Masterarbeit, 2012
117 Seiten, Note: 2
1 EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG
1.3 FORSCHUNGSFRAGE
1.4 INHALTLICHER AUFBAU DER MASTER THESE
1.5 METHODIK
1.6 RELEVANZ DER FORSCHUNGSFRAGE
2 DIMENSIONEN DER FEHLERENTSTEHUNG UND FEHLERFOLGEN
2.1 BEZIEHUNG ZWISCHEN QUALITÄT UND FEHLER
2.2 RISIKOURSACHEN FEHLERHAFTER PRODUKTE
2.2.1 DIE PSYCHOLOGIE DES MENSCHEN ALS FEHLERVERURSACHER UND PROBLEMLÖSER
2.2.2 FEHLERFAKTOREN IN DER ORGANISATION
2.2.3 ARTEN VON FEHLVERHALTEN TECHNISCHER PRODUKTE
2.2.4 EINFLUSS DURCH STÖRFAKTOREN AUF DAS TECHNISCHE FEHLVERHALTEN
2.2.5 RECHTLICHE FOLGEN FEHLERHAFTER PRODUKTE
3 PROJEKTVORBEREITUNG FÜR EIN NULL – FEHLER - PRINZIP
3.1 ORGANISATION (MANAGEMENT)
3.2 PROJEKTMANAGEMENT
3.2.1 PROJEKTMANAGER
3.2.2 PROJEKTTEAM
3.2.3 PROJEKTZIELE
3.2.4 PROJEKTPLANUNG UND IHR METHODENEINSATZ
3.2.5 KOMMUNIKATION UND INFORMATIONSFLÜSSE
3.2.6 TECHNISCHE DOKUMENTATION
3.3 STRATEGISCHES MARKETING ALS VORGELAGERTER PLANUNGSFAKTOR
4 VERFAHREN DER QM-METHODEN IN DER PRODUKT- UND PRODUKTIONSENTWICKLUNG
4.1 KUNDENERWARTUNGEN, KUNDENFORDERUNGEN UND WÜNSCHE
4.2 KONZEPTE FÜR DAS PRODUKT- UND PRODUKTIONSDESIGN
4.2.1 RISIKOMINIMIERUNG DER PRODUKT- UND PRODUKTIONSANFORDERUNGEN
4.2.2 DESIGN VERIFICATION PLAN AND REPORT UND CONTROL PLAN
4.3 ROBUSTHEITSGESTALTUNG
4.3.1 GESTALTUNG EINES ROBUSTEN PRODUKTDESIGNS
4.3.2 GESTALTUNG EINES ROBUSTEN PRODUKTIONSPROZESSES
4.4 SUPPLY-CHAIN / BESCHAFFUNG
4.5 VERIFIKATION
4.5.1 VERIFIKATION PRODUKTDESIGN
4.5.2 VERIFIKATION PRODUKTIONSDESIGN
5 SCHLUSS
Diese Arbeit untersucht Möglichkeiten zur Implementierung eines Null-Fehler-Prinzips in der technischen Serienproduktentwicklung. Das primäre Ziel ist es, den Produktentstehungsprozess durch systematisches Projektmanagement und den Einsatz qualitätssichernder Methoden so zu optimieren, dass Fehler bereits in der frühen Entwicklungsphase vermieden und damit Kosten sowie Haftungsrisiken signifikant reduziert werden.
2.2.1 DIE PSYCHOLOGIE DES MENSCHEN ALS FEHLERVERURSACHER UND PROBLEMLÖSER
Nach Ehrlenspiel entsteht der Produkterfolg nur zu 10% aus der Technik, aber zu 90% aus dem Handeln der Entscheidungsträger. Die Ursache über Erfolg oder Misserfolg liegt in der Produktentstehung, in der Art und Weise, wie Personen mit sich oder anderen umgehen und dadurch den Produkterfolg weit mehr beeinflussen als die Technik oder wissenschaftlich „harte“ Methoden und Prozesse. Ausgehend vom Denken der einzelnen Person zeigt sich, dass sich die Notwendigkeit methodischen Vorgehens aus der Begrenzung des menschlichen Gedächtnisses im Verhältnis zur Produktkomplexität und dem Erstellungsprozess ergibt. Der einzelne Mensch an sich stößt schnell im Projektverlauf aufgrund der Projekt „Neuheit, Komplexität, usw.“ (s. a. Kapitel 3.2) durch sein begrenztes Fakten-, Kontext-, System- u. Methodenwissen auf Probleme und nimmt durch sein Vorgehen seine Entscheidungen im Projektverlauf selbst, bewusst oder unbewusst, wesentlichen Einfluss auf das Auftreten von Problemen.
