Examensarbeit, 2013
66 Seiten, Note: 1,3
Einleitung
1. DSM
1.1. Allgemeines
1.2. Geschichte
1.3. DSM und ICD
2. DSM-IV-TR
2.1. Allgemeines
2.2. Aufbau
2.2.1. Achse I: Klinische Störungen; Andere Klinisch Relevante Probleme
2.2.2. Achse II: Persönlichkeitsstörungen; Geistige Behinderung
2.2.3. Achse III: Medizinische Krankheitsfaktoren
2.2.4. Achse IV: Psychosoziale oder Umgebungsbedingte Probleme
2.2.5. Achse V: Globale Beurteilung des Funktionsniveaus
2.3. Verwendung
2.4. DSM-IV-TR Aufmerksamkeitsdefizit-/ Hyperaktivitätsstörungs- (ADHS) Kriterien
2.4.1. Subtypen
2.4.2. Erwachsene
3. ADHS bei Erwachsenen
3.1. Epidemiologie
3.2. Symptome
3.3. Bedingungsmodell
3.4. Komorbidität
3.4.1. Psychosoziale Folgen
3.5. Diagnostik
3.6. Therapie
3.6.1. Allgemeines
3.6.2. Psychoedukation
3.6.3. Psychotherapie
3.6.4. Pharmakologische Therapie
3.6.5. Kombinationstherapien
4. Internationale Unterschiede
4.1. Allgemeines
4.1.1. Australien
4.1.2. Deutschland
4.1.3. Griechenland
4.1.4. Indien
4.1.5. Israel
4.1.6. Italien
4.1.7. Spanien
4.1.8. Taiwan
4.1.9. Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland
4.1.10. Vereinigte Staaten von Amerika
5. DSM-5 Ausblick
5.1. Allgemeines
5.2. Aufbau
5.3. Kritik an den bisherigen ADHS- Kriterien
5.4. Voraussichtliche Änderungen in den ADHS- DSM- 5- Kriterien
5.4.1. Learning Disorder
5.4.2. Komorbidität
5.5. Diagnose
5.6. Rehabilitation
5.6.1. Therapie
6. Reaktionen auf die geplanten Änderungen
6.1. Internationale Einschätzungen bezüglich der Auswirkungen von Änderungen
6.1.1. Australien
6.1.2. Deutschland
6.1.3. Griechenland
6.1.4. Indien
6.1.5. Israel
6.1.6. Italien
6.1.7. Spanien
6.1.8. Taiwan
6.1.9. Das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland
6.1.10. Die Vereinigten Staaten von Amerika
7. Ausblick
7.1. Gesellschaftliche Auswirkungen der DSM- 5 Änderungen
7.2. Zukünftige Aufgaben
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die geplanten Änderungen der Diagnosekriterien für ADHS im DSM-5 im Vergleich zur Vorgängerversion DSM-IV-TR. Das primäre Ziel ist es, die Auswirkungen dieser Neuerungen auf die Therapie und Rehabilitation von Erwachsenen mit ADHS zu analysieren und kritisch zu beleuchten.
Die geplanten diagnostischen Kriterien für ADHS in DSM-5 werden voraussichtlich wie folgt aussehen:
“Attention Deficit hyperactivity disorder The disorder consists of a characteristic pattern of behavior and cognitive functioning that is present in different settings where it gives rise to social and educational or work performance difficulties. The manifestations of the disorder and the difficulties that they cause are subject to gradual change being typically more marked during times when the person is studying or working and lessening during vacation.
Superimposed on these short-term changes are trends that may signal some deterioration or improvement with many symptoms becoming less common in adolescence. Although irritable outbursts are common, abrupt changes in mood lasting for days or longer are not characteristic of ADHD and will usually be a manifestation of some other distinct disorder.
In children and young adolescents, the diagnosis should be based on information obtained from parents and teachers. When direct teacher reports cannot be obtained, weight should be given to information provided to parents by teachers that describe the child´s behavior and performance at school. Examination of the patient in the clinician´s office may or may not be informative. For older adolescents and adults, confirmatory observations by third parties should be obtained whenever possible.
