Bachelorarbeit, 2010
43 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Englisch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. EINLEITUNG
2. DIE HÖRVERSTEHENSKOMPETENZ
2.1. UNTERSCHEIDUNG VON HÖREN UND ZUHÖREN
2.2. DER HÖRVERSTEHENSPROZESS
2.2.1. Komponenten der Sprachverarbeitung
2.2.2. Der Prozess der Sprachverarbeitung
2.2.3. Der Sprachverarbeitungsprozess im Zweitspracherwerb
2.3. TEILFÄHIGKEITEN DER HÖRVERSTEHENSKOMPETENZ
3. ERKENNTNISSE ZUM FREMDSPRACHERWERB IN DER GRUNDSCHULE
3.1. ZUR SELBSTORGANISATION IM FREMDSPRACHERWERB
3.2. DER SPRECHPROZESS IN DER FREMDSPRACHE
3.2.1. Sprachwissenschaftliche Grundlagen des Sprechens
3.2.2. Das parallele Sprechmodell nach Levelt
4. DIE BEDEUTUNG DER HÖRVERSTEHENSKOMPETENZ FÜR DEN FREMDSPRACHERWERB IN DER GRUNDSCHULE
4.1. HÖRVERSTEHEN IN DER MORPHOSYNTAKTISCHEN ENTWICKLUNG
4.2. HÖRVERSTEHEN IN DER LEXIKALISCH- SEMANTISCHEN ENTWICKLUNG
4.3. HÖRVERSTEHEN IM SPRECHPROZESS
5. FÖRDERUNG DES HÖRVERSTEHENS IN DER GRUNDSCHULPRAXIS
5.1. PROBLEME DER SCHULISCHEN HÖRVERSTEHENSARBEIT
5.2. DER SYSTEMATISCHE AUFBAU VON HÖRVERSTEHEN IN DER GRUNDSCHULE
5.3. KRITERIEN FÜR DIE AUSWAHL VON HÖRVERSTEHENSTEXTEN
6. ANALYSE VON AUFGABEN
6.1. WHAT NUMBER IS HARRY'S HOUSE?
6.2. MY BODY UND SAYING HELLO AND GOODBYE
7. RESÜMEE
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die zentrale Rolle der Hörverstehenskompetenz beim Fremdspracherwerb im Englischunterricht der Grundschule. Ziel ist es, theoretische Grundlagen des Hörprozesses zu erarbeiten und anhand dieser Erkenntnisse Kriterien für eine effektive, schülerorientierte Förderung des Hörverstehens in der Schulpraxis zu entwickeln und exemplarisch zu analysieren.
2.2.1. Komponenten der Sprachverarbeitung
Als erste wichtige Komponente des Verarbeitungsvorganges lässt sich die Verstehensabsicht nennen. Ohne diese sei, so Solmecke (2003, S. 5), das Gesprochene aus Sicht des potentiellen Hörers kaum mehr als eine Abfolge von Geräuschen ohne Informationswert. Die Verstehensabsicht ist jedoch nicht nur entscheidend für die Zuwendung von Aufmerksamkeit auf den jeweiligen Hörtext. Sie ist außerdem ausschlaggebend dafür, was wir objektiv von einem Text verstehen müssen, um ihn persönlich als verstanden zu bezeichnen. Je nach Art des Hörtextes und den Erwartungen, die an ihn gestellt werden, kann es genügen, nur den Gesamtsinn zu verstehen oder Einzelheiten zu erfassen. Unterschieden werden an dieser Stelle das Globalverstehen (listening for gist) und das Detailverstehen (listening for details). Eine Absicht für das Verstehen eines Textes zu haben, bedeutet also nicht, dass dem Hörtext über die ganze Zeit hinweg aufmerksam zugehört wird (vgl. Solmecke 1992, S. 5).
