Diplomarbeit, 2013
27 Seiten, Note: A+
1. Management Summary
1.1. Vorgeschichte
1.2. Definition Personalverleih – wie geht das konkret?
1.3. Definition Assessment, Arbeitsvermittlung und Job Coaching
2. Einleitung
2.1. Personalverleih – ein Pilotprojekt der Invalidenversicherung
2.2. Die Möglichkeiten im Personalverleih
2.2.1. Try & Hire
2.2.2. Payrolling
2.2.3. Festanstellung
2.3. Ablauf des Personalverleihs
2.4. Invalidenversicherung Basel-Stadt
2.4.1. Wer wir sind
2.4.2. Die Leistungen der Invalidenversicherung sind
2.4.3. Abgrenzung zu anderen Leistungen der Invalidenversicherung
2.4.4. Frühintervention IVG Art. 7 d
2.4.5. Arbeitsvermittlung IVG Art. 18
2.4.6. Gerlinde Kehl, Teamleiterin Eingliederung Case Management
2.5. Stiftung IPT Integration für alle, Basel
2.5.1. Wer wir sind
2.5.2. Die Angebote der Stiftung IPT Integration für alle
2.5.3. Marcel Paolino IPT, Leiter Geschäftsstelle Basel
3. Ausgangslage
3.1. Bezug zu Supported Employment
3.1.1. Integration im ersten Arbeitsmarkt
3.1.2. Direkte Platzierung („first place, then train“)
3.1.3. Bezahlte Arbeit
3.1.4. Individuell angepasste Unterstützung
3.1.5. Langfristige Unterstützung am Arbeitsplatz
3.1.6. Förderung von Selbstbestimmung (Angebot von Wahlmöglichkeiten)
4. Problemstellung
4.1. Fragestellung
4.2. Was ist das Ziel
4.3. Motivation die Arbeit gemeinsam zu schreiben
4.4. Methodik
4.5. Prozess Supported Employment
4.5.1. Orientierungsphase
4.5.2. Erstellen eines beruflichen Profils
4.5.3. Arbeitsplatzsuche und Zusammenarbeit mit den AG
4.5.4. Betriebliche und ausserbetriebliche Unterstützung
4.6. Ablauf innerhalb des Pilotprojekts im raschen Überblick.
5. Reflexion
5.1. Rahmenbedingungen für eine konstruktive Zusammenarbeit IV-IPT
5.2. Grundsätze des Konzepts SE für die Zusammenarbeit mit der vP
6. Erkenntnisse
Diese Projektarbeit untersucht die Effektivität des Pilotprojekts "Personalverleih" als Instrument der Invalidenversicherung zur Integration von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen in den ersten Arbeitsmarkt. Ziel ist es, die bestehenden Rahmenbedingungen zu analysieren, Optimierungspotenziale für die Zusammenarbeit zwischen der IV und der Stiftung IPT zu identifizieren und Empfehlungen für eine nachhaltige Platzierungspraxis unter Anwendung der Supported-Employment-Prinzipien zu formulieren.
4.5.4. Betriebliche und ausserbetriebliche Unterstützung
Ein IPT Jobcoach unterstützt die betriebliche Qualifizierung einer Person vor Ort in der Firma. Es wird sowohl die fachliche als auch die soziale Qualifizierung begleitet. Das Jobcoaching ist eine auf Zeit angelegte Unterstützung, hat zum Ziel die Verselbständigung der Person und versteht sich als beratende Unterstützung für AG.
Dabei verfolgen wir folgende Prinzipien:
Mehrparteilichkeit: Der Jobcoach vermittelt zwischen allen am Integrationsprozess beteiligten Akteuren.
Orientierung an den Fähigkeiten und Stärken: Der Jobcoach arbeitet ressourcenorientiert, sowohl bezogen auf die zu unterstützende Person als auch auf den Betrieb.
Akzeptanz: Die Unterstützung ist so zu organisieren, dass sie von allen Beteiligten akzeptiert werden kann. Es müssen betriebliche Abläufe und Personen akzeptiert werden.
