Examensarbeit, 2013
50 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung:
2. Experimentieren in der Grundschule
2.1 Begriffsklärung des Experimentierens
2.2 Warum Experimentieren im Sachunterricht der Grundschule?
3. Beobachten als naturwissenschaftliche Arbeitsweise
3.1 Begriffsklärung
3.2 Lernausgangslage der Lerngruppe
3.3 Fördermöglichkeiten
4. Darstellung der Umsetzung
4.1 Zielsetzung der Übungen und der Unterrichtseinheit
4.2 Beschreibung der Übungen
4.3 Beschreibung der Unterrichtseinheit: „Wir wollen beobachten wie Wissenschaftler“
5. Evaluation
5.1 Wiederholung der Fragestellung: „Was glaubst du, wie beobachten Wissenschaftler?“
5.2 Verbesserung vergangener Versuchsprotokolle
5.3 Anfertigung eines Versuchsprotokolls unter besonderer Berücksichtigung der Beobachtung
6. Gesamtreflexion
7. Zusammenfassung und Ausblick
8. Literatur
9. Anhang
Die Arbeit untersucht, inwiefern die Methode des Experimentierens im Sachunterricht der Grundschule durch gezielte Förderung der Beobachtungs- und Beschreibungskompetenz verbessert werden kann, um effektivere Lernprozesse zu ermöglichen.
1. Einleitung:
In meiner pädagogischen Facharbeit gehe ich der Frage nach, inwiefern die Methode des Experimentierens durch Beobachten und Beschreiben im Sachunterricht in der Grundschule gefördert werden kann.
Diese Frage ist aufgekommen, als ich Ende des zweiten Schuljahres mit meiner Lerngruppe Versuche zum Thema Luft durchführte. Alle Lernenden waren sehr motiviert. Jedoch gelang es kaum, über Beobachtungen im naturwissenschaftlichen Sinne zu sprechen (für die Begrifflichkeit des Beobachtens siehe Kap. 3.1): Manche beschrieben ausschließlich Nebensächliches, andere erfanden Geschehnisse hinzu oder vermischten Beobachtungen mit eigenen Annahmen (für nähere Beschreibungen siehe Kap. 3.2). Da ich das Lernpotenzial dieser Methode hoch einschätzte (siehe Kap. 2.2) und ich die enorme Motivation der Lernenden lernwirksam nutzen wollte, wurde es mir ein persönliches Anliegen, die Experimentiermethode zu fördern, um sie effektiver für die Lernprozesse der Schülerinnen und Schüler einsetzen zu können.
Da es sich hierbei um eine sehr komplexe Methode handelt (siehe S. 4), erscheint es notwendig, grundlegende Arbeitsweisen einzeln herauszugreifen und zu fördern. Schreier betont, die womöglich wichtigste Grundlage des naturwissenschaftlichen Arbeitens und naturwissenschaftlicher Erkenntnisse sei das Beobachten (vgl. Schreier 2004/1999). Dies wird von weiteren Autoren unterstützt (vgl. u.a. Frischknecht-Tobler/Labudde 2010, S. 135; Tütken/Spreckelsen 1971, S. 18). Da das Beobachten eng mit dem Beschreiben in Zusammenhang steht, beschränke ich mich innerhalb dieser Arbeit auf ebendiese Methoden (vgl. Schreier 1999, S. 18).
1. Einleitung: Erläutert das Ausgangsproblem, die Relevanz der Beobachtungskompetenz für das Experimentieren und das Ziel der Unterrichtskonzeption.
2. Experimentieren in der Grundschule: Definiert den Begriff des Experimentierens und begründet dessen Bedeutung im Sachunterricht anhand von Rahmenplänen und Kompetenzbereichen.
3. Beobachten als naturwissenschaftliche Arbeitsweise: Analysiert das Beobachten als methodische Grundlage, beschreibt die Ausgangslage der Lerngruppe und diskutiert Fördermöglichkeiten.
4. Darstellung der Umsetzung: Detailliert die konkreten Übungen und die Unterrichtseinheit, in der die Schüler Kriterien für Beobachtungs- und Zeichnungsaufgaben erarbeiten.
5. Evaluation: Bewertet den Lernerfolg durch Vergleich von Vor- und Nachtests, die Verbesserung alter Protokolle und die Analyse eines neuen Versuchs.
6. Gesamtreflexion: Reflektiert die Wirksamkeit der methodischen Entscheidungen und zieht Schlüsse für die zukünftige pädagogische Praxis.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse der Facharbeit und gibt einen Ausblick auf die Weiterentwicklung der Methodenkompetenz im Unterricht.
8. Literatur: Listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und fachdidaktischen Referenzen auf.
9. Anhang: Enthält Arbeitsblätter, Lerntagebucheinträge, Protokolle und Dokumentationen der Themenwand als Belege der Arbeit.
Sachunterricht, Experimentieren, Beobachten, Beschreiben, Naturwissenschaften, Grundschule, Protokollieren, Beobachtungskriterien, Erkenntnisgewinnung, Handlungsorientierung, Zeichnen, Reflexion, Metakognition, Methodenkompetenz, Lernausgangslage.
Die Arbeit befasst sich mit der Förderung der naturwissenschaftlichen Arbeitsweise des Beobachtens und Beschreibens in der Grundschule, um die übergeordnete Methode des Experimentierens effektiver zu gestalten.
Zentrale Themen sind die fachdidaktische Bedeutung des Experimentierens, die Definition und Einübung von Beobachtungstechniken sowie die Entwicklung methodischer Kriterien durch die Schüler selbst.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der Frage, inwiefern die Methode des Experimentierens durch gezielte Förderung der Kompetenzen im Beobachten und Beschreiben gestärkt werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine unterrichtspraktische Erprobung und Evaluation, wobei Lernfortschritte durch qualitative Analysen von Versuchsprotokollen, Lerntagebüchern und Vor-/Nachtests erfasst werden.
Im Hauptteil werden theoretische Grundlagen dargelegt, die Lernausgangslage der Klasse analysiert, das methodische Vorgehen bei den Unterrichtseinheiten beschrieben und die Wirksamkeit der Maßnahmen evaluiert.
Die Arbeit lässt sich vor allem mit den Begriffen Experimentieren, Beobachten, Beschreiben, naturwissenschaftliche Arbeitsweise und Sachunterricht zusammenfassen.
Die Schüler erarbeiten die Kriterien in einem sozial-konstruktiven Prozess selbst, halten diese auf Methodenplakaten fest und wenden sie anschließend bei verschiedenen Versuchen eigenständig an.
Das Zeichnen wird als eine wertvolle Alternative zum mündlichen oder schriftlichen Beschreiben genutzt, die den Schülern hilft, Details genauer wahrzunehmen und sachlich festzuhalten.
Messgeräte werden als wichtige Hilfsmittel eingeführt, um Beobachtungen objektiver zu gestalten, Messgrößen präzise zu erfassen und Fehlvorstellungen zu korrigieren.
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