Bachelorarbeit, 2012
87 Seiten, Note: 1,0
Geowissenschaften / Geographie - Bevölkerungsgeographie, Stadt- u. Raumplanung
1. Einleitung
1.1 Gegenstand der Bachelorarbeit
1.2 Ausgangssituation
1.3 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.4 Aufbau der Arbeit
1.5 Methodik
2. Der Blick auf die Stadt
2.1 Stadtplanung und Stadtentwicklung
2.2 Gesellschaftlicher und ökonomischer Strukturwandel
2.3 Die „Ökonomisierung des Urbanen“
3. Der Blick auf die Unternehmen
3.1 Unternehmen und die Frage der Verantwortung
3.2 Die „Urbanisierung der Ökonomie“
3.3 Einführung in die Thematik Corporate Citizenship
3.4 Begriffsabgrenzung: Corporate Citizenship, Corporate Social Responsibility und Corporate Urban Responsibility
4. Corporate Citizenship als Beitrag zur Stadtentwicklung
4.1 Status Quo
4.2 Die Frage nach dem „Was“: Instrumente und Maßnahmen
4.2.1 Der Instrumente-Mix im Bezug zur Stadtentwicklung
4.2.2 CC-Maßnahme: Die Gestaltung von öffentlichem Raum und öffentlich nutzbarer Räume
4.2.3 CC-Maßnahme: Die Entwicklung von Brandhubs
4.3 Die Frage nach dem „Wie“: Organisations- und Kooperationsformen
4.3.1 Kooperation von Unternehmen und Nachbarschaft und Bürgern
4.3.2 Kooperation von Unternehmen und Stadt
4.3.3 Kooperation von Unternehmen und gemeinnützigen Organisationen
4.3.4 Kooperation von Unternehmen untereinander
4.3.5 CC-Kommunikation
4.4 Die Frage nach dem „Wofür“: Der Nutzen des Engagements
4.4.1 Der „Business Case“
4.4.2 Der „Social Case“
4.4.3 Der „Urban Case“
4.4.4 Messung des Nutzens
5. Fazit
5.1 Zusammenfassung der Ergebnisse
5.2 Beantwortung der Forschungsfrage
5.3 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten, wie privatwirtschaftliche Unternehmen durch freiwilliges Engagement (Corporate Citizenship) einen wirksamen Beitrag zur aktiven Stadtentwicklung leisten können. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, ob und wie dieses angloamerikanische Konzept auf das deutsche System übertragen werden kann, um sowohl für die Unternehmen als auch für die städtischen Akteure einen Mehrwert zu schaffen.
Die „Ökonomisierung des Urbanen“
Die neuen strukturellen Anforderungen an die Städte und die eingeschränkte Investitionsmöglichkeit bzw. -bereitschaft der öffentlichen Hand stellen ein Problem für den nationalen und internationalen Wettbewerb von Kommunen dar. Im Folgenden soll beschrieben werden, über welche Möglichkeiten die Stadt verfügt, um dem Wettbewerb standzuhalten und welche Rolle Unternehmen dabei spielen.
Im Zuge des demographischen Wandels und mit fortschreitender Globalisierung besteht unter den Kommunen ein steigender Wettbewerbsdruck um Einwohner und Investitionen. Die Rolle der Unternehmen ist in dem Bezug folgende: ihre rationalen, gewinnorientierten Wirk- und Handlungsweisen dienen als Vorbild für die Planung und Verwaltung der Stadt. Auch die Stadt agiert heute in einigen Aufgabenbereichen auf unternehmerische Weise, präsentiert Standortqualitäten und erzielt somit Wettbewerbsvorteile.