Insgesamt lässt sich damit sagen, dass die Verstehensabsicht zwar eine Grundlage für das Verstehen eines Hörtextes darstellt, jedoch sind zusätzlich auch Sprach- und Sachkenntnisse auf Seiten des Textrezipienten notwendig, um Informationen erfolgreich zu verstehen (vgl. Elsner 2007, S. 102). Gert Solmecke (2003, S. 8) stellt diese Vorbedingungen des Hörverstehensprozesses in der folgenden Graphik bildlich dar:
1. EINLEITUNG: Es wird die Relevanz des Englischlernens in der Grundschule begründet und die Zielsetzung der Arbeit sowie die Bedeutung des Hörverstehens skizziert.
2. DIE HÖRVERSTEHENSKOMPETENZ: Dieses Kapitel erläutert den Prozess des Hörens, die kognitive Sprachverarbeitung sowie verschiedene Teilfertigkeiten der Hörkompetenz.
3. ERKENNTNISSE ZUM FREMDSPRACHERWERB IN DER GRUNDSCHULE: Hier wird der Fremdspracherwerb als kreativer Selbstorganisationsprozess definiert und das Sprechmodell nach Levelt im Detail vorgestellt.
4. DIE BEDEUTUNG DER HÖRVERSTEHENSKOMPETENZ FÜR DEN FREMDSPRACHERWERB IN DER GRUNDSCHULE: Das Kapitel verknüpft die Hörverstehensleistung mit der morphosyntaktischen und lexikalisch-semantischen Sprachentwicklung sowie dem Sprechprozess.
5. FÖRDERUNG DES HÖRVERSTEHENS IN DER GRUNDSCHULPRAXIS: Es werden Hindernisse der schulischen Hörverstehensarbeit aufgezeigt und Kriterien für eine systematische Förderung sowie die Auswahl von Hörmaterial erarbeitet.
6. ANALYSE VON AUFGABEN: Anhand zweier konkreter Beispiele aus Lehrwerken wird die theoretisch hergeleitete Kriterienliste auf die Schulpraxis angewendet.
7. RESÜMEE: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Erkenntnisse und unterstreicht die Notwendigkeit einer bewussten Hörverstehensförderung.
Hörverstehen, Fremdspracherwerb, Grundschule, Sprachverarbeitung, Selbstorganisation, Hörverstehenskompetenz, Didaktik, Hörmaterial, Lehrwerk, Sprechprozess, Sprachwissen, Sprachförderung, Kommunikation, Höraufgaben, Englischunterricht
Die Arbeit thematisiert die entscheidende Rolle des Hörverstehens beim Erlernen der englischen Sprache im Grundschulalter und wie diese Kompetenz systematisch gefördert werden kann.
Zu den Schwerpunkten zählen die psycholinguistischen Grundlagen des Hörverstehens, der Prozess der Sprachverarbeitung sowie die praktische Umsetzung und Analyse von Hörverstehensübungen im Grundschulunterricht.
Das Ziel ist die Erarbeitung von theoretisch fundierten Kriterien zur Auswahl und Gestaltung von Hörverstehensaufgaben, um die fremdsprachliche Entwicklung von Grundschulkindern effizient zu unterstützen.
Die Autorin stützt sich unter anderem auf das Modell zur Sprachverarbeitung von Dieter Wolff und das parallele Sprechmodell nach Willem Levelt.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Hörverstehenskompetenz, eine Analyse des Fremdspracherwerbs und eine praxisorientierte Übertragung auf die Unterrichtsgestaltung und Aufgabenanalyse.
Die wichtigsten Begriffe sind Hörverstehenskompetenz, Fremdspracherwerb, Selbstorganisation, Sprachverarbeitung sowie der methodische Aufbau im Englischunterricht.
Das Konzept beschreibt eine Anfangsphase, in der Schüler primär rezeptiv lernen; Lehrkräfte sollten dies berücksichtigen, um keinen unnötigen Druck auszuüben und die Hörverstehensphase gezielt zu unterstützen.
Eine gute Aufgabe orientiert sich an der Lebenswelt der Kinder, ist abwechslungsreich gestaltet, bietet eine authentische Sprachvorlage und bindet das Hören in einen motivierenden, strukturierten Gesamtzusammenhang ein.
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