A. Either (1) and/or (2). 1. Inattention Six (or more) of the following symptoms have persisted for at least 6 months to a degree that is inconsistent with developmental level and that impact directly on social ad academic/occupational activities. Note: for older adolescents and adults (ages 17 and older), only four symptoms are required. The symptoms are not due to oppositional behavior, defiance, hostility, or a failure to understand tasks and instructions.
1. DSM: Dieses Kapitel bietet einen grundlegenden Überblick über die Funktion, Geschichte und Entwicklung des Diagnostischen und Statistischen Manuals Psychischer Störungen im Vergleich zur ICD.
2. DSM-IV-TR: Hier wird das derzeit aktuelle multiaxiale System detailliert beschrieben und die spezifischen ADHS-Kriterien des DSM-IV-TR erläutert.
3. ADHS bei Erwachsenen: Dieses Kapitel vermittelt ein grundlegendes Verständnis der Störung bei Erwachsenen, von der Epidemiologie über das Bedingungsmodell bis hin zu diagnostischen und therapeutischen Strategien.
4. Internationale Unterschiede: Diese Sektion untersucht, wie verschiedene Länder (von Australien bis zu den USA) mit der ADHS-Diagnose und der damit verbundenen Behandlung umgehen.
5. DSM-5 Ausblick: Der Autor diskutiert die geplanten strukturellen und inhaltlichen Änderungen im DSM-5 sowie die Kritik an den bisherigen ADHS-Kriterien.
6. Reaktionen auf die geplanten Änderungen: Hier werden internationale Einschätzungen dazu zusammengetragen, wie sich die Neuerung des DSM-5 auf die ADHS-Diagnostik und das Verständnis der Störung in verschiedenen Ländern auswirken könnte.
7. Ausblick: Dieses Kapitel beleuchtet gesellschaftliche Auswirkungen, insbesondere unter Kosten-Nutzen-Aspekten, und identifiziert zukünftige Aufgaben in der Forschung.
8. Fazit: Die Arbeit fasst die Erkenntnisse zusammen und betont die Notwendigkeit, die praktischen Folgen der neuen Kriterien nach der offiziellen Veröffentlichung weiter zu evaluieren.
ADHS, DSM-IV-TR, DSM-5, Diagnosekriterien, Erwachsene, Lernstörung, Learning Disorder, Komorbidität, Psychiatrie, Psychotherapie, Pharmakotherapie, Rehabilitation, Prävalenz, Symptomatik, Klassifikation
Die Arbeit vergleicht die ADHS-Diagnosekriterien des bewährten DSM-IV-TR mit den zu erwartenden Neufassungen im DSM-5 und analysiert deren Auswirkungen auf die Therapie und Rehabilitation.
Die zentralen Themen umfassen die Weiterentwicklung des DSM-Systems, die ADHS-Symptomatik bei Erwachsenen, die internationale Varianz in der Diagnose sowie die Verschränkung von ADHS mit Lernstörungen.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Änderungen im DSM-5 die Identifikation von ADHS bei Erwachsenen erleichtern und den therapeutischen Umgang sowie die gesellschaftliche Wahrnehmung beeinflussen könnten.
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, bei der aktuelle Fachzeitschriften und Publikationen zur DSM-5-Entwicklung herangezogen werden, um die geplanten Änderungen und deren Konsequenzen theoretisch zu fundieren.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des DSM-IV-TR, eine Einführung in die ADHS bei Erwachsenen, einen internationalen Ländervergleich der Diagnosepraxis sowie eine detaillierte Analyse der DSM-5-Neuerungen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen ADHS, DSM-5, Diagnosekriterien, Learning Disorder, Komorbidität, therapeutische Interventionen und die internationale Perspektive auf psychische Störungen.
Die ADHS wird im DSM-5 in das Kapitel der neurologischen Entwicklungsstörungen eingeordnet, was einen wichtigen Imagewechsel weg von einer reinen „Verhaltensstörung“ hin zu einer neurologisch fundierten Störung einleitet.
Die Arbeit hebt hervor, dass die neue Zuordnung von ADHS und Lernstörungen im gleichen Kapitel des DSM-5 die Diagnostik von komorbiden Zuständen schärfen und die Aufmerksamkeit für schulische Leistungen als Diagnosebaustein erhöhen kann.
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