Eine Stadt in der heutigen Wissensgesellschaft nimmt dementsprechend nicht an Attraktivität zu, indem harte Standortfaktoren wie technische und institutionelle Infrastrukturen ausgebaut werden, was daran liegt, dass der Bedarf an harten Standortfaktoren meist ausreichend gedeckt ist. Aber auch gesetzliche Auflagen und Subventionen stehen nicht mehr im Vordergrund. Heutzutage geht es um die Weiterentwicklung und den Ausbau von weichen Standortfaktoren. Dazu zählt in erster Linie die Sorge um eine hohe Lebensqualität, womit die Bereitstellung von Freizeitmöglichkeiten, Kunst und Theater, die Umweltqualität und die medizinische Versorgung gemeint sind. Des Weiteren rücken Image und Innovationskraft, Bildungs- und Forschungsangebote, politische Stabilität und das soziale Klima immer weiter in den Vordergrund. Dies sind Faktoren, die Einwohner und Investoren an die Stadt binden.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema ein, erläutert den Gegenstand der Arbeit und definiert die Forschungsfrage, ob Corporate Citizenship einen wirksamen Beitrag zur Stadtentwicklung leisten kann.
2. Der Blick auf die Stadt: Dieses Kapitel analysiert den Strukturwandel von Städten und die veränderte Rolle der öffentlichen Hand, um das Umfeld für privates Engagement zu verstehen.
3. Der Blick auf die Unternehmen: Hier wird die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen beleuchtet, der Begriff Corporate Citizenship eingeführt und eine Abgrenzung zu ähnlichen Konzepten vorgenommen.
4. Corporate Citizenship als Beitrag zur Stadtentwicklung: Dieser Hauptteil verknüpft Corporate Citizenship mit der Stadtentwicklung, analysiert Instrumente und Maßnahmen sowie Kooperationsformen und den Nutzen des Engagements.
5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfrage positiv und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Corporate Citizenship, Stadtentwicklung, Unternehmensengagement, Public Private Partnership, Standortfaktoren, Corporate Social Responsibility, Unternehmensverantwortung, Stadtplanung, Kooperationsmanagement, Urban Case, Business Case, Gemeinwohl, Strukturwandel, Nachhaltigkeit, Lebensqualität.
Die Bachelorarbeit untersucht das Potenzial von privatwirtschaftlichem Engagement, bekannt als Corporate Citizenship, als strategisches Instrument zur aktiven Förderung der Stadtentwicklung in Deutschland.
Die Arbeit behandelt den sozioökonomischen Strukturwandel, die Rolle von Unternehmen als Akteure im städtischen Raum, verschiedene Instrumente des bürgerschaftlichen Engagements sowie die Kooperation zwischen Unternehmen, Kommunen und gemeinnützigen Organisationen.
Das Ziel ist es zu erschließen, ob das Konzept des Corporate Citizenship, das eigentlich das unternehmerische Engagement beschreibt, einen wirksamen Beitrag zur aktiven Stadtentwicklung in Deutschland leisten kann.
Die Arbeit basiert primär auf der Analyse und Auswertung wissenschaftlicher Fachliteratur sowie der Interpretation bestehender Studien, um theoretische Aussagen mit Erkenntnissen aus der Praxis zu verknüpfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Stadt als Handlungsraum, das Verständnis von Unternehmen als gesellschaftliche Akteure und die praktische Anwendung von Corporate Citizenship, wobei Instrumente wie Spenden, Sponsoring und Kooperationsformen im Detail untersucht werden.
Die wesentlichen Begriffe sind Corporate Citizenship, Stadtentwicklung, Unternehmensengagement, Standortfaktoren und der durch die Arbeit neu eingeführte "Urban Case".
Der "Urban Case" dient als Nutzenebene, um sowohl die positiven stadträumlichen Effekte als auch den spezifischen Nutzen für die Stadt als Akteur zu erfassen, der über klassische betriebswirtschaftliche Kennzahlen hinausgeht.
Aufgrund knapper öffentlicher Kassen, demografischer Veränderungen und interkommunaler Konkurrenz sind Städte zunehmend auf die Ergänzung durch privates Engagement angewiesen, um weiche Standortfaktoren und damit ihre Attraktivität zu sichern.
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