt.
Die HRE geriet primär durch das Austrocknen ihrer Refinanzierungsquellen am Interbankenmarkt infolge der Vertrauenskrise nach der Lehman-Pleite in existenzielle Schwierigkeiten.
Dieses Prinzip wird als Strategie betrachtet, um bei systemrelevanten Banken die Erwartung einer automatischen Staatsrettung zu unterbinden und somit das Risiko von Moral Hazard zu mindern.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