Angemessenheit: Die Unterstützung muss auf den Bedarf des jeweiligen Unternehmens und der Arbeitnehmer/innen abgestimmt, das heisst sehr individuell sein.
Transparenz: Die Qualifizierungswege und Unterstützungsleistungen müssen sowohl der unterstützenden Person als auch den Kollegen/innen im Betrieb klar sein. Auch die Rolle des Jobcoach muss geklärt sein.
Verselbständigung: Der Jobcoach gibt so viel Unterstützung wie nötig, so wenig wie möglich. Der Jobcoach zieht sich mehr und mehr zurück. Dies schliesst eine individuelle Nachbetreuung jedoch nicht aus.
1. Management Summary: Bietet einen Überblick über das Pilotprojekt Personalverleih als Anreizmodell für Arbeitgeber zur Eingliederung behinderter Menschen.
2. Einleitung: Beschreibt das Pilotprojekt als Instrument der 6. IVG-Revision und erläutert die Rollen von IV und Stiftung IPT.
3. Ausgangslage: Führt in das Konzept "Supported Employment" ein und verknüpft dessen Kernpunkte mit der aktuellen Integrationspraxis.
4. Problemstellung: Definiert die Forschungsfragen zur optimierten Zusammenarbeit zwischen IV und IPT im Rahmen des Personalverleihs.
5. Reflexion: Reflektiert kritisch über die aktuellen Rahmenbedingungen der Zusammenarbeit und identifiziert bestehende Lücken.
6. Erkenntnisse: Fasst die Ergebnisse zusammen und formuliert Fazits hinsichtlich Einzelfallentscheidungen und Zielvereinbarungen.
Supported Employment, Personalverleih, Invalidenversicherung, Arbeitsintegration, Job Coaching, Eingliederung, Erster Arbeitsmarkt, Pilotprojekt, Nachhaltigkeit, Arbeitsplatzsuche, Sozialversicherungsrecht, Integrationsmassnahmen, Fallführung, Zielvereinbarung, Frühintervention
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Pilotprojekt "Personalverleih" als Methode der Invalidenversicherung, um Menschen mit Behinderungen erfolgreich in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren.
Die zentralen Akteure sind die Invalidenversicherung (IV) als zuweisende Stelle, die Stiftung IPT als Dienstleister für Job Coaching und Arbeitsvermittlung sowie die Arbeitgeber im ersten Arbeitsmarkt.
Ziel ist es zu untersuchen, wie die Zusammenarbeit zwischen der IV und der Stiftung IPT optimiert werden kann, um eine nachhaltige Eingliederung der betroffenen Personen sicherzustellen.
Die Arbeit basiert auf einer Analyse der bestehenden Pilotprojektvorgaben des Bundes, dem Vergleich mit Supported-Employment-Prinzipien und der reflektierten Praxiserfahrung der Verfasser.
Im Hauptteil werden der Prozess von der Orientierung bis zur Arbeitsplatzsuche, die Rolle des Jobcoaching sowie die betriebliche Unterstützung detailliert beleuchtet.
Die Arbeit charakterisiert sich durch Begriffe wie Personalverleih, Supported Employment, Arbeitsintegration, Fallführung und Nachhaltigkeit.
Die Autoren stellen fest, dass reine Platzierungen oft nicht ausreichen; erst eine längerfristige Begleitung durch einen Jobcoach garantiert, dass die Integration dauerhaft stabil bleibt.
Ein zentrales Problem ist die Finanzierung: Die vorgängige Betreuung durch den Personalverleiher vor dem eigentlichen Vertrag ist aktuell nicht vergütet, was die Arbeit der Akteure erschwert.
Sie halten eine zu Beginn getroffene Zielvereinbarung für zwingend notwendig, um Aufgaben und Erwartungen zwischen IV und IPT klar zu definieren und Missverständnisse zu vermeiden.
Die Autoren empfehlen, die Zeitdauer der Betreuung im Personalverleih flexibler zu gestalten und je nach Einzelfall zu entscheiden, anstatt eine starre Jahresfrist beizubehalten.
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