Ein Problem wird von Personen oder Personengruppen selber definiert und ist dadurch charakterisiert, dass keine Lösungsansätze für den Weg zur Zielerreichung feststehen oder den Beteiligten nicht bewusst ist, wie das Ziel aussehen sollte. Im Gegensatz ist eine Aufgabe eine Anforderung mit einem eindeutig präzisierten Ziel mit bekanntem Vorgehen zur sicheren Zielerreichung. Erfolgreiche Ingenieure setzen Methoden aus Erfahrung zielgerichtet, aber auch unbewusst ein.
1 EINLEITUNG: Das Kapitel erläutert die Problemstellung fehlerhafter Produkte und definiert das Null-Fehler-Prinzip sowie die methodische Vorgehensweise der Arbeit.
2 DIMENSIONEN DER FEHLERENTSTEHUNG UND FEHLERFOLGEN: Hier werden Ursachen für Fehler, insbesondere die psychologischen Faktoren und organisatorischen Rahmenbedingungen, sowie die rechtlichen Konsequenzen bei fehlerhaften Produkten analysiert.
3 PROJEKTVORBEREITUNG FÜR EIN NULL – FEHLER - PRINZIP: Dieses Kapitel behandelt das Projektmanagement, die Organisation und die Notwendigkeit einer strukturierten Planung als Voraussetzung für eine erfolgreiche Produktentwicklung.
4 VERFAHREN DER QM-METHODEN IN DER PRODUKT- UND PRODUKTIONSENTWICKLUNG: Dieser Teil beschreibt konkrete Qualitätsmethoden wie FMEA, QFD und Six Sigma, die in verschiedenen Phasen zur Fehlervermeidung eingesetzt werden.
5 SCHLUSS: Das letzte Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die menschliche Komponente und das strategische Marketing entscheidende Schlüssel zum Erfolg des Null-Fehler-Prinzips sind.
Null-Fehler-Prinzip, Produktentstehungsprozess, Qualitätsmanagement, Fehlermanagement, Fehlerfolgekosten, Projektmanagement, Risikominimierung, Six Sigma, FMEA, QFD, Produkthaftung, Konstruktionspflicht, Robustheitsgestaltung, Kundenzufriedenheit, Prozessoptimierung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Implementierung eines Null-Fehler-Prinzips in der technischen Serienproduktentwicklung, um die Qualität zu erhöhen und Fehlerkosten systematisch zu vermeiden.
Zentrale Themen sind die Ursachenanalyse von Fehlern, Projektmanagement-Methoden, die Bedeutung der menschlichen Psychologie in Entwicklungsprozessen sowie die rechtlichen Pflichten des Warenherstellers.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Null-Fehler-Prinzip systematisch im Produktentstehungsprozess von Serienprojekten verwirklicht werden kann, um eine zuverlässige und fehlerfreie Produktion zu ermöglichen.
Die Arbeit nutzt die qualitative Inhaltsanalyse/Textanalyse, um wissenschaftliche Literatur, Gesetze und Normen zu untersuchen und darauf basierend Maßnahmen abzuleiten.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Fehlerursachen (psychologisch und organisatorisch), die rechtlichen Folgen, die methodischen Ansätze im Projektmanagement sowie die konkrete Anwendung von QM-Werkzeugen wie QFD, FMEA und Six Sigma.
Schlüsselbegriffe sind Null-Fehler-Prinzip, Produktentstehung, Qualitätsmanagement, Fehlerfolgekosten, Prozessfähigkeitsuntersuchung (PFU) und Produkthaftung.
Die Zehnerregel besagt, dass Fehlerfolgekosten von Phase zu Phase im Produktlebenszyklus exponentiell steigen, was die Dringlichkeit für Fehlervermeidung bereits in der Planungsphase unterstreicht.
Das Kano-Modell hilft, die Kundenzufriedenheit durch die Gewichtung von Anforderungen (Basis-, Leistungs- und Begeisterungsqualität) zu verstehen, wobei eine Nichterfüllung dieser Anforderungen als Fehler definiert wird.
Da ca. 90% des Produkterfolgs auf das Handeln der Beteiligten zurückzuführen ist, müssen Ingenieure Denkfehler durch methodische Unterstützung und ein Bewusstsein für eigene kognitive Schwächen kompensieren.
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