Bachelorarbeit, 2013
90 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Die galicische Sprache
2.1 Sprachstruktur
2.2 Sprachhistorischer Überblick zum Gebrauch und Prestige des Galicischen
2.2.1 Vom Ursprung bis zum Mittelalter
2.2.2 Séculos Escuros
2.2.3 Renaissance des Galicischen: O Rexurdimento bis 1936
2.2.4 Zeit der Franco-Diktatur
2.2.5 Zeit nach Franco bis heute: Sprachpolitische Maßnahmen
3 Forschungsstand zum Galicischen und Spanischen in Vigo und Galicien
3.1 Zahlen und Fakten
3.2 Galicisch als L1
3.3 Linguistische Kompetenz
3.4 Sprachgebrauch
4 Vigo
4.1 Geschichte
4.2 Kultur
4.3 Wirtschaft und Verkehr
4.4 Bewohner
5 Eigene Datenerhebung
5.1 Vorbereitende Überlegungen und Zielsetzung
5.2 Aufstellen der Hypothese
5.3 Konstruktion des Fragebogens
5.4 Datenerfassung
6 Datenauswertung und Analyse
6.1 Allgemeine Ergebnisse
6.1.1 Galicisch als L1
6.1.2 Linguistische Kompetenz
6.1.3 Zukunft des Galicischen in Vigo und Vigo als galicische Stadt
6.2 Diskussion der Hypothese: sinkender Sprachgebrauch und höheres Prestige nach einzelnen soziolinguistischen Parametern
6.2.1 Allgemeiner Sprachgebrauch
6.2.2 Häufigkeit
6.2.3 Mediennutzung
6.2.4 Sprachgebrauch in verschiedenen Konversationssituationen
6.2.5 Prestige
7 Fazit und Ausblick
Ziel dieser Arbeit ist es, die aktuelle Sprachsituation des Galicischen in der Stadt Vigo zu untersuchen und zu bewerten, um eine mögliche Entwicklung der Sprache im Kontext von Globalisierung und Sprachprestige abzubilden.
1 Einleitung
Galicien ist eine der 17 Comunidades Autónomas Spaniens, liegt im äußersten Nordwesten des Landes und ist in insgesamt vier Provinzen aufgeteilt. Neben der Provinz Pontevedra mit der Hauptstadt Galiciens Santiago de Compostela und der zu untersuchenden Stadt Vigo, gibt es drei weitere Provinzen namens A Coruña, Lugo und Ourense. Die Gesamtgröße von 29.574 km² (IGE, 2011) macht nur etwa 6 % Spaniens aus. Von Aberglaube und Mystik geprägt, zeichnet sich „das grüne Spanien“ durch kultige Feste und wilde Natur aus. Diese Region blickt außerdem auf eine lange und bewegte Vergangenheit zurück, welche sich auch auf die galicische Sprache stark ausgewirkt hat. Zusammen mit dem Katalanischen und dem Baskischen zählt das Galicische zu den Regionalsprachen Spaniens mit kooffiziellem Status.
In Zeiten der Globalisierung tritt immer mehr die Frage nach einem homogenen Europa auf, was durchaus auch im Bezug auf Sprachen gilt. Somit laufen die Regionalsprachen Spaniens, wie das Galicische und auch viele weitere Minderheitensprachen und Dialekte anderer europäischer Staaten Gefahr, allmählich durch Verlust an Prestige und Sprecherzahlen zu verschwinden. Europa gilt als Einheit, jedoch ist es ebenso noch von sprachlicher Heterogenität geprägt. Die „kleinen“ Sprachen werden auch dadurch bedroht, dass sich die Sprecher teilweise von ihrer eigenen Kultur und Identität abwenden, um der globalisierten Welt gerecht zu werden und um eine größere Chance auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Die europäische Union hat deswegen eine Charta zum Schutz von Regional- und Minderheitensprachen festgesetzt, um das Recht jedes Menschen auf seine eigene Sprache zu schützen und die Mehrsprachigkeit und Vielfalt der Kulturen in Europa zu bewahren (vgl. Gerhards 2010: 140). In Spanien trat diese im Jahr 2001 in Kraft.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die regionale Bedeutung Galiciens ein und skizziert die Problematik des Sprachverlusts von Minderheitensprachen im Zuge der Globalisierung.
2 Die galicische Sprache: Dieses Kapitel bietet einen linguistischen Überblick über das Galicische und beleuchtet seine historische Entwicklung, insbesondere unter dem Einfluss verschiedener politischer Epochen.
3 Forschungsstand zum Galicischen und Spanischen in Vigo und Galicien: Das Kapitel fasst bestehende soziolinguistische Studien zusammen und bereitet die Datenlage für einen Vergleich mit der eigenen Untersuchung vor.
4 Vigo: Dieser Abschnitt beschreibt die soziökonomische und kulturelle Situation der Stadt Vigo als Forschungsgebiet.
5 Eigene Datenerhebung: Hier wird der methodische Ansatz der Untersuchung, die Hypothesenbildung und die Durchführung der Umfrage detailliert dokumentiert.
6 Datenauswertung und Analyse: Der Hauptteil präsentiert die empirischen Ergebnisse der Befragung und diskutiert den Zusammenhang zwischen Sprachgebrauch und Sprachprestige.
7 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten des Galicischen im Kontext aktueller soziolinguistischer Trends.
Galicisch, Vigo, Soziolinguistik, Sprachgebrauch, Sprachprestige, Minderheitensprache, Zweisprachigkeit, Identität, Sprachplanung, Globalisierung, Sprachpolitik, Erstsprachenerwerb, Mediennutzung, Kastilisch, empirische Untersuchung.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation der galicischen Sprache in der Großstadt Vigo und untersucht, wie sich die Verwendung des Galicischen im Kontext von Sprachprestige und Globalisierung entwickelt hat.
Zentral sind die soziolinguistische Analyse des Sprachgebrauchs, die Erforschung des Prestiges der Sprache, die historische Einordnung und der Vergleich mit bestehenden Studien zur Zweisprachigkeit.
Das Ziel ist die Erstellung einer aktuellen Analyse der Sprachsituation in Vigo, um die Hypothese eines sinkenden Sprachgebrauchs trotz gleichzeitig steigendem Prestige des Galicischen zu überprüfen.
Es wurde eine quantitative soziolinguistische Methode angewandt, bei der ein Fragebogen zur Erhebung von Sprachgewohnheiten, Einstellungen und Identitätsgefühlen bei Bewohnern von Vigo genutzt wurde.
Der Hauptteil analysiert die Ergebnisse der eigens durchgeführten Umfrage, differenziert nach Parametern wie Alter, Bildungsniveau, Wohnort und Muttersprache und diskutiert diese im Vergleich zu vorangegangenen Studien.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Galicisch, Sprachprestige, Identität, Soziolinguistik, Zweisprachigkeit und der städtische Kontext von Vigo.
Die Zeit der Franco-Diktatur wird als eine Phase der Unterdrückung betrachtet, die maßgeblich zur Stigmatisierung und zum Prestigeverlust des Galicischen beitrug und dessen Folgen bis heute in der Spracheinstellung erkennbar sind.
Die Analyse zeigt, dass das Galicische auf dem Land tendenziell stärker verbreitet ist, während in der Großstadt Vigo der Einfluss des Kastilischen und die Tendenz zur Zweisprachigkeit wesentlich stärker ausgeprägt sind.
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