Bachelorarbeit, 2011
41 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Definition
1.2 Kryptologie
1.2.1 RSA-Verfahren
2 Primzahltests
2.1 Probedivision
2.2 Siebmethoden
2.2.1 SIEB DES ERATOSTHENES
2.2.2 SIEB VON ATKIN
2.2.3 Weitere Siebmethoden
2.3 Probabilistische Primzahltests
2.3.1 FERMAT-Test
2.3.2 SOLOVAY-STRASSEN-Test
2.3.3 MILLER-RABIN-Test
2.4 Primzahltests beruhend auf dem kleinen Satz von FERMAT
2.4.1 LUCAS-Test
2.4.2 PÉPIN-Test
2.4.3 LUCAS-LEHMER-Test
2.5 AKS-Methode
2.5.1 Ausgangspunkt der AKS-Methode
2.5.2 Die Grundstruktur des AKS-Algorithmus
2.5.3 Der AKS-Algorithmus
3 Anwendung in der Schule
3.1 Lehrplananalyse
3.2 Das SIEB DES ERATOSTHENES in der Schule
3.3 Potenziale anderer Primzahltests
4 Schluss
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht das umfangreiche Spektrum der Primzahltests, von einfachen Definitionen bis hin zu modernen, deterministischen Algorithmen. Das primäre Ziel ist es, die historische und methodische Entwicklung dieser Tests verständlich nachzuzeichnen, ihre Effizienz im Hinblick auf kryptologische Anwendungen zu bewerten und ihre didaktische Eignung für den Mathematikunterricht in der gymnasialen Oberstufe zu analysieren.
2.5.3 Der AKS-Algorithmus
Um (1) aus dem letzten Unterkapitel zu zeigen, treffe ich - der Einfachheit halber - die folgende Vereinbarung für den Rest dieses Kapitels:
n ≥ 2 sei eine natürliche Zahl und p ein Primfaktor von n. Ist Q ein Polynom, so wird PQ als die Menge aller Polynome P bezeichnet, die folgende Bedingung erfüllen: (P (X))n ≡ P (Xn) (mod p, Q).
Ist n eine Potenz von p, so gehört, unabhängig von Q, jedes Polynom zu PQ. Zu zeigen ist also, dass bei Wahl eines geeigneten Q die Menge PQ nicht über alle Maßen groß ist und effizient ein Polynom gefunden werden kann, welches nicht Element von PQ ist. Das heißt natürlich nichts weiter, als dass der Satz von AGRAWAL, KAYAL und SAXENA bewiesen werden muss:
Es sei r eine zu n teilerfremde Primzahl mit ordr(n) > 4(log n)2 und Q := Xr − 1. Ist n keine Potenz von p, so gibt es weniger als r Polynome der Form P = X + a mit 0 ≤ a < p, die (P (X))n ≡ P (Xn) (mod p, Q) erfüllen.
Die Aussage des Satzes heißt also: wird eine Zahl r mit den geforderten Eigenschaften gefunden, so dass r höchstens polynomiell mit log n wächst, dann müssen nur noch r verschiedene Zahlen a überprüft werden, ob (P (X))n ≡ P (Xn) (mod p, Q) gilt. Ist dies für mindestens ein a nicht der Fall, so ist n zusammengesetzt, anderenfalls muss n prim sein oder eine Primzahlpotenz.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Primzahltests ein und erläutert die Motivation der Arbeit, die sich auf die Bedeutung von Primzahlen für die moderne Kryptologie stützt.
2 Primzahltests: Dieses Kapitel bietet eine tiefgehende Analyse verschiedener mathematischer Verfahren zur Primalitätsprüfung, unterteilt in probabilistische Methoden und den deterministischen AKS-Algorithmus.
3 Anwendung in der Schule: Hier wird untersucht, wie Primzahltests in den Lehrplänen der deutschen Bundesländer verankert sind und wie diese komplexen Themen didaktisch sinnvoll im Unterricht vermittelt werden können.
4 Schluss: Das Abschlusskapitel reflektiert den erarbeiteten Überblick über das Thema und fasst die gewonnenen Erkenntnisse zur Anwendung von Primzahltests in Theorie und Praxis zusammen.
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Die Arbeit bietet eine fundierte Übersicht über Primzahltests, beleuchtet deren mathematische Grundlagen sowie deren Anwendung, insbesondere in der modernen Kryptologie, und diskutiert Möglichkeiten der didaktischen Aufarbeitung für den Schulunterricht.
Die zentralen Felder umfassen die mathematische Klassifizierung von Primzahltests (probabilistisch vs. deterministisch), die Relevanz dieser Verfahren für die IT-Sicherheit durch das RSA-Verfahren und die schulische Vermittlung zahlentheoretischer Inhalte.
Ziel ist es, ein Verständnis für die Effizienz und Funktionsweise verschiedener Primzahltests zu entwickeln und aufzuzeigen, wie diese komplexen Verfahren für den Mathematikunterricht in der Oberstufe adaptiert werden können.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und einer systematischen Aufarbeitung mathematischer Algorithmen sowie deren didaktischer Reflexion im Kontext geltender Lehrpläne.
Im Hauptteil werden diverse Testverfahren wie die Probedivision, Siebmethoden (Eratosthenes, Atkin), probabilistische Tests (Fermat, Solovay-Strassen, Miller-Rabin) und schließlich der moderne, deterministische AKS-Algorithmus detailliert mathematisch beschrieben.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Primzahl, AKS-Algorithmus, Kryptologie, Siebverfahren und didaktische Vermittlung charakterisiert.
Der AKS-Algorithmus nimmt eine Sonderstellung ein, da er als erster deterministischer Primzahltest mit polynomialer Laufzeit gilt und somit eine theoretisch wie praktisch revolutionäre Lösung für ein jahrzehntealtes mathematisches Problem darstellt.
Das Sieb wird aufgrund seiner Einfachheit und visuellen Nachvollziehbarkeit als hervorragender Einstieg in die Zahlentheorie bewertet, der sowohl leistungsstarke als auch schwächere Schüler motivieren kann.
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