Bachelorarbeit, 2012
74 Seiten, Note: 1.3
1 Einleitung
1.1 Fragestellung
1.2 Zielgruppenbestimmung
1.3 Hintergründe
1.3.1 Ausgewählte gesellschaftliche Aspekte
1.3.2 Kreativität- Kompetenz oder Bildungsziel?
1.3.3 Strukturierung der Arbeit und Recherche
2 Begründungslinien zu Kreativität
2.1 Kreativitätsbegriff
2.2 Kreativitätstheorie und -forschung
2.3 Zwischenbetrachtung
2.4 Kreativität aus lernpsychologischer Sicht
2.4.1 Lernen und Lernmotivation
2.4.2 Motivation und Emotion
2.4.3 Zwischenbetrachtung
3 Kreativität im pflegerischen Handeln
3.1 Konstitutive Merkmale pflegerischen Handelns
3.2 Charakteristika kreativer Pflege
3.3 Zwischenbetrachtung
4 Kreativität aus berufspädagogischer Sicht
4.1 Charakteristika einer Lernkultur
4.2 Lebenslanges- oder Lebensbegleitendes Lernen
4.3 Kreativität: Schlüsselqualifikation oder -kompetenz?
4.4 Subjektorientierung als Schlüsselprinzip
4.5 Zwischenbetrachtung
5 Didaktische Einordnung- Konstruktivistische Sicht
5.1 Grundannahmen eines gemäßigten Konstruktivismus
5.2 Lernformen innerhalb des Konstruktivismus
5.3 Zwischenbetrachtung
6 Zusammenschau der Förderungsaspekte
7 Schlussbetrachtung
7.1 Ausgewählte Ergebnisse
7.2 Mögliche Grenzen
7.3 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Relevanz und Fördermöglichkeiten kreativer Potenziale in der pflegeberuflichen Bildung. Ziel ist es, den Kreativitätsbegriff aus verschiedenen disziplinären Perspektiven zu beleuchten, dessen Bedeutung für das pflegerische Handeln darzulegen und didaktische Impulse zu entwickeln, um Pflegende in ihrer Erstausbildung zu befähigen, komplexe pflegerische Situationen kreativ und eigenverantwortlich zu bewältigen.
Charakteristika kreativer Pflege
Nicht selten bestehen in pflegerischen Situationen widersprüchliche Anforderungen, eine Abwägung und Priorisierung scheint einerseits kreative Denkprozesse (im Sinne von Hypothesen entwickelndem Denken) und andererseits kritische Denkprozesse (zur Überprüfung von Hypothesen) zu erfordern (vgl. Miller/ Babcock 2000,S. 182).
Kreatives Denken weist eine Komplementarität mit kritischem Denken (vgl. Miller/Babcock 2000, S.184)auf. Letzteres stellt eine ebenso gewichtige Komponente pflegerischen Handelns dar. Die Frage, in welchen Kontexten kritisches Denken in der Pflege gefordert ist, bedürfte jedoch einer eigenen Betrachtung (vgl. hierzu: Miller/ Babcock 2000).
Angesichts widersprüchlicher Handlungserfordernisse kommt zudem die Ambiguitätstoleranz zum Tragen, welche auch in Kreativitätstheorien (vgl. Urban 1992, S.62 in Berka, Brix, Smekal 2003, S.131) als Komponente von Kreativität oder als Eigenschaft kreativer Persönlichkeiten (vgl. Sikora 1975, S.25) zur Diskussion gestellt wird. Habermas bezeichnet Ambiguitätstoleranz als Grundqualifikation des Rollenhandelns, die darauf abzielt, Unklarheiten zu ertragen und dennoch handlungsfähig zu bleiben (vgl. Habermas 1968/1973 in Hörner, Drinck, Jobst 2008, S.169).
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, definiert das Potenzial-Verständnis und legt die Fragestellung zur Rolle kreativer Potenziale in der pflegeberuflichen Bildung fest.
2 Begründungslinien zu Kreativität: Es erfolgt eine theoretische Einordnung des Kreativitätsbegriffs anhand verschiedener Ebenen und Forschungsansätze unter besonderer Berücksichtigung lernpsychologischer Bedingungen.
3 Kreativität im pflegerischen Handeln: Hier wird die Bedeutung von Kreativität für die spezifische Komplexität pflegerischer Handlungsfelder und die Qualität der professionellen Beziehung herausgearbeitet.
4 Kreativität aus berufspädagogischer Sicht: Dieses Kapitel diskutiert zentrale Konzepte wie Lernkulturwandel, lebenslanges Lernen und Subjektorientierung als Rahmenbedingungen für die Förderung kreativer Potenziale.
5 Didaktische Einordnung- Konstruktivistische Sicht: Es wird die didaktische Einbettung in den Konstruktivismus vorgenommen, um kreative Lernprozesse methodisch zu fundieren und begründen.
6 Zusammenschau der Förderungsaspekte: In diesem Kapitel werden die theoretischen Überlegungen in einer tabellarischen Übersicht von Methoden und Prinzipien für die Praxis konkretisiert.
7 Schlussbetrachtung: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, Grenzen der Förderbarkeit reflektiert und ein Ausblick auf den weiteren Forschungsbedarf in der Pflegebildung gegeben.
Kreativität, pflegeberufliche Bildung, Handlungskompetenz, Konstruktivismus, Lernkultur, Subjektorientierung, Pflegehandeln, Lernmotivation, berufliches Lernen, Kreativitätsförderung, Schlüsselqualifikation, professionelle Pflege, Reflexion, Didaktik, Empowerment.
Die Arbeit untersucht, wie kreative Potenziale in der pflegeberuflichen Ausbildung identifiziert und gezielt durch didaktische Konzepte gefördert werden können.
Die zentralen Felder sind die Kreativitätstheorie, die Lernpsychologie, berufspädagogische Prinzipien wie die Subjektorientierung sowie konstruktivistische Didaktikmodelle.
Das Ziel ist es, den Kreativitätsbegriff für die Pflege zu klären und methodische Wege aufzuzeigen, um Auszubildende auf die komplexen und teils widersprüchlichen Anforderungen ihres Berufsalltags vorzubereiten.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse von Bildungs- sowie Pflegetheorien basiert.
Der Hauptteil analysiert Kreativität aus lernpsychologischer, pflegerischer und berufspädagogischer Sicht und leitet daraus konkrete didaktische Prinzipien für die Unterrichtsgestaltung ab.
Die Arbeit ist insbesondere durch Begriffe wie Kreativität, pflegeberufliche Bildung, Konstruktivismus und Handlungskompetenz geprägt.
Das Scheitern wird als unverzichtbarer Teil von Lernprozessen und der professionellen Entwicklung betrachtet, da es zur kritischen Reflexion anregt und zur Anerkennung von Ungewissheit im Pflegehandeln befähigt.
Humor wird als Ausdruck von Kreativität gesehen, der hilft, den Rahmen des Gewöhnlichen zu sprengen und eine vertrauensvolle, therapeutisch wertvolle Beziehung zum Patienten aufzubauen.
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