Bachelorarbeit, 2012
129 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Die Energiewende in Deutschland
2.1 Der Schritt zur Energiewende
2.2 Die gesetzlichen Grundlagen in Deutschland
2.3 Gesellschaftspolitische Aspekte der Energiewende
2.4 Der Energiemix in Deutschland
2.5 Die Energieversorgung gestern, heute, morgen
2.6 Globale Aspekte der Energiewende
2.7 Kosten und Nutzen der Energiewende
2.8 Energiepreise und ihre Entwicklung
2.8.1 Anstieg der Energiepreise fossiler Energieträger
2.8.2 Ausgaben privater Haushalte für Energie
2.8.3 Differenzkosten erneuerbarer Energien
3 Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft
3.1 Das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit
3.2 Das Drei-Säulen-Modell auf die Immobilienwirtschaft angewendet
3.3 Nachhaltigkeitszertifikate für Immobilien
3.4 Weitere Energiestandards und Zertifizierungen im deutschen Immobilienmarkt
3.5 Energieverbrauch, CO2-Ausstoß und Einsparpotenziale von Immobilien
3.6 Förderung von Energieeffizienz im Immobilienbereich durch den Gesetzgeber
4 Auswirkungen der Energiewende sowie Folgen und Chancen für die Immobilienwirtschaft
4.1 Die Verfügbarkeit von Energie
4.1.1 Energiespeicher als Lösung gegen Fluktuationen bei der Energieerzeugung
4.1.2 Energiespeicherung beim Endverbraucher als Lösung gegen Schwankungen bei der Energieerzeugung
4.1.3 Kurzfristige zuschaltbare Energieerzeugungsanlagen als Kompensationsmöglichkeit für Bedarfsspitzen
4.1.4 Intelligente Systeme zur Glättung der Energienachfrage
4.2 Synergieeffekte und Potenziale intelligenter Gebäude und neuer Technologien
4.3 Modellvorhaben im Effizienzhaus Plus Standard
4.3.1 Das Effizienzhaus Plus mit Elektromobilität
4.3.2 Das energy+ Home
4.3.3 Das Effizienzhaus Plus im Altbau
4.4 Energieeffizienz und Nachhaltigkeit als Vermarktungsfaktor in der Immobilienwirtschaft
5 Schlussbemerkung
Diese Arbeit untersucht die Auswirkungen der Energiewende in Deutschland auf die Immobilienwirtschaft. Dabei wird analysiert, wie Nachhaltigkeitsaspekte und Energieeffizienz zunehmend an Bedeutung gewinnen, welche Chancen sich durch neue Technologien und Standards für Immobilieninvestoren und -nutzer ergeben und wie diese Entwicklungen die Vermarktungsfähigkeit von Immobilien beeinflussen.
2.8.1 Anstieg der Energiepreise fossiler Energieträger
Rohöl zählt bis heute zu den wichtigsten fossilen Energieträgern. Darstellung 6 zeigt die Entwicklung des Rohölpreises von 1991 bis 2011. Mit einigen Schwankungen, die meistens auch in direkter Verbindung mit wirtschaftlichen Entwicklungen stehen, steigt der Preis stetig an. Besonders in den letzten zehn Jahren zwischen 2001 und 2011 sind massive Preissteigerungen erkennbar. So lag der Preis pro Barrel Rohöl 2001 bei 23,12 $ und stieg bis 2008 auf 94,10 $ an. Der Preis hat sich also in sieben Jahren mehr als vervierfacht. Im Jahr 2009 fiel der Preis wieder in etwa auf das Niveau von 2006 und betrug 60,86 $. Dieser Preisrückgang korreliert mit der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise. Bis 2011 stieg der Preis aber wieder, setzte seinen Trend fort und betrug 2011 107,44 $.
Bereits vor der Jahrtausendwende gab es starke Preissteigerungen, wie bei den Ölkrisen von 1973 und 1979, die ebenfalls Rekordwerte erreichten bei denen sich die Preise innerhalb weniger Monate verdreifachten. Die Ursachen der Preissteigerungen waren damals jedoch andere wie heute. So war die erste Ölkrise durch künstliche Verknappung herbeigeführt.
Der seit der Jahrtausendwende andauernde Preisanstieg ist jedoch auf andere Entwicklungen zurückzuführen. Aufgrund der Endlichkeit der fossilen Ressourcen tritt eine reale Verknappung ein, sobald das Fördermaximum erreicht ist. Durch diese reale Verknappung steigt der Preis kontinuierlich an. Wann genau dieser Peak bei welchem Energierohstoff erreicht ist, kann nicht exakt vorhergesagt werden. Laut der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) wird das Fördermaximum für Erdöl zwischen 2015 und 2025 erwartet.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit der Energiewende aufgrund endlicher fossiler Ressourcen und Klimawandel, wobei der Fokus auf die Rolle der Immobilienwirtschaft gelegt wird.
2 Die Energiewende in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen, den Energiemix, die Entwicklung der Energiepreise sowie die globale Dimension der Energiewende.
3 Nachhaltigkeit in der Immobilienwirtschaft: Hier werden das Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit auf die Immobilienbranche angewendet sowie Zertifizierungen und Energiestandards detailliert betrachtet.
4 Auswirkungen der Energiewende sowie Folgen und Chancen für die Immobilienwirtschaft: Dieses Kapitel behandelt technische Lösungen wie Energiespeicher, intelligente Gebäude (Smart Homes/E-Homes) und die Bedeutung von Energieeffizienz als Vermarktungsfaktor.
5 Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert, dass eine vorausschauende, langfristige Planung in der Immobilienwirtschaft entscheidend ist, um die Herausforderungen der Energiewende zu meistern.
Energiewende, Immobilienwirtschaft, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Effizienzhaus Plus, Zertifizierung, DGNB, Klimawandel, Energiepreise, Smart Home, Gebäudesanierung, CO2-Emissionen, Energiespeicherung, Lebenszykluskosten
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen der deutschen Energiewende und der Immobilienbranche, insbesondere im Hinblick auf Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Chancen.
Zentrale Themen sind die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Energiewende, das Nachhaltigkeitsmanagement in Immobilien, moderne Energiestandards sowie die Auswirkungen von Effizienzmaßnahmen auf die Vermarktung von Gebäuden.
Das Ziel ist es, eine ganzheitliche Sichtweise auf die Energiewende aus immobilienwirtschaftlicher Perspektive zu entwickeln und Potenziale sowie Herausforderungen bei der energetischen Optimierung von Gebäuden aufzuzeigen.
Der Autor stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse, wertet statistische Daten (z.B. Energieverbräuche, CO2-Emissionen, Marktberichte) aus und illustriert diese anhand von Modellvorhaben wie dem Effizienzhaus Plus.
Der Hauptteil befasst sich mit der technischen Verfügbarkeit von Energie, Speicherlösungen, der Bedeutung intelligenter Gebäudetechnik (Smart/E-Homes) und der ökonomischen Bewertung nachhaltiger Bauweisen.
Die wichtigsten Begriffe sind Energiewende, Immobilienwirtschaft, Nachhaltigkeit, Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Effizienzhaus, Zertifizierung und Vermarktungsfaktor.
Das Projekt demonstriert, wie Wohngebäude durch Photovoltaik und Speichersysteme im Jahresmittel mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen und Elektromobilität in das Gebäudeenergiekonzept integrieren.
Studien zeigen, dass ein hoher energetischer Sanierungsstand positiv auf die Vermarktungsdauer und den erzielbaren Kaufpreis wirkt, wenngleich Lage und Preis weiterhin die dominierenden Entscheidungskriterien bleiben.
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